Samstag, 21. Mai 2016

Charade


























Regie: Stanley Donen

Verschwundene 250.000 Dollar...

Der 1924 geborene Regisseur und Choreograph Stanley Donen war bereits im Alter von 17 Jahren am Broadway beschäftigt und hatte sein Debüt im Musical "Pal Joey". Nach dem zweiten Weltkrieg fasste er durch Filmproduzent Arthur Freed und Gene Kelly auch in Hollywood Fuß. Dort wurde er im Auftrag von MGM zu einem der erfolgreichsten Musicalregisseuren. Er inszenierte Klassiker wie "Heut gehn wir bummeln", "Du sollst mein Glücksstern sein" und "Eine Braut für 7 Brüder". Nach "Vorwiegend heiter" wandte er sich auch immer mehr den leichten Komödien zu, in diesen Jahren entstanden "Indiskret" und "Vor Hausfreunden wird gewarnt". 1963 wandte er sich einem für ihn noch neuen Genre zu und inszenierte mit "Charade" einen der besten Hitchcockfilme, die Hitchock nicht gedreht hat. Der Erfolg des Films, der den Suspence-Thriller mit viel Humor und auch mit Elementen der Screwball Comedy anreichert, brachte seinen beiden Hauptdarstellern Cary Grant und Audrey Hepburn jeweils einen BAFTA Award ein, darüberhinaus bekamen die beiden auch eine Golden Globe Nominierungen und Henry Mancinis tolle Filmmusik wurde gerechterweise für den Oscar nominiert. Durch den großen Erfolg schob Stanley Donen einen ähnlich gelungenen filmischen Verwandten nach - "Arabesque" diesmal mit Gregory Peck und Sophia Loren als Starbesetzung. Auch dieser Film gilt als vortreffliches Beispiel für einen Film im Stil von Alfred Hitchock. Die im Film verwendeten Briefmarken waren in Wirklichkeit leichte Abwandlungen von echten äusserst wertvollen Briefmarken, z.B. der "Tre Skilling Banco" aus Schweden von 1955. Ausserdem kommt die Hawaiian Missionaries aus dem 19. Jahrhundert zum Einsatz sowie ein Exemplar der berühmten Ochsenkopf Serie aus Moldau von 1958. Diese Marken werden im Film geringfügig abgewandelt gezeigt. Hitchock-Flair kommt auch wegen der auserwählten Locations in einem schweizer Skiurlaub und in Paris auf.  Aber zuerst beginnt die Handlung in der winterlichen Schweiz. Dort - bei den oberen 10.000 - verbringt die Amerikanerin Regina Lampert (Audrey Hepburn) ihren Skiurlaub - ohne ihren Mann Charles, einem reichen schweizer Geschäftsmann mit Wohnsitz in Paris. Sie will sich scheiden lassen, was ihr die Freundin Sylvie (Dominique Minot) stark abrät. Deren kleiner Sohn Jean-Louis (Thomas Chelimsky) traktiert mit seinen Streichen die reichen Gäste und durch ihn lernt Regina auch den Amerikaner Peter Joshua (Cary Grant) kennen, der im laufe der handlung noch öfters seinen Namen wechseln muss. Man flirtet ein bisschen und verabschiedet sich wieder voneinander, doch Regina hat dem attraktiven reifen Mann ihre Adresse gegeben. In Paris zurück ist der Schock groß. Die Wohnung der lamperts ist völlig leergeräumt und kurze Zeit später teilt ihr die Polizei mit, dass ihr Mann sich auf der Flucht mit dem vielen Geld befand, dass das Mobiliar und die Wertgegegenstände der Wohnung einbrachte. Er wurde dabei aus einem fahrenden Zug geworfen und ist tot. Ein paar Habseligkeiten wereden ihr ausgehändigt: Ein Notizbuch, mehrere Pässe, 4.000 Francs und ein frankierter, aber unverschlossener Brief, der für Regina bestimmt war. Bei der Trauerfeier tauchen plötzlich drei zwielichtige Figuren (George Kennedy, James Coburn, Ned Glass) auf und auch der CIA tritt mit ihrem Mitarbeiter Mister Bartholomew (Walther Matthau) an sie heran. Die drei finsteren Gesellen sind hinter 250.000 Dollar her, die angeblich aus einem gemeinsamen Golddiebstahl stammen sollen. Der US-Geheimdienst beansprucht das Geld für sich und bald taucht auch Peter Joshua auf. Dieser gibt sich anfangs als charmanter Helfer aus und bringt Reginas Gefühlswelt durcheinander. Doch kann es sein, dass er auch eine Verbindung zu den Gangstern hat, die Regina immer mehr bedrohen...



neben der guten Spannung und vielen guten geschliffenen Dialogszenen ist auch die Umgebung immer wieder prächtig eingefangen. Viel Pariser Flair durch die Flohmärkte oder einem Kasperletheater für Kinder, dass sich in einem Park befindet. An den Kolonnaden des Palais Royal und auf der Bühne der Comedie Francaise kommt es gar zum Showdown zwischen Gut und Böse. Dabei merkt man sofort, dass zwischen den beiden Hauptdarstellern einfach die Chemie stimmt. Grant war beim Dreh schon 59 Jahre alt und damit 25 Jahre jünger als seine bezaubernde Partnerin Audrey, die auch modisch elegant und von Givenchy eingekleidet durch die gefahrvollen Szenen schreiten darf. Immer mit dem Gefühl des Misstrauens ihrer neuen Bekanntschaft gegenüber...ist er nun an mir interessiert oder spielt er ein falsches Spiel. Zumindest erweist sich Cary Grants Part als eine Art "Lügenbaron Münchhausen".


Bewertung: 9 von 10 Punkten.

Mittwoch, 4. Mai 2016

Die freudlose Gasse

























Regie: Georg Wilhelm Pabst

Mord in der Melchiorgasse...

Georg Wilhelm Pabst (1885 bis 1967) ist sicherlich neben Fritz Lang und Friedrich Wilhelm Murnau der bedeutendste Filmemacher des Weimarer Kinos. In der Stummfilmära drehte er Meisterwerke wie "Die Liebe der Jeanne Ney", "Die Büchse der Pandora" , "Tagebuch einer Verlorenen" und "Die weiße Hölle vom Piz Palü". Auch mit dem aufkommenden Tonfilm gelangen ihm hervorragende Filme wie "Westfront 1918", "Kameradschaft" oder "Die Dreigroschenoper". Sein berühmtestes Werk ist aber sicherlich der 1925 entstandene "Die freudlose Gasse", in dem gleich zwei ganz große Leinwandgöttinnen mitspielen. Zum einen die noch weitestgehend unbekannte Greta Garbo, auf dem besten Weg ein Weltstar zu werden und die große Asta Nielsen, die damals als beste Schauspielerin der Welt galt und als erste Filmdiva in die Filmgeschichte einging. Einer Legende nach soll sogar Marlene Dietrich unter den Akteuren gewesen sein, bewiesen wurde es nie und auch heute noch sind mehrere Sequenzen des Films verschollen. Die Fassung, die bei der Uraufführung am 18. Mai 1925 in Berlin gezeigt wurde, hatte eine Länge von 3738 m. Durch die ersten Zensuren blieben noch 3477 Meter übrig. In Deutschland wurden mehrere Versuche unternommen, den Film zu rekonstruieren. Man wollte wieder möglichst nah an die Urfassung herankommen. Dies erfolgte in mehreren Phasen. Der erste Versuch geht auf Enno Patalas zurück. Von 1995 bis 1997 verwendete Jan-Christopher Horaks alle bekannten Negativfilme und sämtliches verfügbares Material, aus denen sich Hinweise über die richtige Reihenfolge der Szenen und Zwischentitel ergab. Stolz blickte man auf eine Rekonstruktion, die eine Länge von etwa 3000 Metern aufwies.  Pabsts Film ist einer der am meisten verstümmelten und gekürzten Filmwerke. Dies lag vor allem an moralischen Bedenken der Filmzensoren, denn zur Zeit der Entstehung hatte die Geschichte, die der Film erzählt, erheblichen Sprengstoff-Charakter. Viele warfen dem Film entsittlichende und verrohende Tendenzen vor. "Die freudlose Gass" spielt zur Weltwirtschaftskrisenzeit in den frühen 20er Jahren in Wien. Dort herrscht Inflation und Hunger. Aber auch Luxus und Vergnügen. Die Handlung spielt sich vornehmlich an zwei ganz unterschiedlichen Orten ab. Zum einen in der Melchiorgasse. Diese ehemals bürgerliche Wohngegend ist zum Armenviertel verkommen. Man sieht eine Schlange wartender, abgehärmter Frauen, vor denen sich die Tür des Metzerladens schließt, nachdem sie ganze Nacht dort angestanden haben. Der andere Schauplatz ist ein Luxushotel der oberen Zehntausend - dort in den Foyers und Ballsälen halten sich Aktienspekulanten und Börsenmakler auf, raffgierige und sexsüchtige Männer.  Unter ihnen befindet sich der junge aufstrebende Bankbeamte Egon Stirner (Henry Stuart), der mit drei Frauen eine Beziehung laufen hat. Regine (Agnes Esterhazy), die reiche Tochter des Generaldirektors Rosenow (Karl Etlinger) liebt ihn, aber will nur dann eine Beziehung mit ihm eingehen, wenn er genauso reich wie sie wird oder wenn sie genauso arm wie er würde. Dies stachelt den jungen Mann auf. Er hat eine heimliche Liason mit der verheirateten Lia Leid (Tamara Tolstei). Geliebt wird er auch von der armen Maria Lechner (Asta Nielsen), die alles für ihren Egon tun würde. Maria und ihre Eltern wohnen im gleichen Haus wie der Hofrat Rumfort (Jaro Fürth) mit seinen beiden Töchtern Grete (Greta Garbo) und Mariandl (Loni Nest). Dieser nimmt das Angebot an sich für eine üppige Abfindung frühzeitig pensionieren zu lassen und verliert durch seine Spekulation an der Börse das gesamte Vermögen. So gibt es in der Melchiorgasse neben den verarmten Bürgern und dem Lumpenproletariat nur zwei wohlhabende Menschen: Den Fleischer Josef Geiringer (Werner Krauss), dem sich verzweifelte Mütter für ein Stück Fleisch hingeben und Frau Greifer (Valeska Gert), die gleich um die Ecke einen Modesalon mit angeschlossenem Nachtclub betreibt. In diesem Nachtclub verkehren die wohlhabenden Bürger Wiens, wo die Mädchen aus der Unterschicht sich für Geld an reiche Männer verkaufen. Denn an den Nachtclub angegliedert ist das Stundenhotel "Merkl". Dort bezahlen die Mädchen mit sexuellen Dienstleistungen, die ihnen von Frau Greifer gewährten Kredite ab. Und dann passiert ein Mord....



Der Film begründete Georg Wilhelm Pabsts Renommee als führender Regisseur des deutschen Filmrealismus.Trotz eines Happy-Ends, das entgegen der literarischen Vorlage als Zugeständnis an die Produzenten und das Publikum gedreht wurde, bietet der Film genügend Sprengstoff, denn es dominiert das Tauschgeschäft "Fleisch gegen Fleisch" Ein Querschnitt menschlicher Schicksale im Wien der Inflationszeit: In der Melchiorgasse liegen Elend und Luxus nah beieinander. Hier treffen sich die Verlierer und Gewinner, Prostituierte und Geschäftemacher, Kuppler und Spekulanten.
Der Film beruht auf der Bearbeitung eines 1924 erschienenen Romans von Hugo Bettauer und wurde in nur fünf Monaten realisiert. Mit welcher Eleganz die 20 jährige Greta Garbo durch diese Gasse stolziert und sich mit anbetungswürdigem Blick der gierigen Männer erwehrt, ist beeindruckend. Verletzlich und stolz zugleich und wunderschön. Viele Szenen bleiben eindrucksvoll im Gedächtnis haften, so zum Beispiel das Ende, wo es  im Dach des Hauses zu brennen anfängt oder die Szene, in der die zwei Frauen - bettelnd nach Fleisch - die Metzgerei betreten und der Metzger, immer in Begleitung seiner großen Dogge, den Preis aushandelt, wenn nicht mit Geld bezahlt werden kann. Eine Paraderolle für Werner Krauss - ein großer Schauspieler, aber leider auch ein Antisemit. "Die freudlose Gasse“ ist vieles: Sozialdrama, Krimi, Ensemblefilm und Zeitportrait der Weimarer Republik. Die rekonstruierte Fassung hat eine Laufzeit von 148 Minuten - es ist ein fasziniernder Film, der auch heute wieder mit der zunehmenden Kluft zwischen Reich und Arm ein Thema ist. Pabst baute seine Elendsviertel im Atelier auf und fing sie in expressiven Bildern mit raffinierten Lichteffekten auf. Es enstanden pittoreske Bilder. "Die freudlose Gasse" zeigt irgendwie den Niedergang des Bürgertums, nur die Spekulanten sind Nutznießer dieser Not.



Bewertung: 10 von 10 Punkten.

Geheimagent





















Regie: Alfred Hitchcock

Spionage - ein dreckiges Geschäft....

"Geheimagent"  von Alfred Hitchcock entstand kurz nach dem Meisterwerk "Die 39 Stufen" im Jahr 1936 und ist wie beinahe alle Agenten- und Spionagefilme, die der Master of Suspence in den 30er Jahren in England gedreht hat, ziemlich düster und gezeichnet von der damaligen Zeit. Das Trauma des 1. Weltkriegs schwingt noch mit und auch die Bedrohung durch das erstarkte 3. Reich bzw. einen neuen Krieg kann man fühlen. In diesen Filmen geht es meist um eine fremde Macht, meistens ist das Deutschland, und deren Handlanger in Form von bösen Spionen und fiesen Saboteuren. "Eine Dame verschwindet" und "Die 39 Stufen" sind dabei zu echten Meisterwerken der Filmgeschichte geworden, aber auch die drei anderen "Sabotage", "Der Mann, der zuviel wusste" und eben "Geheimagenten" sind spannende Klassiker, die ich immer wieder gerne anschaue.
Man kann sich zwar herrlich über die vielen Absurditäten und Ungereimtheiten dieser Geschichte mokieren, den oft kommt die Logik ins Hintertreffen - dem Filmvergnügen tut dies aber keinen Abbruch. Wie schrieb mal ein Kritiker treffend "Aber was will man die Wirklichkeit beschwören in einem Werk, das von jeher dadurch irritierte, dass sich darin die Unwahrscheinlichkeit ihren Weg bahnt und triumphiert" - und ja, gilt das nicht für ganz viele von Hitchocks großartigen Filmen ?
Um was geht es: Der Film spielt in der Spätphase des 1. Weltkriegs im Jahr 1916. Dort wird der britische Offizier Captain Edgar Brodie (John Gielgud) zuerst mal offiziell als gefallen erkärt. Aber der Mann lebt und bekommt vom Geheimdienst eine neue Identität als Richard Ashenden. Die Mission, die er zu erfüllen hat, ist lebensgefährlich. Er soll in die Schweiz reisen und dort einen deutschen Agenten aufspüren. Da dessen Identität nicht bekannt ist, bekommt Brodie zur Verstärkung zwei weitere Agenten als Helfeshelfer. Als Mann fürs Grobe und Killer ist ihm ein abstruser mexikanischer General (Peter Lorre) an die Seite gestellt und sogar eine Ehefrau namens Elsa (Madeleine Carroll). Als er in der Schweiz ankommt wird ihm mitgeteilt, dass die Gattin bereits auf dem Zimmer ist. Und der erste Blick genügt: Bei beiden stimmt die Chemie. Elsa ist blond und hübsch - daher gibts noch einen anderen Verehrer. Der Amerikaner Marvin (Robert Young) flirtet ungeniert mit der verheirateten Frau. Durch den Knopf eines Mantels glaubt das Trio ihren Mann gefunden zu haben. Diesem vermeintlichen britischen Touristen (Percy Marmont) fehlt nicht nur dieser Knopf, der dem Täter gehören müsste, sondern er hat noch eine depressive deutsche Frau (Florence Kahn). Brodie und der General verabreden sich mit ihm zu einer Bergsteig-Tour. Dort soll der Feind eliminiert werden...


Hitchcock glänzt gerade in dieser Szene mit innovativen Ideen. Während Brodie nicht mehr weiter mit auf den Berggipfel geht, will er dennoch das Szenario von weiter unten mit einem Fernglas und währenddessen gibts immer wieder Einblendungen ins Hotel, wo Elsa, ihr Verehrer Marvin mit der deutschen Ehefrau des angeblichen Spions zusammensitzen und eine Art "Stadt, Land" spielen. Als die Gefahr für sein Herrchen immer größer wird, dreht auch der kleine Dackel immer mehr - jaulend - durch. Natürlich hat der Zuschauer zu dieser Zeit schon einen ganz anderen Verdacht, der sich nachher auch noch genau bestätigt und damit hat Hitch wieder einen sehr guten, äusserst eloquenten Bösewicht im Film untergebracht. In einer kleinen Nebenrolle ist die junge Lilli Palmer als Hotelangestellte Lili zu sehen.



Bewertung: 7 von 10 Punkten

Montag, 2. Mai 2016

Stalag 17

























Regie: Billy Wilder

Toter Briefkasten....

Zwischen 1950 und 1954 drehte Regisseur Billy Wilder insgesamt drei Filme mit dem Hauptdarsteller William Holden. Der ließ sich 1950 auf dem "Boulevard der Dämmerung" von Leinwandgöttin Norma Desmond aushalten und verliebte sich 1954 in "Sabrina". Dazwischen glänzte er in "Stalag 17" als als der zwiespältige amerikanische Kriegsgefangene Sefton so sehr, dass er dafür 1954 den Oscar als bester Hauptdarsteller gewinnen und sich gegen Burt Lancaster, Montgomery Clift (Verdammt in alle Ewigkeit), Marlon Brando (Julius Caesar) und Richard Burton (Das Gewand) durchsetzen konnte.
Dabei gelang es dem großen Regisseur die Geschichte mit viel skurrilem Humor zu würzen, die Kriegsgefangenen albern oft herum und agieren überdreht und dennoch ist die Spannung ein fester Bestandteil dieses Filmes, bei dem irgendwann im Laufe der Geschichte ein sogenannter "Toter Briefkasten" entdeckt wird.  Also etwas verstecktes - von dem nur Empfänger und Absender etwas wissen und der damit vor Entdeckung durch Nichteingeweite geschützt ist. Durch diesen Briefkasten gelingt es einem der Kriegsgefangenen in direkten Kontakt mit den deutschen Bewachern in Kontakt zu treten. Oder konkreter gesagt: In dem Kriegsgefangenenlager "Stalag 17" gibt es einen heimlichen Verräter, der sogar nicht einmal davor zurückschreckt zwei potentielle Ausbrüchler an den Feind zu melden und zu verkaufen, wie bereits eine der ersten Szenen zeigt. Die beiden Soldaten haben einen unterirdischen Tunnel gegraben und wollen so flüchten - das Stalag 17 liegt in Süddeutschland,  in der Nähe der schweizer Grenze. Man merkt dem Film an, dass er auf ein Theaterstück basiert. Geschrieben haben es Donald Bevan und Edmund Trzcinski und es lief erfolgreich am Broadway. Um auch in Deutschland Kasse mit dem Film zu machen, entschied sich Paramout in der deutschsprachigen FAssung aus dem Verräter einen Plen zu machen, um den film auch dem deutschen Wirtschaftswunderpublikum nicht zu vermiesen. Doch Wilder protestierte erfolgreich. Neben William Holdens hervorragender Leistung begeistert aber auch der Österreichstämmige Regiesseur Otto Preminger in der Rolle als Lagerkommandant Oberst von Scherbach.  Der führt im Lager ein strenges Regiment - unterstützt wird er dabei von Feldwebel Schulz (Sig Ruman), der immer wieder auf sehr plumpe Art und Weise versucht das Vertrauen der gefangenen Amis zu gewinnen. Natürlich um es dann gehörig für seine Zwecke auszunützen. Dieser nächtliche Fluchtversuch endete mit den Tod der beiden Ausbrecher. Offensichtlich werden alle Fluchtpläne und andere wichtige geheime Absprachen von einem Verräter an die Deutschen weitergegeben. Bald wird Sefton, der Einzelgänger, der immer gute Geschäfte und Handel mit den Deutschen betreibt, verdächtigt.
Sefton wird beobachtet - von seinen Mitgefangenen Stanislas, genannt Nilpferd (Robert Strauss), von Shapiro (Harvey Lembeck), von Hoffy (Richard Erdman), von Duke (Neville Brand) und von Price (Peter Graves) .Mitten in den Weihnachtsvorbereitungen kommt Leutnant Dunbar (Don Taylor) , ein Sohn aus reichem Hause, als Neuzugang ins Lager und der erzählt, dass er in Frankfurt einen Sprengstoffzug der Deutschen in die Luft gesprengt hat. Leider hört der Feind wieder mit. Und für Sefton spitzt sich die Situation immer heftiger zu...


und hier erweist sich Billy Wilder sogar als ausgesprochener Garant für eine Menge Suspence und die Geschichte des Verrats, des daraus resultierenden Mißtrauens sowie der Aufdeckung wird von Minute zu Minute spannender und machen aus "Stalag 17" einen noch heute sehr sehenswerten Kriegsfilmklassiker. Und dies obwohl die Geschichte auf engem Raum - der Gefangenenbarracke - spielt. Ausnahme bildet der Hofgang, meistens auf regennaßem dreckigem Boden und der Blick auf die Baracke der gefangenen Russinnen. 1953 wurde der Film von der freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft abgelehnt - man fürchtete, dass durch die nicht gerade liebevolle Darstellung der deutschen Wachmannschaft "alte Ressentiments aufbrechen könnten". Erst 1960 schien das deutsche Publikum reif genug sich ein eigenes Bild im Kino zu machen.


Bewertung: 9 von 10 Punkten. 

Ardennen 1944

























Regie: Robert Aldrich

Attacke...

Robert Aldrich studierte zuerst Jura und Betriebswirtschaft an der University of Virginia, danach versuchte er ab 1943 sein Glück in Hollywood. Er war zuerst im administrativen Sektor tätig, dann arbeitete er als Regieassistent bekannter Filmemacher wie Lewis Milestone, Charles Chaplin, Edward Dmytryk, Joseph Losey oder Jean Renoir.  Mit den Western "Massai" und "Vera Cruz" begann in den 50ern sein Durchbruch als Regisseur. Es folgte der späte Film Noir "Rattennest". In den 60ern hatte er mit "Wiegenlied für eine Leiche", "Was geschah wirklich mit Baby Jane ?" , "Der Flug des Phoenix" und "Das dreckige Dutzend" eine ganze Reihe großer Kinoerfolge. Auch im progressiven 70er Jahre Kino konnte er sich gut behaupten. "Keine Gnade für Ulzana", "Straßen der Nacht" oder "Die Chorknaben" verfügten über diese harte Gangart und den ätzenden pessimistischen Unterton. Eine Machart, die auch schon seine früheren Arbeiten auszeichnete. Dabei schreckte Aldrich nie vor gewaltvollen Szenen zurück, er inszenierte unerschrocken Korruption und böse Charakterzüge mit aggressiven und groben Stilmitteln. Dies macht viele seiner Filme sehr lebendig und äusserst vital und er erreicht dadurch die sofortige Aufmerksamkeit seines Zuschauers. So auch sein Kriegsfilm "Ardennen 44", der im Original "Attack" heißt und 1956 in die Kinos kam. Dabei ist der harte Kriegsfilm, der in den letzten Monaten des 2. Weltkriegs spielt, keineswegs ein Antikriegsfilm. Eher ein spannender und kompromissloser Männerfilm mit markanten Figuren. Man kann Agonist (Offizier Joey Costa) und Antagonist (Kompanieführers Captain Erskine Cooney) als vielleicht zu überzeichnet dargestellt ansehen. Das tut aber der Spannung dieses hervorragenden Reßers keinen Abbruch. Der Film wird von den sehr guten Schauspielleistungen von Jack Palance, Eddie Albert, Lee Marvin und William Smithers getragen.
Die erste Szene spielt sich irgendwo in Belgien ab. Dort versuchen die Amis einen schwerbewaffneten deutschen MG-Bunker auszuheben. Obwohl Lieutenant Joe Costa von seinem Vorgesetzten Captain Erskine Cooney (Eddie Albert) Unterstützung in Form einer Verstärkung zugesichert bekam, bleibt diese aus. 14 von Costas Männer sterben. Unter den Soldaten ist immer mehr klar, dass der Captain feige und unzuverlässig handelt. Dieser steht offenbar aber auch unter der Fuchtel seines mächtigen Vaters, der sich nichts sehnlichster wünscht, dass sein Sohn als Kriegsheld und großer Feldherr in die Geschichtsbücher eingeht. Der zunehmende und unnötige Verlust an Menschenleben bei den verschiedenen Unternehmungen der Kompanie untergräbt aber schon seit längerem die Moral der Truppe und strapaziert auch die Loyalität von Costa, dem mutigen und tapferen Soldaten, zu seinem unfähigen Vorgesetzten. Dessen Stellvertreter Lt. Harold Woodruff (William Smithers) ist zwar gleicher Meinung - doch er ist auch die Stimme der Vernunft, die den Frieden zwischen Costa und Cooney zu halten versucht. Beide Soldaten werden von ihren Männern gemocht und respektiert. Eigentlich wären beide froh, wenn Bataillonskommandeur Lt. Col. Clyde Bartlett (Lee Marvin) Cooneys Posten einem fähigen Mann geben würde, aber der protegiert Cooney aus egoistischen Gründen. Als es zum Durchbruch der deutschen Wehrmacht während der Ardennenoffensive kommt, gibt Cooney wieder einen zwiespältigen Befehl. Eine kleine Gruppe Soldaten unter Führung von Costa soll die Stadt La Nelle erkunden. Dieser ringt aber sowohl Cooney als auch Woodruf das Versprechen ab, dass diese im Notfall Verstärkung senden. Der Zug gerät unter Beschuß der Waffen-SS, macht Gefangene (Peter van Eyck, Steven Geray) und gerät dennoch in eine auswegslose Situation...


Immer wieder gibt es schockierende Bilder von sterbenden Soldaten zu sehen. Aldrich mutet seinen Zuschauern einiges zu. So wird auch ein Soldat von einem Panzer überrollt - man hört die Schreie, die das kaputte Bein verursachen. Cooney wird vielleicht in seinen sadistischen Neigungen etwas zu krass gezeichnet, aber dies führt auch zu einer sehr starken Szene im Keller eines Hauses, wo sich der ganze Hass explosionsartig entlädt. Vorher erlitt der schwache Vorgesetzte einen Zusammenbruch und hat für einige Sekunden Einblick in seine vom Vater zerstörte Psyche abgeliefert. Am Ende muss sich der gute Soldat entscheiden, ob er sich erfolgreich anpassen soll oder einen unbequemeren Weg gehen soll, der sich vermutlich genauso gefährlich und existenziell zerstörend gestalten kann wie das Kriegsgeschehen an der Front. Als er seinen toten Kameraden auf einem Karren aufgebahrt liegen sieht, weiß er was er tun wird.



Bewertung: 8 von 10 Punkten.

Der gläserne Schlüssel

























Regie: Stuart Heisler

Undurchsichtig...

1942 wurde "Der gläserne Schlüssel" nach dem gleichnamigen Roman von Dashiell Hammett bereits zum zweiten Mal verfilmt. Die Erstverfilmung von 1935 wurde von Frank Tuttle inszeniert, aber erst die 7 Jahre später gedrehte Version von Stuart Heisler wurde zu einem Klassiker des Film Noir. Ausschlaggebend für den Erfolg ist u.a. auch die Besetzung. Dabei spielte Brian Donlevy als Politiker eine ähnliche Rolle wie in dem Preston Sturgess Film "Der große McGinty". Donlevys Markenzeichen waren damals seine sogenannten "Bösen Augen", die ihn für zahlreiche Schurkenrollen prädestinierten. Mit Veronica Lake und Alan Ladd präsentierte der Film bereits zum zweiten Mal ein erfolgreiches Gespann, die beiden beliebten Stars spielten bereits in "Die Narbenhand" von Frank Tuttle zusammen und sollten auch noch in einem weiteren Film Noir aus dem Jahr 1946 Erfolg haben: "Die blaue Dahlie" des Regisseurs George Marshall wurde ebenfalls ein Klassiker des Genres und  war auch nicht der letzte Film dieses Duos. 1948 wurde das Kriegsdrama "Saigon" nachgeschoben. Beide Schauspieler hatten im echten Leben ein ähnliches Schicksal: Sie starben beide jung - und beide im Alter von 51 Jahren. Dabei hat Alan Ladd mit Sicherheit den interessantesten Part als rechte Hand des korrupten Politikers Paul Madvig (Brian Donlevy). Er spielt diesen Ed Beaumont, der scheinbar immer wieder durch seine grenzenlose Loyalität zu Madvig auffällt. Dennoch bleibt die Figur bis zum Schluß irgendwie rätselhaft. Das Szenario beginnt mit einer starken Ohrfeige. Die bekommt Madvig von Janet Henry (Veronica Lake) verpasst, als sie hört, dass dieser sich in aller Öffentlichkeit negativ über die Charakterzüge ihres Bruders Taylor (Richard Denning) geäuusert hat. Das entspricht zwar irgendwie der Wahrheit, denn Taylor lebt in den Tag hinein und hat eine ausgeprägte Spielsucht. Aber die Ohrfeige wirkt auf Madvig wie die Liebe auf den ersten Schlag. Er verkündet Beaumont, dass er diese Frau heiraten will. Ab sofort will er auch deren Vater Senator Ralph Henry (Moroni Olsen) im Wahlkampf um das Amt des Gouverneurs unterstützen und auch die Seiten wechseln. Also weg mit den Verbandelungen mit Gangster Nick Varna (Joseph Calleia) und dies - so hofft er - würde ihm den Schlüssel zum Haus der Henrys öffnen. Beaumont ist skeptisch und gibt seinem Chef zu verstehen, dass er sich auch einen gläsernen Schlüssel von seiner Angebeteten bekommen könnte, die zwar mit Madvig flirtet - aber auch mit Beaumont. Und letzteres mit ener weitaus größerer Glaubwürdigkeit. Da die Welt klein ist, hat auch Madvigs jüngere Schwester Opal (Bonita Granville) eine Liebschaft mit dem Nichtsnutz Taylor angefangen. Das passt Madvig nicht. Die beiden geraten in Streit. Wenig später wird die Leiche von Taylor auf der Straße aufgefunden...


Die meisten Filme der schwarzen Serie beschreiben das Dunkel der Großstadt und die Figuren sind Teil der Unterwelt. In "Der gläserne Schlüssel" stößt Heisler das Tor zum Bürgertum und Establishment weit auf. Und er zeigt die Nähe zwischen dieser Welt zu den Gangstern. Und alle Figuren der Geschichte sind irgendwie berechnend und auf den eigenen Vorteil bedacht. Einen tollen Auftritt legt auch William Bendix als Varnas Mann fürs Grobe hin. Dieser Jeff ist ein perverser Schläger, der bald einen Narren an Beaumont gefressen hat. Dieser agiert raffiniert und weiterhin rätselhaft. Den Avancen der berechnenden Blondine Janet bleibt er gewachsen, er agiert immer wieder als "eiskalter Engel". So auch in einer Schlüsselszene des Films, als er mit Eloise (Margaret Hayes), der Frau des Zeitungsverlegers Matthews (Arthur Loft) vor dessen Augen Zärtlichkeiten austauscht. Die Folgen sind tödlich. Dabei stellt sich die Frage, ob dies einfach der unglücklichen Verkettung der Ereignisse geschuldet ist oder aber ob es eine eiskalte Berechnung war. Beaumont bleibt bis zum Schlüß nicht greifbar - das Ende erinnert an "Die Spur des Falken" allerdings mit einem überraschenden Plot. "Der gläserne Schlüssel" gehört wie auch die beiden andern Lake/Ladd Noirs zu den Klassikern des Genres.


Bewertung: 8 von 10 Punkten.

Das fliegende Klassenzimmer

























Regie: Kurt Hoffmann

 Es war einmal in Kirchberg...

Insgesamt wurde der Kinderroman "Das fliegende Klassenzimmer" von Erich Kästner dreimal verfilmt. Der Autor schrieb die Geschichte bereits im Jahr 1933. Die erste Verfilmung fand im Jahr 1954 statt, Regie führte Kurt Hoffmann - es ist die Verfilmung, die sich am genausten an die Vorlage hält. In der zweiten Verfilmung aus dem Jhar 1973, inszeniert von Werner Jacobs, wurde die Handlung der winterlichen Geschichte in den Sommer verlegt und die Verfilmung von Tomy Wigand aus dem 2003 nahm dabei die größten Änderungen gegenüber dem Original vor.  Natürlich ist "Das fliegende Klassenzimmer" aus heutiger Sicht ein sehr ruhiger Film mit einem behäbigen Tempo. Schon die erste Szene führt den Zuschauer in eine "Heile Welt" Situation - vielleicht heute noch viel mehr als bei seinem Erscheinen. Denn Erich Kästner selbst sitzt da auf einer Almwiese. Als er aufs Thermometer schaut, stellt er schwitzend "38 Grad" fest - er schaut hinauf zur nahen Zugspitze und wie jeden Tag kommt ein Kalb vorbei, dass den Autor dann ins Dorf begleitet. Kästner schreibt eine Geschichte, die sich vor einiger Zeit in den Alpenstädtchen Kirchberg zugetragen hat. Ort und Schauplatz der Handlung, die nun folgt ist ein Internat. Genauer gesagt das Johann Sigismund Gymnasium, eine Knaben-Oberschule. Auch dort im Städtchen geht alles seinen friedlichen Gang. Dort ist Martin Thaler (Peter Tost) ein fleißiger Schüler. Die Eltern des Klassenbesten sind sehr arm, er selbst übernimmt immer wieder Verantwortung auch für seine Mitschüler. Johnny (Peter Kraus) ist ein bisschen der Träumer der Klasse, ist aber sehr beliebt und wurde als kleiner Junge von einem Kapitän aufgenommen. Sein leiblicher Vater hat ihn von New York aus mit einem Schiff nach Deutschland geschickt, um ihn loszuwerden. Der Stärkste der Klasse ist Matthias Selbmann (Bert Brandt), den alle Matz nennen. Der will Boxer werden, isst bei jeder Gelegenheit und ist manchmal etwas schwer von Begriff. Viel pfiffiger ist sein bester Freund Uli von Simmern (Knut Mahlke), der kleinste der Klasse und auch der ängstlichste. Immer wieder hat er vor die Angst zu überwinden und er würde nur zu gerne so mutig sein wie Matz oder offensichtlich so selbstbewusst wie Sebastian Frank (Axel Arens). Rudi Kreuzkamm (Michael Von Welser) hat es nicht leicht, denn sein Vater (Bruno Hübner) ist Professor und Lehrer an der Schule. Ferdinand (Michael Verhoeven) ist der musikalische unter den Jungens. Sie alle mögen ihren Klassenlehrer Dr. Johann Bökh (Paul Dahlke), den sie alle Justus nennen. Denn der gestaltet den Geographieunterricht immer sehr lebendig, die Schüler haben dann das Gefühl die Welt wie aus einem Flugzeug zu sehen, Und dieses Bild wählen die Schüler auch für ihre Weihnachtsaufführung, Johnny hat das Stück geschrieben und Uli soll die einzige Mädchenrolle übernehmen. Zu diesem Zweck haben sie beim Firseur (Rudolf Vogel) eine Perücke machen lassen. Ulif fühlt sich von den anderen Jungs nicht richtig ernst genommen, weil er wenig Mut hat. Als die Realschüler Rudi Kreuzkamm, der mit den Diktatheften der Klasse unterwegs war, entführen, muss sich die Klasse etwas einfallen lassen, wie sie den entführten Kameraden befreien. Zu Rate ziehen sie "den Nichtraucher" (Paul Klinger), ein Mann, der in einem alten Eisenbahnwaggon ausserhalb der Stadt wohnt. Als der von dem jahrelangen Streit der beiden Klassen hört, macht er den Vorschlag, dass sich von jeder Gruppe jeweils nur einer einem Kampf stellen soll...


und mit seinem Auftreten wird dann auch die Kindheit und Jugend von Dr. Johann Bökh beleuchtet, der als Kind sehr unter dem Machtmissbrauch seiner Lehrer leiden musste und sich deshalb bemüht seinen Schülern ein guter Freund zu sein. Dies ist dann für Paul Dahlke auch endlich mal eine sehr positive Rolle, er wurde ja in den in seiner aktiven Zeit häufig als biederer Spießbürger oder als nicht unbedingt sympathischen Zeitgenossen eingesetzt (zb. Anders als die Andern oder Romanze in Moll). In dieser Film ist es anders und Dahlke kann auch gut den väterlichen Freund spielen, den die Schüler auch sehr respektieren. Im Grunde wirkt so ein Film wie "Das fliegende Klassenzimmer" fast aus einer ganz anderen, total entfernten Zeit. Die Nähe zum Märchen - wo alles mal optimal laufen könnte - scheint gegeben.  Schüler und Lehrer sind sich freundschaftlich verbunden. Die Erwachsenen respektieren die Nöte der Kinder und Jugend usw. Im Grunde ein Film über Freundschaften. Denn alle Jungs sind unterschiedlich und jeder hat eine Schwäche und auch eine Stärke. Sie akzeptieren einander nicht nur, sondern schätzen die Freundschaft des Anderen. Auch dies macht den Film zu einem "wie schön wäre wohl die Welt, wenn..." - Kästner schreibt über einen guten Zustand, der durch die Bemühungen dieser Lehrer und Schüler auch erreicht wird.



Bewertung: 7 von 10 Punkten.