Dienstag, 28. Juli 2026

Die Nylonschlinge















Regie: Rudolf Zehetgruber

Der Mörder von Schloss Elford Manor...

Der an die Edgar Wallace Filme angelehnte deutsche Krimi "Die Nylonschlinge" von Rudolf Zehetgruber hatte am 30. Juli 1963 seinen Kinostart und somit noch vor dem echten Wallace "Das indische Tuch" Premiere, der erst am 13. September Premiere im Kino feierte. Dabei zählte der Epigone 844.000 Zuschauer, das indische Tuch kam auf 1,9 Millionen und wurde mit dieser Zuschauerzahl einer der Top20 Filme des Jahres. Die Mordinstrumente der beiden Filme ähneln sich natürlich, denn sowohl mit der besagten Nylonschlinge als auch mit dem indischen Tuch gelingt es dem Meuchelmörder sich von hinten an seine Opfer heranzuschleichen, ohne dass diese Menschen die Gefahr ahnen und schon schnappt die tödliche Falle zu. Rudolf Zehetgruber hat sich in den 60er Jahren auf solche Filme spezialisiert, er inszenierte auch "Die schwarze Kobra", "Piccadilly Null Uhr Zwölf", "Das Wirtshaus von Dartmoor", "Das Geheimnis der chinesischen Nelke", "Mädchen hinter Gittern" sowie zwei "Kommissar X" Filme. Als während einer Striptease-Nummer in der Londoner Esquire-Bar das Licht ausgeht, wird ein Ermittler von Scotland Yard mit einer Nylonschlinge erdrosselt, Inspektor Harvey (Dietmar Schönherr) und Sergeant Masters (Denis Seiler) übernehmen die Ermittlungen. Powers hatte den Nachtclub anstelle des erpressten Mr. Wilkins (Karl Scherrer) aufgesucht. Wenig später wird auch dieser mit einer Nylonschlinge erwürgt. Wilkins war Mitglied einer derzeit auf dem Schloss Elford Manor stattfindenden Gründungsversammlung der Southern Oil Company. Sehr bald wird klar, dass die meisten dieser Versammlungsmitglieder ebenfalls Erpresserbriefe erhalten haben. Darin wird der Empfänger aufgefordert 15.000 Pfund zu bezahlen, ansonsten hat die letzte Stunde geschlagen. Unterdessen entdecken Harvey und Masters auf Elford Manor noch weitere merkwürdige Vorkommnisse und Personen. So hat der junge Lord Elford, Sir David (Alex Freihart), ein Verhältnis mit der freizügigen Tänzerin Nicole (Laya Raki)aus der Esquire-Bar. Der alte Lord (Gustav Kloster) scheint hingegen wie besessen von wissenschaftlichen Untersuchungen an den Mumien aus den Schlosskatakomben, in denen sich auch noch eine unheimliche Gestalt mit verbranntem Gesicht namens Henry (Ady Berber) herumtreibt. Es dauert schließlich nicht lange, bis weitere Gesellschafter dem Nylonschlingen-Mörder zum Opfer fallen. Somit ist der Rest der Gesellschaft Charles Clifton (Gustav Knuth), Jane Stone (Helga Sommerfeld), Mr. Harrison (Ernst Schröder) oder Mrs. Wells (Hedda Ippen) weiterhin in Gefahr, wobei es wahrscheinlich ist, dass sich unter Ihnen auch der Mörder befindet...





Zunächst deutet alles auf Adi Berber hin, aber hier in der "Nylonschlinge" ist seine Rolle etwas vielschichtiger. Die Kulissen wurden vom Szenenbildner Albert Bollinger entworfen. Diesmal spielt Dietmar Schönherr den ermittelnden Inspektor, in den folgenden verwandten Kinofilmen "Das Geheimnis der gelben Nelke" oder "Das Ungeheuer von London City" mimte er am Ende den gesuchten Mörder. 



Bewertung: 6,5 von 10 Punkten. 

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