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Samstag, 8. August 2026

Die schwarze Kobra















Regie: Rudolf Zehetgruber

Der Fernlastfahrer und die Gangster...

Der österreichische Regisseur Rudolf Zehetgruber hat in den 60er Jahren einige Edgar Wallace Epigonen wie beispielsweise "Die Nylonschlinge", "Piccadilly Null Uhr Zwölf", "Das Wirtshaus von Dartmoor", "Das Geheimnis der chinesischen Nelke" und "Die schwarze Kobra" inszeniert und auch das Drehbuch mitgeschrieben. Diese Filme waren im Kino nicht ganz so erfolgreich wie die Vorbilder, aber sie hatten ebenfalls recht ansehnliche Zuschauerzahlen aufzuweisen. "Die schwarze Kobra" aus dem Jahr 1964 verzeichnete damals mehr als 1,2 Millionen Kinogänger. Lkw-Fahrer Peter Karner (Adrian Hoven) entkommt nur knapp einem Mordanschlag. Er entdeckt, dass er statt Waschmittel Kokain für den skrupellosen Drogenhändler Manuzzo (Raoul Retzer) transportiert hat. Dramatische Szenen spielen sich auf dem Highway ab, denn eine zweite Gangsterbande ist hinter den Drogen her. Daher wird Manuzzo von seinen Konkurrenten erschossen. Karner kann im letzten Moment fliehen und versteckt sich mit seiner Freundin Alexa (Ann Smyrner) , die im Restaurant Zur Kobra arbeitet. Doch anstatt zur Polizei zu gehen, schläft Karner zuerst mal aus und entscheidet dann aufgrund von dem Drängen seiner etwas intelligenteren Freundin doch den Weg ins Präsidium zu gehen.  Während Kommissar Langhammer (Paul Dahlke), Kriminalassistent Dralle (Peter Vogel) und Inspektor Knecht (Hans Richter) offiziell ermitteln, beschließt Karner aber doch - abseits jeder Vernunft - den Schmugglerring und seinen Komplizen, einen gewissen Mr. Green, auf eigene Faust zu entlarven. Alle Spuren führen zur Paradise Bar, dem Treffpunkt zahlreicher zwielichtiger Gestalten und Verdächtiger. Karner schwebt in Lebensgefahr. Zum Glück hat er mit Tierpfleger Punkti (Ady Berber) einen starken und treuen Freund, der ihm einige Male aus der Patsche hilft. Doch dann wird Alexa von den Kriminellen entführt. Im letzten Moment werden die Verbrecher überwältigt, und ein gewisser Mr. Wunderlich (Günther Meisner) entpuppt sich als Mr. Green, dem Chef des Ganzen. Aber zuerst müssen sich die Konkurrenten Paola Manuzzo (Marianne Schönauer), Stanislas Raskin (Wolfgang Preiss)  und Freddy (Emmrich Schrenk) gegenseitig aus dem Verkehr ziehen. Auf seiner Flucht durch einen Schrottplatz stürzt der Obergangster in eine Presse und kommt dabei ums Leben...






Rudolf Zehetgrubers Stil wirkt gerade im Vergleich zur Konkurrenz grobschlächtiger und hin und wieder auch viel zu ungeduldig, was sich insbesondere im wichtigen Feld der Spannung zeigt. Diese kann somit oft nicht aufrecht erhalten werden oder entsteht erst gar nicht in ausreichendem Maß. So kommt es zu diversen Problemen in diesem Feld, sodass die Geschichte unterm Strich nicht besonders ausgefeilt wirkt und Potenzial liegen lässt. Ohne Zweifel kann der Verlauf mit interessanten Einfällen (das ungleiche Ermittler-Trio) punkten, allerdings schwächelt der Plot um den angebotenen Drogenhandel manchmal. Besonders gegen Ende wird es etwas chaotisch.  






Bewertung: 6,5 von 10 Punkten.