Montag, 14. September 2026

Der Würger vom Tower















Regie: Hans Mehringer 

Der Smaragd...

"Der Würger vom Tower" aus dem Jahr 1966 ist einer dieser vielen Edgar Wallace Nachahmer Filme, die in dieser Zeit entstanden. Regie in dieser deutsch-schweizer Filmproduktion (Urania Film, Berlin und Afiba-Film AG) führte der Schweizer Regisseur Hans Mehringer. Das Drehbuch wurde von Produzent Erwin C. Dietrich unter dem Pseudonym Michael Thomas geschrieben. Tatsächlich ist das Drehbuch auch eine der eklatanten Schwächen diesen Films. In der ersten Szene wird die wohlhabende Witwe Mary Wilkins (Gisela Lorenz) im Fahrstuhl eines Londoner Geschäftshauses erwürgt. Die Mörder hatten es auf ihren wertvollen Parvati Smaragd abgesehen, von denen es nur fünf Stück gibt. Alle fünf Parvati-Smaragde in ihren Besitz bringen, die angeblich magische Kräfte haben und ihrem Träger zu Reichtum und Wohlstand verhelfen. Behauptete zumindest im Altertum die Göttin Kali, der diese Klunker in grauer Vorzeit gehörten. Alle Spuren deuten darauf hin, dass es sich beim Mörder um den sogenannten "Würger vom Tower", einen unbekannten Auftragskiller, handelt. Inspektor Harvey (Hans Reiser) von Scotland Yard befragt zunächst die hübsche Jane Wilkins (Christa Linder), die Tochter der Ermordeten. Jane vermutet, dass es sich bei dem gestohlenen Stein um eine Kopie handelt. Aus der Zeitung erfahren auch Lady Trenton (Ellen Schwiers), die Kriminalschriftstellerin Grace Harrison (Kai Fischer) und der bei Grace untergetauchte Hochstapler Harry Clifton (Charles Regnier) von dem Mord. Harrys Bruder, der dubiose Juwelier John Clifton (eine Doppelrolle für Charles Regnier), die eine äusserst aufgeweckte Sekretärin mit Namen Maisie (Ruth Jecklin) beschäftigt, behauptet gegenüber der Polizei, dass lediglich Mary Wilkins, ein gewisser Sir Humphrey (Alfred Schlageter) sowie er selbst einen vergleichbaren Edelstein besitzen. Kurze Zeit später wird Jane Wilkins, in deren Besitz sich nunmehr der echte Smaragd ihrer Mutter befindet, in ein Gewölbe unter dem Tower of London entführt und festgehalten. Dort tagt das Tribunal der Brüder der ausgleichenden Gerechtigkeit, diese Bruderschaft will unbedingt alle fünf Steine haben - daher sind auch alle jetzigen Steinträger in großer Todesgefahr.  Die Brüder tragen putzige Mönchsroben und Kapuzen und haben Freude an perversen Folterspielen - vor allem mit dem hübschen Opfer Christa Linder, die nicht ermordet wird, sondern Peitschenhiebe und Schläge ertragen muss. Für die Morde haben sie aber einen großen, groben Mann (Adi Berber) in ihrer Mitte...








Sehr spannend ist Mehringers Film nicht. Er wirkt obskur, reichlich chaotisch und ziemlich sonderbar, wobei die Kameraarbeit von Andreas Demmer gar nicht schlecht funktionieren würde. Die Figurenzeichnung wirkt irgendwie schwach, trotz einiger namhafter Darsteller wie Ellen Schwiers, Charles Regnier oder Kai Fischer. Birgit Bergen, eine bekannte Schauspielerin aus diversen Sexfilmen, hat auch eine erotische Nebenrolle abbekommen. Im Kino floppte der Film.  










Bewertung: 5,5 von 10 Punkten. 

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