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Dienstag, 17. Februar 2026

Zwei ritten nach Texas












Regie: James W. Horner

Der Pfad der einsamen Kiefer..

"Way out West" aus dem Jahr 1937 wurde von James W. Horne inszeniert und ist einer der besten Filme des legendären Komiker-Duos Stan Laurel und Oliver Hardy. Auch die beiden Stars selbst gaben diesen witzigen Western als einen ihrer Lieblingsfilme an. "Way out West" wurde für einen Oscar in der Kategorie Filmmusik nominiert und der Filmsong "Trail of the Lonesome Pine" wurde 1975 zum überraschenden Chartshit in Großbritannien, er schaffte es bis Platz 2 in den "Top of the Pops".  Diese musikalische Einlage ist einer der absoluten Höhepunkte dieses Films, der nur 63 Minuten dauert. Nach der zweiten Passage verwandelt sich Stans Stimme plötzlich zu einem Bass, um anschließend - nachdem Ollie einen Hammer auf seinen Kopf schlug - eine hohe Sopranstimme zu werden.  Laurel und Hardy begeben sich nach dem Tod ihres Freundes Mr. Roberts auf die Suche nach dessen Tochter Mary (Rosina Lawrence), der rechtmäßigen Erbin eines beträchtlichen Vermögens, darunter einer Goldminenurkunde. Inmitten der Cabaret-Szene des Westens stoßen sie auf Mary und sehen sich mit ihren Vormündern konfrontiert, die sich nicht um ihr Wohlergehen kümmern und nur darauf aus sind, sich ihr Vermögen anzueignen. Ihre Reise nach Brushwood Gulch ist von Unglücksfällen geprägt, von Ollies Unfall in einem Flussloch bis hin zu ihrer Begegnung mit dem strengen Sheriff (Stanley Fields) und seiner Frau (Vivian Oakland). In Mickey Finns Saloon führt eine Verwechslung dazu, dass die skrupellosen Finns (einmal mehr der geniale Antagonist James Finlayson und Sharon Lynn) Marys Urkunde stehlen, was eine hektische Verfolgungsjagd auslöst. In einer waghalsigen nächtlichen Aktion inszenieren Laurel und Hardy mit ihrem Esel einen Einbruch, um die Urkunde zurückzuerlangen, und müssen dabei zahlreiche Hindernisse überwinden. Ihre Bemühungen gipfeln in einer Konfrontation mit den Finns, in der Ollies improvisierte Nötigung die Rückgabe der Urkunde sichert. Mit Mary im Schlepptau fliehen die beiden Westernhelden...






Diese Westernsatire ist sehr gelungen und der subtile Humor der beiden Ausnahmekomiker kommt perfekt zur Geltung. Sehr locker und entspannt präsentieren die beiden ihre Abenteuer. Ganz nebenbei kann der naive Stan mit den bloßen Händen Feuer erzeugen - Ollie wie gewohnt genauso elefantenhaft wie elegant. Ein weiterer Höhepunkt ist ein Stepptanz. 







Bewertung: 8,5 von 10 Punkten. 

Dienstag, 16. Februar 2021

In Oxford


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Alfred J. Goulding

Zwei seltsame Studenten...

Stan Laurel und Oliver Hardy sind bis heute als Komikerduo unerreicht und die beiden drehten zahlreiche Filme miteinander. Sie drehten bereits in den 20er Jahren zusammen Kurzfilme und brachten es bis 1951 zu sage und schreibe 107 gemeinsamen Filmprojekten. Davon waren waren 27 Langfilme fürs Kino. Im deutschen Sprachraum ist das Komikerpaar auch unter den Namen Stan und Ollie sowie als Dick und Doof bekannt. Als Kopf des Duos gilt Stan Laurel, der sehr viele Gags und Drehbücher mitgestaltete, am Schnitt der Filme mitarbeitete. Oliver Hardy konzentrierte sich nur auf seine Rolle als wichtigtuerischer, väterlicher Partner, während Stan Laurel den enfältigen und kindlichen Part übernahm.
Viele Running Gags kennzeichnen die verschiedenen Filme, die sehr geprägt von humorvollen Slapstick Einlagen sind. Diese Einlagen fangen harmlos an und mutieren dann deutlich zu reinen Zerstörungsorgien. Auch ds "Tit for Tat" war ein Markenzeichen der beiden Comedians, gemeinsam mit der wechselhaften Beziehung der beiden Freunde zueinander, waren der Humor der beiden einmalig.
Der 1940 entstandene "In Oxford" gehört zu den bekannten langfilmen von Stan und Olli. Im Deutschland wurde der Film erstmalig im Jahr 1950 gezeigt, er dauert nur 62 Minuten und präsentiert die beiden Helden zuerst als Diener im Haushalt der Familie Wanderwild. Dort scheitern sie natürlich und müssen fortan als Straßenkehrer ihre Brötchen verdienen. Die beiden bedauern stets, dass sie dumm geblieben sind, weil sie nie weiterführende Schulen besucht haben. Die Arbeit als Straßenkehrer liegt den beiden auch nicht sonderlich. Doch ein Zufall bringt ihnen eine große Chance. Eine Bananenschale, die die beiden während ihrer Pause auf die straße werfen, wird zum Verhängnis eines Verbrechers, der gerade die Bank ausrauben wollte. Doch die Schale stolpert der flüchtende Gangster und er wird von der Polizei geschnappt. Als Belohung schenkt der dankbare Bankdirektor den beiden Helden ein kostenloses Stimpedium an der Universität in Oxford...


Dort werden Stan und Ollie zu Opfern der anderen Studenten, die sich einige Späße mit den Neulingen erlauben. So werden sie in den Irrgarten der Universität geschickt, aus dem sie sich erst am anderen Morgen befreien können. Ausserdem werden sie statt in ihr Zimmer in die Wohnung des Dekans (Wilfried Lucas) einquartiert. Das führt natürlich zu großen Problemen. Dann fällt auch noch ein Fenster aus Stanis Hinterkopf und er wird plötzlich zum verschwundenen Musterstudenten Lord Paddington, der mit seinem Genie alle anderen in die Tasche stecken konnte. Das sind natürlich urkomische Szenen, die es in sich haben und zum Dauerschmunzeln einladen. Als einer der Studenten ist sogar der junge Peter Cushing zu sehen und einmal mehr ist der allseits bekannte Frank Finlaysen dabei, der diesmal in der Rolle von Mr. Baldy Wanderwild zu sehen ist.


Bewertung: 8 von 10 Punkten. 
 

Samstag, 27. September 2014

Die Wüstensöhne

























Regie: William A. Seiter

Die Reise nach Honolulu....

William A. Seiter kam als Cowboy-Stuntman nach Hollywood. Bereits 1915 drehte er seinen ersten Film. Später entwickelte er sich zu einem der erfolgreichsten Komödienregisseure, der mit vielen damaligen Größen des Genres zusammenarbeitete. Bis einschließlich 1960 war er an mehr als 140 Film- und Fernsehproduktionen beteiligt, einen seiner berühmtesten Filme machte er mit dem größten Komiker-Duo aller Zeiten: 1933 entstand "Die Wüstensöhne" und dieser Klassiker wurde im Jahr 2000 vom American Film Institute auf Platz 96 der besten Filmkomödien aller Zeiten gewählt. Auch der berühmte Satz des 30er Jahre Klassikers "Well, here's another nice mess you've gotten me into" (Da hast du mich ja wieder in ein schönes Schlamassel hineingezogen) schaffte es 2005 in eine Liste des American Film Institute, nämlich auf Platz 60 der besten amerikanischen Filmzitate aller Zeiten.
Der Film beginnt mit einem Treffen der Söhne der Wüste, einer brüderlichen Loge, in der Stan Laurel und Oliver Hardy Mitglieder sind.  Die Organisation wird in einer Woche seine Jahrestagung in Chicago feiern und alle Mitglieder müssen nun gemeinsam den Eid leisten, dass sie auf alle Fälle dort sein werden.  Stan zögert den Eid zu leisten, aber dank Olis Intervention wird feierlich geschworen. Doch so ganz einfach ist es nicht das Jahrestreffen wirklich zu besuchen, denn da gibt es sowohl eine Mrs. Lottie Hardy (Mae Bush) und eine Mrs. Betty Laurel (Dorothy Christie), die beide in der Ehe die Hosen anhaben. Stan weiß das und fügt sich, aber Oli mimt den Herrn im Haus. Trotzdem ist er am Ende derjenige, der seine Frau gemeinsam in die Berge begleiten soll und Wüstensöhne-Vereinstreffen-Verbot hat. Mit einem Trick und sehr viel Lügen gelingt es jedoch die Frauen reinzulegen und so gehts auf Reisen nach Honolulu aufgrund Olis lädierter Gesundheit. In Wirklichkeit gehen die beiden natürlich ans Jahrestreffen. Alles geht gut. Doch die Heimkehrer, die extra für die Frauen das Lied "Honolulu Baby" einstudiert haben, haben nicht damit gerechnet, dass ausgerechnet das Schiff mit dem sie von Hawaii zurückkehren sollten, gesunken ist. Nun heißt es neue Lügen erfinden...

 und am Ende steht "Ehrlich währt am längsten", aber bis dahin ist es ein lustiger und vergnüglicher Weg und der Zuschauer wird Zeuge von einer der besten Leistungen des legendären Komikerduos in dieser legendären Produktion von Hal Roach. 
Das Motiv der unter dem matriarchalischen Ehejoch stehenden Pantoffelhelden, die sich mit Lügen und Ausreden diesem Joch entziehen wollen, steht zwar bei vielen Filmen des Duos im Vordergrund, aber wurde nie besser dargeboten als hier. Für Fans ist es auch immer wieder eine Herausforderung von den vielen deutschen Synchronstimmen, die Laurel und Hardy hatten, die liebgewonnenste zu finden. 1950 entstand dabei für die deutsche Wiederaufführung eine Fassung für die Erwin Bootz als Stan und Alfred Haase als Ollie sprachen. 1965 gab es eine weitere Fassung für deren Synchronisation die wohl bis heute bekanntesten Stimmen Walter Bluhm und Arne Paulsen engagiert wurden. Für die ZDF-Fernsehausstrahlung des Jahres 1975 wurden den Helden erneut neue Stimmen verpasst: Stan wurde von Walter Bluhm gesprochen, Ollie bekam die Stimme von Michael Habeck. Trotz des Stimmen-Chaos sollte man sich aber nicht die Freude an der unnachahmlichen und subtilen Komik von Laurel und Hardy nehmen lassen.

Bewertung: 9 von 10 Punkten.