Sonntag, 8. Februar 2026

Goldtransport nach Arizona











Regie: William Witney

Eine zweite Chance...

Drei Western hat Audie Murphy mit Regisseur William Witney gedreht: Aufstand in Arizona (1965), Goldtransport durch Arizona (ebenfalls 1965) und Gewehre zum Apachenpass (1967). Alle drei Filme entstanden also in der Spätphase der vielen Audie Murphy Western und sind keineswegs seine besten Filme in diesem Genre. Aber sie alle drei sehr solide und gut inszeniert. Quentin Tarantino bezeichnete Witney als einen seiner Lieblingsregisseure. Vielleicht ist "Goldtransport durch Arizona" die beste Arbeit dieses Filmtrios, vor allem auch deshalb weil es ein Wiedersehen mit berkannten Youngsters aus früheren Klassikern des Genres gibt. Zum einen spielt Ben Cooper den besten Freund von Audie Murphy. Cooper wurde durch seine Rolle in "Johnny Guitar" bekannt und bewies auch in anderen Genres sein Talent. Er überzeugte in der Tennessee Williams Verfilmung "Die tätowierte Rose" von Daniel Mann. Auch Ray Stricklyn ist kein Unbekannter. Er wurde bekannt durch eine Rolle als einer der Jugendlichen, die einen Indianerüberfall überleben in Delmer Daves "Der letzte Wagen". Danach wurde er zweimal (Ein Mann in den besten Jahren/Die Plünderer) für einen Golden Globe nominiert. Mit seiner 1999 erschienenen Autobiografie "Angels and Demons: One Actors Hollywood Journey" hatte er auch sein Coming Out.  1865, nach dem Ende des Amerikanischen Bürgerkriegs, setzt eine skrupellose Gruppe konföderierter Guerillas, bekannt als Quantrills Raiders, ihren gewaltsamen Feldzug fort und weigert sich, sich zu ergeben. Angeführt vom berüchtigten William Quantril (Fred Graham), wird die Gruppe sowohl von Unionstruppen als auch von Konföderierten gejagt. Die ehemaligen Konföderierten-Soldaten Clint Stewart (Audie Murphy) und sein Freund Willie Martin (Ben Cooper) schließen sich den Raiders an, da sie nach dem Krieg keine Beschäftigungsmöglichkeiten mehr haben. In Texas überfallen Quantrill und seine Männer eine Stadt, doch der Angriff eskaliert zu einer Schießerei. Quantrill wird verwundet, nachdem er von Montana Smith (George Keymas), einem ehrgeizigen Bandenmitglied, das ihn ersetzen will, verraten wurde. Die Bande wird bald von Unionshauptmann Andrews (Buster Crabbe) und seinen Männern eingekesselt. In dem folgenden Gefecht gelingt dem Großteil der Bande die Flucht, doch Quantrill wird tödlich verwundet. Willie und Clint sind die Zeugen seines Verrats geworden, daher lässt er sie gefasst zurück. Das Paar entgeht der Todesstrafe, nachdem Andrews, bewegt von Clints jüngerem Bruder Danny (Ray Stricklyn) und ihren herausragenden Kriegsdiensten, für sie aussagt. Unterdessen überzeugt Gangmitglied Brady (Michael Dante) Montana, die Bande nach Arizona zu führen, um Goldtransporte der Unionstruppen auszurauben.1866 erhält Andrews den Auftrag, eine territoriale Strafverfolgungseinheit, die Arizona Rangers, aufzustellen, um die Überfälle der Bande zu bekämpfen. Da er dringend erfahrene Männer benötigt, rekrutiert Andrews Willie und Clint, indem er einen Gefängnisausbruch inszeniert und ihnen für ihre Hilfe die volle Begnadigung anbietet. Sie treffen sich mit Andrews' anderem Rekruten, Clints Brüderchen Danny. Andrews beauftragt Clint und Willie, sich der Bande wieder anzuschließen, um ihren nächsten Raubzug aufzudecken. Inzwischen haben Montana und seine Bande die Stadt Panau unter ihre Kontrolle gebracht, einige Yaqui-Dorfbewohner als Geiseln genommen und den örtlichen Priester getötet. Martina, die Tochter des Häuptlings (Gloria Talbott), wird als Sklavin verschleppt und von Montana misshandelt. Clint und Willie erreichen Panau, wo Clint Rache nimmt, indem er Montana tötet. Brady, der nun die Führung übernommen hat, lädt die beiden ein, sich der Bande wieder anzuschließen und bei ihrem großen Goldraub mitzuhelfen. Clint lehnt jedoch ab und will nach Mexiko fliehen.Unterwegs trifft er auf den verzweifelten Danny, der abkommandiert wurde, um sie zu beobachten. Willie stellt sich auf Dannys Seite und will Ranger bleiben. Danny bedroht Clint widerwillig mit einer Waffe. Zwei von Bradys Männern, die ebenfalls zur Überwachung der beiden abkommandiert wurden, beobachten die Szene und erschießen Danny tödlich. Mit seinen letzten Atemzügen überzeugt Danny Clint, sich zu ändern....









Ein Film über die Arizona Rangers und der zweite Film von Audie Murphy, in dem er ein Mitglied der berüchtigten Quantrill Bande spielt. Ray Enright drehte mit dem beliebten Westernstar im Jahr 1950 den B-Western Klassiker "Reiter ohne Gnade", in dem er den jungen Jesse James mimt, der mit seinem Bruder und den Younger Brüder dem Rebellenführer folgen will.









Bewertung: 7 von 10 Punkten. 

In Montana ist die Hölle los













Regie: Sidney Salkow

Rückkehr eines Revolverhelden...

Sidney Salkow war ein Meister der Low Budget Filme. Sein bekanntester Film ist sicherlich "Ich bin Legende" (The Last Man on Earth) mit Vincent Price in der Hauptrolle. Ein Film, der später auch mit Charlton Heston "Der Omega Mann" und Will Smith "I am Legend" erneut verfilmt wurde. Auch sein Western "Entscheidung am Big Horn" hat eine Fangemeinde. Mit dem Kriegshelden und B-Western Kinostar Audie Murphy drehte er 1964 "In Montana ist die Hölle los"  Er war der zweite von vier Filmen, die in den 1960er Jahren von Grant Whytock und Edward Smalls Produktionsfirma Admiral Pictures produziert wurden. Das Drehbuch basiert auf Steve Fishers Kurzgeschichte „The Fastest Gun“, die bereits die Vorlage für zwei andere Western lieferte: „Top Gun“ (1955) mit Sterling Hayden und „Noose for a Gunman“ (1960) mit Jim Davis und Ted de Corsia als Bösewicht, beide für United Artists. Fisher schrieb zu dieser Zeit auch die Drehbücher für eine Reihe von Techniscope-Western. 1873 kehrt der Revolverheld Clint Cooper (Audie Murphy) nach zwei Jahren in seine Heimatstadt Shelby, Montana, zurück. Er hatte Shelby in Ungnade verlassen, nachdem er in Notwehr zwei hitzköpfige, aber unerfahrene junge Männer der Stadt getötet hatte. Der Vater der beiden, Tom Morrison (Walter Sande), ist überzeugt, dass Cooper sie ermordet hat. Cooper plant, sich in Shelby niederzulassen, um die Ranch seines kürzlich verstorbenen Vaters zu übernehmen und seine alte Freundin Helen (Merry Anders), die Lehrerin der Stadt, zu heiraten. Auf dem Weg nach Shelby trifft er auf seine alte Bande unter der Führung von Spangler (Ted de Corsia). Diese plant nicht nur, die Stadt auszurauben, sondern sie auch niederzubrennen und sich an den Frauen zu vergehen. Spangler glaubt, sein ehemaliger Freund Clint plane selbst, die Bank von Shelby auszurauben, die mit Geldern aus großen Viehverkäufen gefüllt ist. Spangler versucht, Clint für seine 15-köpfige Bande zu gewinnen, um sich an der Stadt zu rächen, die ihn verbannt hat. Andernfalls will er ihn nicht lebend gehen lassen. Clint kann sich befreien und tötet zwei seiner Verfolger. In Shelby angekommen, muss Clint feststellen, dass alle jungen Männer der Stadt zu einem Viehtrieb aufgebrochen sind. Er versucht, die Stadt vor dem bevorstehenden Raubüberfall zu warnen, doch bis auf den Sheriff, seinen alten Freund Scotty (James Best) und den alten Kauz Dan Evans (Frank Ferguson) hassen ihn alle und wollen ihn loswerden. Trotz dieser Unfreundlichkeit willigt Clint schließlich ein, Scotty bei der Verteidigung der Stadt gegen die Bande zu helfen. Dabei erfährt er, dass Helen in einer Woche Scotty heiraten wird. Unterdessen schmieden Tom Morrison und sein Neffe Rick (Rex Holman) einen Plan, Clint zu töten, indem sie es wie Notwehr aussehen lassen...






Der Film zeigt Audie Murphy in einer für ihn sehr typischen Rolle als sympathischen Draufgänger, der natürlich auch eine nicht immer gute Vergangenheit aufweisen kann und zunächst etwas ambivalent zwischen zwei Ideen pendelt. Einerseits will er ein guter Mensch und bürgerlich werden, andererseits sind aber die Geister des Banditendaseins immer noch präsent.






Bewertung: 7 von 10 Punkten. 

Fahrkarte nach Marseille













Regie: Michael Curtiz

Patrioten...

Im Jahr 1943 war der zweite Weltkrieg noch im vollen Gange und Hollywood steuerte einige Propagandafilme und patriotische Heldenfilme bei, um die Kriegsmoral zu stärken. Humphrey Bogart drehte nach "Casablanca" erneut mit Regisseur Michael Curtiz einen Film, der während des Krieges spielt, aber diesmal viel näher am wirklichen Kriegsgeschehen ist. Neben Bogart gab es auch ein Wiedersehen mit Peter Lorre, Claude Rains, Helmut Dantine und Sidney Greenstreet, die alle auch in Nebenrollen in "Casablanca" glänzten. Bogart wollte den Film unbedingt machen. Der Film heißt "Fahrkarte nach Marseille" zeigt die hässliche Fratze des Krieges, was am halbdokumentarischen Ansatz und dem unerwarteten Tod zweier Hauptfiguren liegt. Er zeigt die patriotische Seite des Kampfes, den die französische Nation mehr als bereit ist. "Fahrkarte nach Marseille" wurde zu einem finanziellen Erfolg, die Kinoeinnahmen weisen einen Gewinn von weit über einer Millionen Dollar aus, was zu jener Zeit ein extremer Kassenerfolg war.  1942 trifft der Journalist Manning (John Loder) auf einem britischen RAF-Stützpunkt ein, um sich über die Freien Franzosen im Kampf gegen die Deutschen zu informieren. Zusammen mit Captain Freycinet (Claude Rains) beobachtet er die Vorbereitungen französischer Bomberbesatzungen für einen Angriff. Mannings Interesse gilt dem Bordschützen Jean Matrac (Humphrey Bogart), und Freycinet erzählt dessen Geschichte: Zwei Jahre zuvor, kurz vor der Niederlage Frankreichs gegen die Deutschen, werden fünf Männer in einem kleinen Kanu in der Karibik vom Frachtdampfer "Ville de Nancy“ gefunden. Die fünf – Marius (Peter Lorre), Garou (Helmut Dantine), Petit (George Tobias), Renault (Philip Dorn) und ihr Anführer Matrac – werden gerettet und an Bord des französischen Frachters unter Kapitän Malo (Victor Francen) gebracht. Zunächst geben sie sich als französisch-venezolanische Bergleute aus, die in ihre Heimat zurückkehren, um für ihr Vaterland zu kämpfen. Doch als Captain Freycinet sie konfrontiert, gestehen die fünf, dass sie von der Teufelsinsel – der französischen Strafkolonie Cayenne in Französisch-Guayana – geflohene Sträflinge sind. Sie waren von Großvater (Wladimir Sokoloff) einem glühend patriotischen Ex-Sträfling, angeworben worden, um in Frankreichs Notlage für das Land zu kämpfen. Die Häftlinge hatten Großvater von Matracs Leiden im Frankreich der Vorkriegszeit erzählt, um den alten Mann davon zu überzeugen, Matrac mit der Führung der Flucht zu beauftragen. Matrac, ein engagierter Zeitungsverleger, der gegen das Münchner Abkommen war, war fälschlicherweise des Mordes beschuldigt worden, um ihn zum Schweigen zu bringen. Als die "Ville de Nancy“ sich dem Hafen von Marseille näherte, hatte Frankreich bereits vor Nazi-Deutschland kapituliert, und eine kollaborierende Vichy-Regierung war an die Macht gekommen. Nachdem Kapitän Malo die Nachricht erhalten und sie seiner Mannschaft emotional überbracht hatte, beschloss er insgeheim, seine wertvolle Ladung nicht an die Deutschen auszuliefern, sondern stattdessen Kurs auf Großbritannien zu nehmen. Der Vichy-treue Passagier Major Duval (Sydney Greenstreet) organisierte einen Versuch, das Schiff zu kapern, scheiterte jedoch, vor allem dank der Flüchtlinge. Ein weiterer Vichy-treuer Reisender, Jourdain (Hans Conried), schafft es, die Koordinaten des Schiffes an einen Nazi-Bomber zu übermitteln, der das Schiff daraufhin angreift. Die Geflohenen schießen den Bomber ab, wobei Marius und der noch sehr junge patriotische Schiffs-Stewart (Billy Roy) ihr Leben verlieren. In England angekommen, schließen sich die überlebenden Sträflinge der Freien Französischen Bomberstaffel an. Während Freycinet seine Erzählung beendet, kehrt die Staffel von ihrem Einsatz über Frankreich zurück. Renaults Bomber verspätet sich, da Matrac vor jedem Einsatz einen Brief über dem Haus seiner Familie im besetzten Frankreich abwerfen darf – um so die Verbindung zu seiner Frau Paula (Michele Morgan) und seinem Sohn (Peter Miles), den er nie kennengelernt hat, aufrechtzuerhalten. Renaults Bomber landet schließlich. Er ist schwer beschädigt, und Matrac ist tot. Bei Matracs Beerdigung liest Freycinet dessen letzten, unzustellbaren Brief an seinen Sohn vor – eine Vision vom Tag, an dem das Böse für immer besiegt sein wird – und verspricht, dass der Brief zugestellt wird...








Die Flugsequenzen zeigen die Freien Französischen Luftstreitkräfte (Forces Aériennes Françaises Libres, FAFL) mit Boeing B-17 Flying Fortress-Bombern. Die Produktion nahm sich Freiheiten gegenüber den tatsächlichen Bombenangriffen der Freien Französischen Einheiten, die hauptsächlich mittlere Bomber wie die Martin B-26 Marauder einsetzten. Die Verwendung der allgegenwärtigen B-17 war darauf zurückzuführen, dass sie dem amerikanischen Publikum bekannt war.
Eine Szene, in der Bogarts Figur Matrac die wehrlose Besatzung eines abgeschossenen deutschen Bombers mit einem Maschinengewehr beschießt, wurde in ausländischen Fassungen des Films von der Zensurbehörde entfernt.
Aus heutiger Sicht ist der stark patriotische Film natürlich viel mehr auf dem Prüfstand wie damals. Es muss akzeptiert werden, dass Franzosen, die durch andere Franzosen auf die Teufelsinsel abgeurteilt worden sind, ihr Heimatland immer noch so sehr lieben, dass sie ihr Leben dafür opfern würden. Die Haftbedingungen auf der Teufelsinsel waren brutal und menschenunwürdig. Hier siegt aber das heroische Element und inszenatorisch lebt der Film von seinen Rückblenden. Es wirkt alles etwas künstlich, die Optik ist aber brillant (Kameramann war James Wong Howe, der zweifache Oscargewinner (Die tätowierte Rose, Der Wildeste unter Tausend), der von den Mitgliedern der International Cinematographers Guild neben Billy Bitzer (Die Geburt einer Nation), Gregg Toland („Sturmhöhe“), Freddie Young („Lawrence von Arabien“), Jordan Cronenweth („Blade Runner“), Conrad L. Hall („Butch Cassidy und Sundance Kid“), Sven Nykvist („Schreie und Flüstern“), Vittorio Storaro („Apocalypse Now“), Haskell Wexler („Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“), Gordon Willis („Der Pate“) und Vilmos Zsigmond („Die durch die Hölle gehen“) zu den 11 einflussreichsten Kameramänner der Filmgeschichte gewählt wurden.






Bewertung:7,5 von 10 Punkten.  

Gewehre zum Apachenpass















Regie: Willam Wintey

Gewehre für Cochise...

Der Film- und Fernsehregisseur William Witney (1915 bis 2002) hat in seiner aktiven Zeit mehr als 100 Filme gedreht, er gehört damit zu den Königen des B-Films. Er hatte sicherlich eine Vorliebe für Western und begann seine filmische Laufbahn als Botenjunge bei den Republic Pictures, wo er sich immer weiter hoch arbeitete. Neben vielen Folgen der Westernserie "Bonanza" drehte er mit "Aufstand in Arizona", "Goldtransport durch Arizona" und "Gewehre zum Apachenpass" insgesamt auch drei Filme mit Audie Murphy. "Gewehre zum Apachenpass" aus dem Jahr 1967 war auch der vorletzte Western von Murphy, der im Jahr 1971 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam.  Im Arizona-Territorium des Jahres 1868 befinden sich die Apachen unter der Führung von Cochise (Michael Keep) auf dem Kriegspfad. Armeehauptmann Bruce Coburn (Audie Murphy) erhält den Auftrag, Siedler nach Apache Wells zu eskortieren, wo sie ihre Verteidigung gegen die Apachen konzentrieren können. Doch es gibt Unstimmigkeiten in den Reihen, da einige der Männer unter Coburns Kommando das Gefühl haben, zu hart rangenommen zu werden. Coburn muss Korporal Bodine (Kenneth Tobey) disziplinieren, weil dieser rationiertes Wasser gestohlen hat. Bei einem Angriff auf Apache Wells wird einer der Siedler, Harry Malone (Kenneth MacDonald), getötet. Seine beiden Söhne, Mike (Michael Blodgett), der Ältere und der jüngere, schüchternere Doug (Michael Burns), treten daraufhin der Armee bei. Um sich in Apache Wells verteidigen zu können, benötigen die Soldaten im Fort Waffen. Coburn wird losgeschickt, um eine Lieferung Repetiergewehre, die unterwegs ist, in Sicherheit zu bringen oder zumindest zu verhindern, dass sie in die Hände der Apachen fällt. Unterwegs werden Coburn und seine Männer angegriffen. Die unerfahrenen Malone-Brüder sollen die Pferde bewachen, doch Mike missachtet die Befehle und kämpft gegen die Indianer. Zuletzt sieht man ihn lebend, wie er seinen jüngeren Bruder um Hilfe anfleht. Doch Doug, der noch nie gekämpft hat und von den Apachen zutiefst verängstigt ist, traut sich nicht, seinem älteren Bruder zu Hilfe zu kommen. Als die anderen Soldaten Doug hinter Felsen versteckt und schluchzend entdecken, wird er als Feigling verachtet. Seine Scham ist vollkommen, als er später mitbekommt, wie der angewiderte Captain Coburn sagt, er habe keine Verwendung für „einen wertlosen grünen und feigen Jungen“. Den Überlebenden der Patrouille gelingt es, die Waffenlieferung in Empfang zu nehmen. Auf dem Rückweg nach Apache Wells beschließen Bodine und vier weitere Soldaten, mit den Gewehren nach Mexiko zu desertieren und Coburn und den verwundeten Feldwebel Walker (Robert Brubaker) gefesselt zurückzulassen. Nach einigem Zögern enttäuscht Doug Coburn erneut, als er sich den Deserteuren anschließt, nachdem Bodine ihm versprochen hat, die beiden Gefangenen freizulassen. Doch Bodine plant, sie zu töten und zündet eine Lunte an einem Dynamitfass in dem Wagen, an den Coburn gefesselt ist. Nachdem sich Coburn Sekunden vor der Explosion des Wagens befreit hat, hilft er dem verwundeten Walker zurück nach Apache Wells. Er will zurückkehren und die Gewehre holen, doch der Kommandant, Oberst Reed (Byron Morrow), erklärt, er könne keine Männer entbehren und befiehlt Coburn zu bleiben. Er droht ihm mit einem Kriegsgerichtsverfahren wegen des Scheiterns seiner Mission. Coburn missachtet den Befehl und macht sich trotzdem allein auf die Suche nach Bodine, der versucht, die gestohlenen Gewehre gegen Gold an die Apachen zu verkaufen. Unter einer weißen Flagge trifft Bodine auf Cochise und willigt ein, ihn zum Versteck der Gewehre zu führen. Unterdessen entdeckt Captain Coburn die Deserteure, die das Gewehrlager bewachen, und greift sie im Alleingang an. Doug, der immer noch von Coburn als Feigling beschimpft wurde, fasst neuen Mut und stürzt sich ins Getümmel. Er hilft Coburn, die anderen Deserteure zu töten und die Gewehre zurückzuerlangen. Coburn reicht Doug die Hand, um ihm zu zeigen, dass er den jungen Mann nun als ehrenhaften Soldaten respektiert, bevor er ihm befiehlt, die Gewehre nach Apache Wells zu bringen. Cochise und Bodine verfolgen Coburn und holen ihn ein. Um Zeit zu gewinnen, verteilt Coburn fünf Repetiergewehre an Positionen, von denen aus er mehrere Apachen abwehren kann. Als Doug die Gewehre der Garnison in Apache Wells übergibt und Colonel Reed die Ereignisse schildert, befiehlt der Kommandant, die Gewehre an die Soldaten auszugeben, um Coburn zu befreien. Doug führt sie zu dem belagerten Captain. Die Rettungsmannschaft trifft ein, gerade als ihm die Munition ausgeht. Nach einem erbitterten Kampf werden die Apachen in die Flucht geschlagen, und Bodine flieht allein, verfolgt von Coburn. In einem letzten Feuergefecht zwischen den beiden Feinden tötet Coburn Bodine. Doug begleitet Coburn und die siegreichen Soldaten zurück nach Apache Wells, wo Coburn von einem dankbaren Colonel Reed empfangen wird und Doug mit seiner Familie wiedervereint wird, die ihn für tot gehalten hatte...









Tatsächlich hätte man aus der Konstellation der beiden ungleichen Brüder etwas mehr Tiefe herausholen können. Aber der B-Western begnügt sich damit, dass sich der junge Doug durch einige Heldentaten wieder rehabilitieren kann. Immerhin bleibt er am Leben - meistens mussten solche Filmfiguren, die Schuld auf sich geladen haben, nicht nur eine überraschend gute Heldentat und größtem Mut vollbringen, sondern endeten meistens auch mit dem Filmtod. "Gewehre zum Apachenpass" ist zwar unterhaltsam, aber sicherlich nicht der beste Audie Murphy Film. Er huldigt zu sehr den Militarismus. 






Bewertung. 7 von 10 Punkten.