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Mittwoch, 11. Dezember 2024

Der Gefangene von Zenda

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Richard Thorpe

Doppelgänger.. 

Anfang der 50er Jahre war der britische Schauspieler Stewart Granger einer der beliebtesten Kinostars überhaupt. In Deutschland wurde ihm zweimal - 1949 und 1950 - ein Bambi in der Kategorie "Bester internationaler Schauspieler" verliehen. Granger war prädestiniert für Heldenrollen in Abenteuer- oder Mantel und Degen Filmen wie "Scaramouche, der galante Marquis", "Die Thronfolgerin", "König Salomons Diamanten", "Beau Brummell", "Gefährten des Grauens" oder "Im Schatten der Krone". Letzterer war ein Remake des Erfolgsfilms "Der Gefangene von Zenda" aus dem Jahr 1937 mit Ronald Colman, Madeleine Carroll und Douglas Fairbanks jr. - das Remake mit Stewart Granger in einer Doppelrolle wurde von Richard Thorpe (Tal der Rache, Ivanhoe, Die Ritter der Tafelrunde, Stärker als Ketten, Der große Caruso) inszeniert. Thorpes Farbfilmversion sieht optisch gut aus, kann aber nicht über eine mangelnde Originalität hinwegtäuschen. Man hat sich dafür entschieden Szene für Szene der Version von 1937 zu kopieren und auch die Filmmusik von damals (Alfred Newman zu verwenden. Dieser Mangel an neuen Ideen hat vermutlich dafür gesorgt, dass der Film eher operettenhaft und ziemlich konventionell bis nostalgisch wirkt. Der beste Beweis liefert der Höhepunkt des Films, wenn Granger und Co-Star James Mason ein ziemlich ausuferndes Fechtduell austragen, dass man in dieser Art schon 1000x ähnlich gesehen hat. Auch der Schluß, in dem die Liebe Verzicht üben muss, wirkt extrem vorhersehbar. Natürlich diente der Roman "Der Gefangene von Zenda" von Anthony Hope aus dem Jahr 1894 als literarische Vorlage, aber vielleicht wäre es ratsam gewesen dieses farbenprächtige Update eines früheren Erfolgsfilms etwas frischer und moderner zu gestalten.  Im Juni 1897 macht der englische Gentleman Rudolf Rassendyll (Granger) einen Angelurlaub in Ruritania, einem kleinen Königreich auf dem Balkan. Während seines Aufenthalts ist er verblüfft über die seltsamen Reaktionen der Einheimischen ihm gegenüber. Rassendyll findet den Grund dafür heraus, als er Colonel Zapt (Louis Calhern) und Captain Fritz von Tarlenheim (Robert Coote) trifft. Zapt stellt ihn dem bald gekrönten König Rudolf V. vor, der sich nicht nur als sein entfernter Verwandter herausstellt, sondern ihm auch (bis auf den Schnurrbart des Engländers) sehr ähnlich sieht. Der König ist zunächst überrascht, findet aber großen Gefallen an dem Engländer und lädt ihn ein, im königlichen Jagdschloss zu übernachten. Sie feiern ihre Bekanntschaft, indem sie bis spät in die Nacht trinken. König Rudolf ist besonders erfreut über eine Flasche Wein, die ihm sein intriganter Halbbruder, Herzog Michael (Robert Douglas), geschenkt hat, also trinkt er sie ganz selbst aus und wird bald ohnmächtig. Am nächsten Morgen kommt eine verheerende Entdeckung: Der Wein war mit Drogen versetzt. Rudolf kann nicht geweckt werden, und wenn er an diesem Tag nicht an der Krönung teilnehmen kann, wird Michael versuchen, die königliche Autorität als Regent zu übernehmen. Es stellt sich heraus, dass Michael verbittert ist, dass der jüngere Rudolf König ist, weil seine Mutter kein königliches Blut hatte. Zapt kann einen widerstrebenden Rassendyll davon überzeugen, sich für die Zeremonie als Rudolf auszugeben. Rassendyll trifft Rudolfs Verlobte, Prinzessin Flavia (Deborah Kerr). Sie hatte ihren Cousin Rudolf bisher nicht gemocht, findet ihn jetzt aber sehr verändert vor, sehr zum Besseren. Während sie Zeit miteinander verbringen, verlieben sie sich ineinander. Nach der Krönung kehrt Rassendyll zurück, um seine wahre Identität wieder anzunehmen, nur um herauszufinden, dass der König von Rupert von Hentzau (James Mason), Michaels charmant amoralischem Handlanger, entführt wurde. Rassendyll ist gezwungen, die Nachahmung fortzusetzen, während Zapt nach Rudolf sucht. Michael kann die Maskerade nicht anprangern, ohne sich selbst zu belasten. Hilfe kommt aus unerwarteter Richtung. Um König zu werden, muss Michael seine Cousine Flavia heiraten. Rupert stellt Rassendyll eine Falle und kommt mit zwei anderen Männern, um ihn zu töten. Doch bevor Rupert eintrifft, schleicht sich Antoinette de Mauban (Jane Greer), Michaels eifersüchtige französische Geliebte, herein und enthüllt Rassendyll, dass es eine Falle ist, um ihn zu töten, und der König in Michaels Schloss in der Nähe von Zenda festgehalten wird. Aber wie kann der Regent befreit werden ?"







Der Gefangene von Zenda", der in Deutschland unter dem Titel "Im Schatten der Krone" zur damaligen Zeit Kinoerfolge feierte, spielte weltweit ca. 5,5 Millionen Dollar ein. Die tadellos gute Kameraführung lag bei Joseph Ruttenberg, die künstlerische Leitung übernahmen Cedric Gibbons und Hans Peters, während das Kostümdesign von Walter Plunkett stammte. Die Darstellerleistungen sind gut - am überzeugendsten ist tatsächlich Louis Calhern (Asphalt Dschungel, Julius Caesar, Die Saat der Gewalt) als der königstreue Zapf. Stewart Granger macht als Held natürlich sowieso eine gute Figur und Deborah Kerr sieht hinreißend schön aus.







Bewertung: 6,5 von 10 Punkten. 
 

Sonntag, 19. Februar 2023

Ein himmlischer Sünder


 

 

 

 

 

 

Regie: Ernst Lubitsch

Wohim im Jenseits ?

"Heaven can wait" heißt sowohl der erfolgreiche Warren Beatty Film aus dem Jahr 1978 als auch der Technicolorfilm von Ernst Lubitsch aus dem Jahr 1953. Dieser Film bekam in Deutschland den Titel "Ein himmlischer Sünder" und wurde von Samson Raphaelson nach dem Theaterstück "Birthday" von Leslie Bush-Fekete geschrieben. Der Musikscore stammt von Alfred Newman, Kameramann war Edward Cronjager.Auch dieser Film glänzt durch den leichten "Lubitsch Touch", der in Berlin geborene deutsche Regisseur feierte als Immgirant ab den 20er Jahren große Erfolge in der amerikanischen Traumfabrik. Kurz vor seinem Tod wurde er mit einem Ehrenoscar geehrt, seine bekanntesten US-Filme sind "Ärger im Paradies", "Rendezvous nach Ladenschluß", "Ninotschka" und "Sein oder Nichtsein". "Ein himmlischer Sünder" ist der verstorbene Henry van Cleve (Don Ameche), der nun im Jenseits den opulenten Empfangsbereich der Hölle betritt. "Seine Exzellenz" (Laird Gregar) empfängt ihn persönlich. Doch es ist nicht so einfach im unteren Bereich des Jenseits aufgenommen werden - man muss natürlich die strengen Aufnahmekriterien erfüllen. Henry ist sich aber sicher, dass er es an der anderen Tür, weiter oben, schon gar nicht versuchen braucht. Zum Beweis seiner Würdigkeit in dem ewigen Feuer aufgenommen zu werden, beginnt er die Geschichte seines ausschweifenden Lebens zu erzählen. Schon als kleiner Junge (Scottie Beckett) hat er großen Gefallen am anderen Geschlecht und schenkt seiner Freundin zwei Käfer, um ihre Gunst zu erringen. Auch als Teenager (Dickie Moore) ist er kein Kind von Traurigkeit und lässt sich nur allzu gerne von der französischen Gouvernante (Signe Hasso) zum Alkoholkonsum verführen. Die Eltern Randolph (Louis Calhern) und Berta (Spring Byington) haben ihn auch sehr verwöhnt, können sich aber nicht erklären, von wem der Junge dieses gewagten Lebensstil hat. Großvater Van Cleve (Charles Coburn) kann es sich vielleicht denken Jedenfalls ist Cousin Albert (als 15jähriger Dickie Jones, als Erwachsener Allyn Joslyn) der Stolz der Familie. Als Erwachsener wird er Rechtsanwalt und will die schöne Martha Strabel (Gene Tierney) ehelichen. Das Mädchen ist die Tochter des Fleischfabrikanten E. F. Strabel (Eugene Pallette) und seiner Frau (Marjorie Main), die sich ständig streiten. Kurz bevor die Familie Strabel den Van Cleves vorgestellt werden soll, lernt sie rein zufällig Henry kennen, von dem sie aber nicht weiß, dass er der Cousin ihres zukünftigen Gatten ist.Henry verliebt sich sofort in die unbekannte junge Frau Aus diesem Grund ist mehr als traumatisiert, als sich auf dem Empfang herausstellt, dass seine Traumfrau Albert heiraten soll. Da hilft nur eines: Spontane Entführung und Albert als Bräutigam zuvorkommen....






Das gelingt natürlich nur, weil Martha sich auch schon längst in den Casanova und Schwerenöter verliebt hat. Don Ameche und Gene Tierney überzeugen als Ehepaar, dass durch Höhen und Tiefen geht. Charles Coburn ist köstlich, auch Marjorie Main und Eugene Pallette als Ehepaar Strabel haben einige großartige Szenen. Mit "Ein himmlischer Sünder" kehrte Lubitsch zu einem märchenhafteren Stil zurück. Er wollte laut eigenen Angaben einen Film über einen Mann drehen, denn es einzig und allein interessierte, gut und glücklich zu leben. Andere Ambitionen hatte er nicht. Lubitsch hoffte, dass die Zuschauer einige seiner vorgestellten Filmfiguren liebenswert finden würden und tatsächlich wurde "Ein himmlischer Sünder" ein gr0ßer Erfolg, der an der Kasse 4 Millionen Dollar einspielte. Die Geschichte, die um 1900 spielt, und bewusst etwas altmodisches hat, wurde auch in den Kategorien kamera, Regie und als bester Film für einen Oscar nominiert.







Bewertung. 8 von 10 Punkten. 

Montag, 1. Oktober 2018

Fluch des Blutes

























Regie: Anthony Mann

Die Tür zur Hölle....

"Fluch des Blutes" (Original: Devils Doorway) ist ein Western von Anthony Mann, der im Jahr 1950 gedreht wurde. Gemeinsam mit Delmer Daves "Der gebrochene Pfeil" sind es die ersten Westernfilme, in denen Indianer nicht mehr als wilde Tiere, sondern intelligent dargestellt werden. Sie entstanden zur gleichen Zeit und kamen mit einem Monat Abstand in die amerikanischen Kinos. Beide Filme eröffneten damit einen neuen Trend des Genres. Die Behandlung der Indianerfrage bekam damit eine filmische Wendung, wobei die Wirkung von "Der gebrochene Pfeil" weitaus stärker war. Denn Delmer Daves gelang es die Emotionen der Kinogänger zu rühren, er stellt die Würde und Liebe zwischen einem weißen Mann und einer Indianerin sowie die große Freundschaft dieses Mannes zu einem Indianerhäuptling in den Mittelpunkt. "Fluch des Blutes" ist dagegen hart und bitter, am Ende steht auch nicht der Versöhnungsgedanke wie Daves Film, sondern Mann lässt es auch ungelöst und grimmig enden - tatsächlich liegt er damit näher an der Wirklichkeit. Denn die Indianer haben erst im 20. Jahrhundert die US-Staatsbürgerrechte verliehen bekommen, was aber noch lange nicht bedeutete, dass sie damit auch als gleichberechtigte Staatsbürger behandelt wurden.
Anthony Mann, der in den 40ern vornehmlich auf Noirs spezialisiert war, gab mit "Fluch des Blutes" seinen Einstand im Westernfach. Der Film spielte damals 2,1 Millionen Dollar ein, sein filmischer Verwandter "Broken Arrow" schaffte aber 3,5 Millionen Dollar und hatte so beim Publikum eindeutig die Nase vorn. Manns Nähe zum Film Noir ist in "Fluch des Blutes" allgegenwärtig.
Heute gilt "Fluch des Blutes" als eines der großen Meisterwerke des Regisseure und er ist bis heute ein Film geblieben, der noch entdeckt werden muss.
Die Geschichte spielt kurz nach dem Ende des Sezessionskrieges. Auch Indianer haben in der US-Armee gedient und Lance Poole (Robert Taylor) vom Stamm der Shoshoni, hat es sogar zum Sergeant Major bei der Konföderiertenarmee gebracht. Nun hat der Kogress ihn sogar mit seinem höchsten Tapferkeitsorden, dem Congressional Medal of Honor, ausgezeichnet.
In seiner Heimat in Medicine Bow, Wyoming trinkt er zur Begrüßung mit dem Wirt Bob Trammell (Tom Fadden) und dem Sheriff Zeke Carmody (Edgar Buchanan). Noch scheint alles in bester Ordnung zu sein - Lance hat vor seine Farm ausserhalb der Stadt zu bewirtschaften. Doch am Tresen steht ein Mann, der den Rassenhass in diesen Landstrich bringen wird. Es ist der Anwalt Verne Coolan (Louis Calhern). Der lockt Schafzüchter mit ihren riesigen Herden ins Tal und hetzt sie auf den Grundbesitz des Indianers. Denn laut Gesetz ist ein Indianer gar kein Staatsbürger und kann deshalb keinen Anspruch auf Grundbesitz erheben. Somit wäre selbst ein Soldat des Bürgerkriegs, wenn er Indianer ist, von diesem Gesetz betroffen - man könnte ihn sofort von eigenen Land vertreiben und hätte das Recht auf seiner Seite. Nach gewissem Zögern sucht Lance Hilfe bei der Anwältin Orrie Masters (Paula Raymond), die versucht für Lance eine Petition mit den Unterschriften der wichtigsten Bürger der Stadt zu bekommen und so die Regierung zu überzeugen. Zur gleichen Zeit sind auch einige von hungernden Indianer Familien aus dem für sie zugewiesene Reservat geflohen und haben bei Lance auf der Farm Unterkunft und Zuflucht erhalten. Dies nutzt der rassistische Anwalt um weiter Unfrieden zu stiften. Er provoziert einen Streit zwischen einem Schafzüchter und Lance. Ein Schuß fällt und mit ihm haben sich die guten Chancen für Lance ins Gegenteil verkehrt....




Am Ende kommt es zur Stürmung der Farm seitens der Armee und die Indianer werden die Verlierer sein. Schnörkellos und unerbittlich hat Anthony Mann zielgerichtet den Zuschauer zum unausweichlichen Finale geführt, dort wartet der Tod. Anhand des kleinen Indianerjungen Jimmy, gespielt von Henry Marco, zeigt sich wie sich der Hass vererben kann. Er lernt schon in früher Kindheit, was es heißt Indianer und damit Benachteiligter zu sein und er hofft, dass Lance ihm eine Waffe in die Hand gibt. So schnell wird aus einem Kind ein Kindersoldat. Manns Film lässt konsequenterweise keinen einzigen Hoffnungsschimmer zu und ist somit auch noch heute einer der grimmigsten Western der Filmgeschichte.




Bewertung: 9 von 10 Punkten.

Sonntag, 9. Oktober 2016

Julius Caesar

























Regie: Joseph L. Manciewicz

Tyrannenmord...

Im Römischen Reich bezeichnete man Festtage, die im römischen Kalender in der Monatsmitte lagen als Iden. Sie fielen entweder auf den 15ten oder auf den 13ten Tag des Monats. Die Ermordung von Gaius Julius Caesar am 15. März des Jahres 44 fiel auch auf den Iden. Und der Diktator soll ja auch am Tage vor dem Anschlag mit den Worten "Cave Idus Martias" (deutsch: Hüte dich  vor den Iden des März) gewarnt worden sein. Seither bedeutet der Begriff "Iden des März" als Metapher für ein bevorstehendes Unheil.
1599 schrieb der große William Shakespeare seine berühmte Tragödie "The Tragedy of Julius Caesar", die dieses Attentat in der Antike beschreibt. Während einer Senatssitzung im Theater des Pompeius wurde Caesar mit 23 Dolchstichen ermordet. An der Verschwörung beteiligten sich ca. 60 Personen.
Für manche Kritiker ist "Julius Caesar" ein Stück, das den Tyrannenmord rechtfertigt. Andere sehen eher das monarchistische Drama, das den Mord gegen den Herrscher stark verurteile. Zumindest kann man sagen, dass sein Stück recht doppelbödig wirkt, aber gerade diese Ambivalenz ist der Reiz der Geschichte. Der Zuschauer muss sich selbst die Frage stellen, wie er diese Geschichte beurteilt. Weder Caesar noch Brutus sind daher vollständig positive Charaktere, man kann aber sagen, dass vor allem Brutus eine tragische Figur darstellt. Er ist der Einzige der Verschwörer, der keine egoistischen Absichten mit dem Mord verfolgte - es ging ihm um das Wohl der römischen Bevölkerung.  Der Stoff selbst ist bis heute politisch brisant geblieben, denn es geht um nichts weniger als um die Rechtmäßigkeit der Verwerflichkeit des Tyrannenmords.
1953 nahm sich Hollywood dieses klassischen Stoffes an und wurde realisiert von Joseph L. Mankiewicz, der zuvor mit seinen Filmen "Ein Brief an drei Frauen" und "Alles über Eva" zweimal hintereinander den Regie-Oscar gewinnen konnte. Seine Ambitionen waren groß - er wollte nur britische Darsteller für den Film verpflichten. Doch das Vorsprechen von Marlon Brando war so überzeugend, dass man den Rebellen von Hollywood dem Theaterschauspieler Paul Scofield vorzog.
Noch am Morgen des Tags überlegt sich Caesar (Louis Calhern) der Senatsitzung fernzubleiben, denn seine Frau Calpurnia (Greer Garson) hatte einen schrecklichen Alptraum, sie sah im Traum die drohende Gefahr für ihren Gatten. Eine weitere Warnung bekam der Imperator von einem Wahrsager (Richard Hale)...hüte Dich vor den Iden des März. Tatsächlich ist eine Verschwörung im Gange, die vor allem von Cassius (John Gielgud) und Casca (Edmund O´Brien) vorangetrieben wird. Gemeinsam versuchen sie Brutus (James Mason) auf ihre Seite zu ziehen. Brutus liebt Caesar wie einen Vater, doch er sieht mit starkem Bedenken seine immer stärker werdende Macht, die die Freiheiten der Bürger zunehmend einschränken wird. Auch Brutus Frau Portia (Deborah Kerr) hat düstere Vorahnungen. Tatsächlich gelingt es den Verschwörern Brutus umzustimmen. Vor dem Senatsgebäude wird Caesars treu ergebener Freund und Mitkonsul Marcus Antonius (Marlon Brando) unter einem Vorwand von Caesar abgelent. Dann vollzieht sich der Verrat, dem ersten Dochstoß folgen weitere. Am Ende seines Lebens erkennt der Tyrann, dass auch sein geliebter Brutus mitgemacht hat "Auch du, mein Sohn" so seine letzten Worte....


Von den vielen Verfilmungen des Stücks ist die Version von 1953 immer noch die bekannteste. Gleich 5 Nominierungen für den Oscar sprangen heraus. Aber nur der Preis fürs beste Szenenbild von Cedric Gibbons, Edward Carfagno, Edwin B. Willis und Hugh Hunt wurde gewonnen. In der Kategorien "Bester Film", "Bester Regisseur", Bester Darsteller Marlon Brando und Beste Kamera Joseph Ruttenberg ging "Julius Caesar" leer aus. Natürlich wirkt der film sehr theaterhaft, aber die Darstellungen sind alle sehr überzeugend, vor allem James Mason, John Gielgud und Marlon Brando, der sich selbst gar nicht so überzeugend fand wie die Kritiker und Zuschauer.



Bewertung: 8 von 10 Punkten.