Regie: Alfred Hitchcock
Ein Haus mit sehr vielen Gästen...
Der im Jahr 1932 entstandene Hitchcockfilm "Nummer 17" enthält bereits einige Motive, die sich wie ein roter Faden durch Hitchs Filmographie ziehen. Da wäre die Halskette, ein "MacGuffin, hinter der eine ganze Reihe von Menschen her sind und von denen keiner vom Anderen genau weiß warum. Es gibt ein unheimliches Haus und eine furiose Verfolgungjagd - in einem Zug, dort drehte der englische Meisterregisseur sehr oft und gerne. Ausserdem ein Mann und eine Frau, die unschuldig in Gefahr geraten und zwischen denen sich eine Romanze entwickeln kann. Natürlich darf das optische Spiel mit Licht und Schatten auch nicht fehlen. Es war Hitchcocks vierter Thriller, aber der erste mit eindeutig komödiantischem Einschlag – ein Genre, für das der Name Hitchcock jahrzehntelang stehen sollte wie für kein anderes. Der Film war kommerziell ein Misserfolg, wohl weil er als Thriller zu klamaukhaft und unlogisch und andererseits als Komödie zu wenig pointiert war und vor allem weil sich die den Film bestimmende Verfolgungsjagd am Ende als völlig sinnlos herausstellt. Hitchcock selbst nannte den Film später eine Katastrophe und redete ungern darüber. Dennoch ist der Film, bei dem Hitchs spätere Ehefrau Alma das Drehbuch schrieb, viel besser als sein Ruf und er passt gut in Hitchcocks andere englische Arbeiten dieser frühen Jahre. An der Küste im ländlichen England erreicht Detective Barton (John Stuart) ein Haus mit der Hausnummer 17, das zum Verkauf oder zur Vermietung angeboten wird. Die Tür ist unverschlossen, und er betritt das Haus. Ein Unbekannter mit einer Kerze (Leon M. Lion) irrt umher, und eine Leiche wird entdeckt. Als er konfrontiert wird, beteuert der Unbekannte seine Unschuld am Mord. Barton, der sich als Fordyce vorstellt, fragt den Fremden nach dem Inhalt seiner Taschen, als plötzlich der Schatten einer Hand zu sehen ist, die nach einem Türknauf greift. Ben, so heißt der Unbekannte ist ein Obdachloser, vorstellt, durchsucht die Leiche und findet Handschellen und eine Pistole, die er an sich nimmt. Der Detective kehrt von der Untersuchung seltsamer Geräusche zurück und findet die Handschellen, die der Fremde auf dem Boden zurückgelassen hatte. Eine Frau namens Ms. Ackroyd (Ann Casson) wird im Schatten gesehen, wie sie über das Dach kriecht. Nachdem sie durch das Dach gestürzt ist, kommt sie wieder zu sich und ruft nach ihrem Vater. Sie erklärt, ihr Vater sei auf dem Dach und sie befänden sich nebenan in Hausnummer 15. Die Glocke schlägt halb eins, und die Leiche ist verschwunden. Drei Personen treffen an dem windumtosten Haus ein: Brant (Donald Calthrop) , Nora, eine taubstumme Frau (Anne Grey) und ein Dritter namens Henry Doyle (Barry Jones). Ben zieht eine Pistole und schießt Barton/Fordyce versehentlich in den Arm. Brant zieht ebenfalls eine Pistole und bittet Doyle, Barton/Fordyce, Ben und Miss Rose Ackroyd zu durchsuchen. Brant wird ein Telegramm gezeigt. Ein Mann namens Sheldrake (Gary Marsh) taucht auf und holt eine Diamantkette hervor, die er im oberen Teil einer Toilette versteckt hatte. Ben verursacht Aufruhr und wird zusammen mit Sheldrake in der Toilette eingesperrt. Sheldrake greift nach Ben und scheint ihn zu erwürgen, doch Ben stellt nur Bewusstlosigkeit vor. Die vermeintliche Leiche (Henry Caine) entpuppt sich als lebendig und gibt sich als Sheldrake aus, um die Diebe zu täuschen. Er ist tatsächlich Roses vermisster Vater, ein Polizist. Brant schlägt vor, Rose und Barton/Fordyce zu fesseln. Officer Ackroyd gelingt es, die drei Diebe einzusperren und seine Tochter und Barton zu befreien. Er öffnet die Tür, hinter der Ben mit Sheldrake eingesperrt ist, und liefert sich einen Faustkampf mit ihm. Sheldrake gewinnt den Kampf und befreit Brant, Doyle und Nora. Rose und Barton/Fordyce werden erneut gefesselt. Nora offenbart, dass sie sprechen kann und sagt: „Ich komme wieder.“ Sie kehrt zurück und befreit Rose und Barton....
Doch damit beginnt das Chaos erst recht. Eine Verfilmung von Joseph Farjeons Theaterstück „Number Seventeen“, das bereits verfilmt worden war. Hitchcock war mit dem Projekt unzufrieden, da er die Geschichte für klischeehaft hielt. Der Film verwendet aufwendig Miniaturkulissen, darunter eine Modelleisenbahn, einen Bus und eine Fähre. Dies ist einer der wenigen Hitchcock-Thriller, in denen Hitchcock selbst keinen Cameo-Auftritt hat. Damals erhielt der Film auch eher schwache Kritiken. Man wertete den Film als einen gescheiterten Versuch eines ernsthaften Dramas.
Bewertung. 7,5 von 10 Punkten.







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