Regie: Edmund Goulding
Cousinen...
Zu den bekanntesten Filmen von Hollywoodregisseur Edmund Goulding zählen "Nightmare Alley", "Menschen im Hotel" und "Auf Messers Schneide" - auch die Bette Davis Klassiker "Opfer einer großen Liebe", Vertauschtes Glück" oder "Die alte Jungfer" gehören zu den Höhepunkten seiner Filmkarriere. "Die alte Jungfer" wirkt insofern aus heutiger Zeit sehr angestaubt, vor allem aber auch deshalb weil das Drama in der Zeit des Amerikanischen Bürgerkriegs seinen Lauf nimmt. Die Moralvorstellung der damaligen Zeit dürfte Goulding sehr wohl recht gut getroffen haben. Das Drehbuch schrieb Casey Robinson, basierend auf den mit Pulitzer Preis ausgezeichneten gleichnamigen Stück von Zoe Atkins. Die Geschichte spielt während des Amerikanischen Bürgerkriegs und dreht sich um Charlotte Lovell (Bette Davis) und ihre Cousine Delia (Miriam Hopkins). Deren Hochzeit wird jäh unterbrochen, als Delias ehemaliger Verlobter Clem Spender (George Brent) nach zweijähriger Abwesenheit zurückkehrt. Delia heiratet daraufhin Jim Ralston (James Stephenson), und Charlotte tröstet Clem, der sich der Unionsarmee anschließt und später im Kampf fällt. Kurz nach seinem Tod entdeckt Charlotte, dass sie von Clem schwanger ist. Um dem Stigma eines unehelichen Kindes zu entgehen, reist sie in den Westen, um ihr Kind, eine Tochter namens Clementina (wird als Teenager von Jane Bryan gespielt) zur Welt zu bringen. Nach Kriegsende ziehen Charlotte und Tina nach Philadelphia, wo Charlotte ein Waisenhaus eröffnet. Delia ist Mutter zweier Kinder, und Charlotte ist mit Joe Ralston (Jerome Cowan), dem Schwager ihrer Cousine, verlobt. An ihrem Hochzeitstag offenbart Charlotte Delia, dass Tina ihre eigene Tochter ist und der verstorbene Clem der Vater. Delia hält Joe daraufhin von der Hochzeit ab, indem sie ihm vorgaukelt, Charlotte sei gesundheitlich angeschlagen. Die Cousinen entfremden sich, doch als Jim bei einem Reitunfall ums Leben kommt, lädt Delia Charlotte und Tina ein, bei ihr und ihren Kindern einzuziehen. Tina, die nicht weiß, dass Charlotte ihre leibliche Mutter ist, nimmt die Rolle von Delias Tochter an und nennt Charlotte ihre Tante. Fünfzehn Jahre vergehen, und Tina ist verwöhnt. Lanning Halsey (William Lundigan) wirbt um sie, dessen wohlhabende Eltern sie aufgrund ihrer Herkunft als Findelkind ablehnen. Immer noch ahnt Tina nicht, dass Charlotte ihre Mutter ist, und empfindet deren Einmischung in ihr Leben als ungerecht. Als Delia ihr anbietet, sie offiziell zu adoptieren, um ihr einen angesehenen Namen und eine prominente Stellung in der Gesellschaft zu verschaffen, nimmt sie das Angebot freudig an. Charlotte will Tina vor ihrer Hochzeit die Wahrheit sagen, bringt es aber nicht übers Herz. Charlotte konfrontiert Delia und offenbart ihr, dass sie es verabscheut, dass sowohl Clem als auch Tina Delia mehr geliebt haben als sie. Delia erklärt Tina, dass Charlotte ihr eigenes Glück geopfert hat, indem sie die Heirat mit einem Mann ablehnte, der Tina nicht als seine eigene Tochter aufziehen wollte. Delia bittet Tina eindringlich, Charlotte als Letzte zu küssen, bevor sie sich mit ihrem neuen Ehemann verabschiedet. Tina kommt der Bitte nach, und Charlotte ist glücklich und bereit, den Rest ihres Lebens mit Delia als Freundin und nicht als Rivalin zu verbringen...


















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