Montag, 12. Februar 2024

Lilien auf dem Felde


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Raph Nelson

Schmidt baut eine Kirche...

Bevor Sidney Poitier im Jahr 1964 den Oscar als bester Schauspieler für seine Rolle als Homer Smith in Ralph Nelsons Film "Lilien auf dem Felde" erhielt, konnte lediglich Hattie McDaniel einen Academy Award als dunkelhäutige Schauspielerin gewinnen. Sie siegte 1940 als beste Nebendarstellerin für ihre Rolle in "Vom Winde verweht" - doch sie saß damals noch getrennt von den anderen weißen Nominierten mit ihrem schwarzen Begleiter an einem Extratisch. Erst durch Sidney Poitier kam ein zweiter Sieg für einen afroamerikanischen Schauspieler zustande, nachdem er bereits einige Jahre zuvor für "Flucht in Ketten" seine erste Oscarnominierung erhielt. Er wurde der wichtigste afroamerikanische Schauspieler seiner Generation.
"Lilien auf dem Felde" wurde von Ralph Nelson inszeniert, der einige bekannte Filme wie "Duell in Diablo", "Der große Wolf ruft", "Millionenraub in San Francisco", "Charly" und "Wiegenlied vom Todschlag" inszenierte. "Lilien auf dem Felde" war sein Durchbruch als Regisseur und entstand nach dem gleichnamigen Roman von William Edmund Barrett.  Jerry Goldsmith war für die Filmmusik verantwortlich.
Homer Smith ist ein umherziehender Alleskönner und Lebenskünstler, der auf einer Farm in der Wüste von Arizona Halt macht, um Wasser für sein Auto zu holen. Dort sieht er mehrere Frauen, die sehr ungeschickt an einem Zaun arbeiten. Die Frauen, die kaum Englisch sprechen, stellen sich als deutsche, österreichische und ungarische Nonnen vor. Die Oberin Mutter Maria (Lilia Skala), die Anführerin der Nonnen, überredet ihn, eine kleine Dachreparatur durchzuführen. Anstatt ihn zu bezahlen und weitergehen zu lassen, laden sie ihn zum Abendessen ein, bei dem alle auf deutsch sprechen. Sie alle nennen ihn "Schmidt“ - "Homerus Schmidt", das deutsche Äquivalent von Smith. Er bringt ihnen spielerisch etwas Englisch bei. Er bleibt über Nacht und geht davon aus, dass er am nächsten Morgen bezahlt wird. Am nächsten Tag bekommt er ein mehr als sparsames Frühstück und die Oberin zeigt ihm ein kaputtes Gebäude und sagt, sie möchte, dass er eine Kapelle baut. Er widersetzt sich und will nur Bezahlung. Smith versucht, die Oberin davon zu überzeugen, ihn zu bezahlen, indem er Lukas 10,7 zitiert: „Der Arbeiter ist seines Lohns würdig.“Die Oberin, bittet ihn, einen weiteren Bibelvers aus der Bergpredigt vorzulesen: „Betrachte die Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen; sie arbeiten nicht und spinnen auch nicht.“ Und doch sage ich euch, dass selbst Salomo in all seiner Herrlichkeit nicht wie eine von diesen gekleidet war.“ Als der Sonntag kommt, informiert Mutter Maria Smith, dass er die Schwestern in seinem Kombi zur Messe fahren wird. Die Nonnen haben kein Fahrzeug und müssen daher normalerweise den weiten Weg zur Kirche zurücklegen. Smith wird zur katholischen Messe eingeladen, die von einem umherziehenden Priester nicht in einer Kirche, sondern im Freien gefeiert wird, aber er lehnt ab, weil er Baptist ist. Stattdessen nutzt er die Gelegenheit, um sich im Handelsposten nebenan ein ordentliches Frühstück zu holen. Im Gespräch mit dem Besitzer Juan (Stanley Adams) erfährt Smith von den Nöten, die die Nonnen unter der Führung der unnachgiebigen Mutter Maria überwunden haben, um über die Berliner Mauer aus Osteuropa auszuwandern, nur um sich auf der Farm, die sie gewollt hatten, ein dürftiges Auskommen zu sichern. Juan erzählt Homer humorvoll, dass er das Gebet und den Glauben an die Religion als eine Form der "Versicherung“ betrachtet und schlägt vor, dass Homer den Nonnen deshalb ohne Bezahlung hilft - die Mutter Oberin glaubt ohnehin, dass Gott ihr diesen "Schmidt" geschickt hat. Der Priester vertraut Homer an, dass die Nonnen kein Geld haben, sagt aber, die Nonnen hätten ihm gesagt, dass er eine Kapelle bauen werde. Die Nonnen haben praktisch kein Geld und ernähren sich vom Land, von dem Gemüse, das das trockene Klima liefert, sowie von etwas Milch und Eiern. Auch nachdem er bei der Bitte um Bezahlung abgewiesen wurde, willigt Smith wider besseres Wissen ein, noch einen Tag zu bleiben und dann noch einen Tag und noch einen Tag...




In den Rollen der anderen Nonnen sind Lisa Mann, Isa Grino, Francesca Jarvis und Pamela Branch zu sehen. Das Boxoffice Ergebnis von mehr als 3 Millionen konnte sich sehen lassen und neben Sidney Poitier gab es noch vier weitere Nominierungen. Ernest Haller bekam eine fürr seine Schwarz-weiß Fotographie, Lilia Skala wurde in der Kategorie der besten Nebendarstellerin berücksichtigt. Auch Ralph Nelson war in der Kategorie "Bester Film" nominiert, da er den Film auch selbst produzierte. James Poe wurde als Drehbuchautor berücksichtigt. Doch es blieb am Ende bei einer Auszeichnung für den Hauptdarsteller, der dadürch Oscargeschichte schrieb. Erst in den 80er Jahren gelang es Schauspielern wie Louis Gossett jr und Denzel Washington diese dürftige Statistik zu verbessern.




Bewertung: 8 von 10 Punkten. 

Der Teufel von Colorado


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Joseph Kane

Die Komplizin von Butch und Sundance..

Für "Der Teufel von Colorado" (Originaltitel: The Maverick Queen) gab das Republic Studio etwas mehr fürs Budget aus, daher konnten sie auch die Hollywoodikone Barbara Stanwyk für die Hauptrolle gewinnen. Die Schauspielerin, die in den 30er und 40er Jahren ihre größten Erfolge hatte, wurde in den 50er Jahren gerne als starke Frau im Wilden Westen eingesetzt, wie beispielsweise in Anthony Manns "Die Farm der Besessenen, in "Königin der Berge" oder Samuel Fullers Kultfilm "40 Gewehre".
An ihre Seite wurde der B-Western erprobte Barry Sullivan gestellt, der den undercover tätigen Pinkerton Detektiv darstellt. Es ist ein Film, bei dem die berühmte Gang von Butch Cassidy und Sundance Kid auftauchen - natürlich waren deren Darsteller Howard Petrie (Butch) und Scott Brady (Sundance) lange nicht so smart, attraktiv und sympathisch wie George Roy Hill die beiden berüchtigten Outlaws in seinem oscarprämierten "Zwei Banditen" mit Paul Newman und Robert Redford darstellte.
Ein Fremder, der sich Jeff Young (Barry Sullivan) nennt, reitet durch die Prärie und kommt zum Viehtreck die Rancherin Lucy Lee (Mary Murphy), die nachts ihr Lager aufgeschlagen hat. Sie hat ausser dem alten Jamie (Wallace Ford) nur wenig Begleiter und die Gegend ist berüchtigt, da die Gang von Butch Cassidy und Sundance Kid nicht nur Züge überfallen, sondern auch Viehherden stehlen, die sie zu Geld machen können.  Von Lucy Lee bekommt der Fremde eine Mahlzeit und wird eingeladen im Lager zu nächtigen, was sich im Laufe der nächsten Stunden noch als Glücksfall erweist. Denn sie werden tatsächlich überfallen und der Fremde rettet sie dann vor einem Raubüberfall. Jeff hilft dabei, ihr Vieh in die Stadt zu bringen, wo er auf Kit Banion (Barbara Stanwyk) trifft, die ihren Saloon, die Maverick Queen, betreibt. Kit ist nicht nur eine gute Geschäftsfrau, sondern auch kriminell, denn sie macht heimlich gemeinsame Sache mit der berüchtigten Hole in the Wall Gang, natürlich angeführt von Butch Cassidy und Sundance, und der eifersüchtige Sundance(Scott Brady) ist verärgert, als Jeff ihn beim Pokern schlägt und das romantische Interesse von Kit auf sich zieht, die Jeff auch noch einen Job als Groupier in ihrem Saloon anbietet. Er gibt an, dass er in Wirklichkeit Jeff Younger ist, ein Verwandter der Outlaws der Younger Gang, und dass er Kit und ihren Mitarbeitern bei ihren illegalen Überfällen helfen möchte. Doch dies ist nur ein Vorwand, denn der Mann ist in Wirklichkeit ein Pinkerton Detektiv, der den Banditen endlich das Handwerk legen will...



Der Film basiert auf der Novelle von Zane Grey. Er wurde in Widescreen Naturama gedreht und bietet natürlich eine konventionelle Story, denn der verdeckt agierende Regierungsvertreter wurde schon in vielen Western als angeblicher Gangster in eine Bande eingeschleust. Interessant ist die Konstellation, dass sich zwei Frauen zu dem Ermittler hingezogen fühlen, auch wenn sie nicht wissen, wer dieser Fremde Mann tatsächlich ist. Originell ist jedoch die Rolle des Helfers und Faktotums Jamie. Ein Typus, der in vielen Western vorkommt. Doch dieses Mal bekommt er noch düsteres Profil verpasst.






Bewertung: 6,5 von 10 Punkten. 
 

Anders als die Anderen


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Vincente Minelly

Tee und Sympathie...

Vincente Minellys Lieblingsgenre war sicherlich das Musical. In diesem Bereich schuf er unverwüstliche Klassiker wie "Ein Amerikaner in Paris", "Gigi", "Meet me in St. Louis", "Vorhang auf" oder "Brigadoon". Ab den späteren 50er Jahren wandte er sich vermehrt aber auch anderen Stoffen zu. Bereits 1952 inszenierte er das bemerkenswerte Hollywoodmelodram "Stadt der Illusionen", das fünf Oscars gewann. Auch der 1956 entstandene "Ein leben in Leidenschaft" war bei der Vergabe der Oscars erfolgreich. Sein bester Film in dieser Zeit ist sicherlich das Verliererepos "Verdammt sind sie alle" mit Frank Sinatra, Dean Martin und Shirley McLaine in den Hauptrollen. Weitere Melodramen, die er in dieser Phase inszenierte sind "Fluch des Blutes", "Die vier apokalyptischen Reiter" und "Anders als die Anderen".
Die drei Hauptdarsteller Deborah Kerr, John Kerr (der mit Deborah Kerr nicht verwandt ist, auch wenn er denselben Nachnamen trägt) sowie Leif Erickson übernahmen im Film ihre Rollen, die sie ab September 1953 bereits 700 Mal am Broadway spielten. 
Schade, dass der Hays Code damals verhinderte, dass Minellys Film über Männlichkeit und Homosexualität sowie Ehebruch und Prostitution so sehr den Zwängen der Zensur unterworfen wurde, dass der Film aus heutiger Sicht fast schon ein bisschen verklemmt wirkt.  Nach dem Erfolg des Bühnenstückes zerbrach man sich den Kopf darüber, inwieweit man ein Drehbuch anpassen müsse, um eine Freigabe zu erzielen, da die ursprüngliche Geschichte als inakzeptabel abgelehnt werden würde. Schließlich einigte man sich darauf, dass Tom nicht homosexuell, sondern eben nur anders als die anderen Jungen sein sollte.Einem daraufhin überarbeiteten Drehbuch wurde die Zustimmung erneut versagt. Das Studio legte gegen die Entscheidung Berufung ein. Nach weiterem Hin und Her und der Zusage, dass man eine Sequenz einfüge, in der Tom später als glücklich verheiratet vorgestellt werde, erhielt der Film dann am 20. Juli 1956 endlich das begehrte Code-Siegel.Der siebzehnjährige Tom Robinson Lee (John Kerr), ein neuer Absolvent einer Jungenvorbereitungsschule, steht im Widerspruch zur Machismo-Kultur seiner Klasse, in der die anderen Jungen Sport lieben, herumtollen, über Mädchen fantasieren und sie vergöttern ihren Macho Trainer: Bill Reynolds (Leif Erickson). Tom bevorzugt klassische Musik, liest Gedichte, geht ins Theater und scheint sich in der Gesellschaft von Frauen im Allgemeinen wohler zu fühlen. Die anderen Jungen quälen Tom wegen seiner "unmännlichen“ Eigenschaften und nennen ihn „Zimperlieschen“. Er wird von seinem Vater Herb Lee (Edward Andrews) gefühllos behandelt, der glaubt, dass ein Mann männlich sein sollte und dass sein Sohn dazu passen sollte die anderen Jungs. Nur Al (Darryl Hickman), sein Mitbewohner, behandelt Tom mit Anstand, da er erkennt, dass Andersartigkeit nicht gleichbedeutend mit Unmännlichkeit ist. Diese wachsende Spannung wird von Laura Reynolds (Deborah Kerr), der Frau des Trainers, beobachtet. Mrs. Reynolds (Deborah kerr) lädt ihn oft alleine zum Tee ein und verliebt sich schließlich in ihn, unter anderem wegen seiner vielen Ähnlichkeiten mit ihrem ersten Ehemann John, der im Zweiten Weltkrieg getötet wurde. Die Situation eskaliert, als Tom dazu überredet wird, die örtliche Bardame Ellie (Norma Crane) zu besuchen, um den Verdacht über seine Sexualität auszuräumen, doch die Dinge laufen schief. Ihr Spott und seine Naivität veranlassen ihn, in der Küche der Frau einen Selbstmordversuch zu unternehmen. Sein Vater kommt aus der Stadt, um sich mit dem Dekan über Toms bevorstehenden Rauswurf zu treffen, nachdem er von einem Klassenkameraden auf Toms Absichten aufmerksam gemacht wurde. Er geht vom Erfolg seines Sohnes aus und prahlt mit seinem sexuellen Triumph und seinem altehrwürdigen Sprung ins Mannesalter, bis Reynolds ihm etwas anderes mitteilt. Laura macht sich auf die Suche nach Tom und findet ihn dort, wo er oft zum Grübeln geht, in der Nähe des sechsten Abschlags des Golfplatzes. Sie versucht ihn zu trösten und rät ihm, eines Tages eine Frau und eine Familie zu haben, aber er ist untröstlich. Sie beginnt zu gehen, kommt dann zurück und nimmt seine Hand, sie küssen sich und sie sagt: WWenn du in Jahren darüber sprichst, und das wirst du auch, sprich freundlich darüber.“ Zehn Jahre später kehrt der erwachsene Tom, mittlerweile ein erfolgreicher verheirateter Schriftsteller, an seine Privatschule zurück. Die letzte Szene zeigt, wie Tom seinen alten Trainer und Hausmeister besucht, um nach Laura zu fragen. Bill erzählt ihm, dass er zuletzt gehört hat, dass sie irgendwo im Westen ist, aber er hat eine Nachricht von Laura an Tom, die sie ihrem letzten Brief an Bill beigefügt hat. Tom öffnet den Brief, draußen und erfährt, dass sie es geschrieben hat, nachdem sie seinen veröffentlichten Roman gelesen hatte, der aus seiner Zeit an der Schule und ihrer Beziehung stammt. Nach ihrem Moment der Leidenschaft, erzählt sie Tom, habe sie keine andere Wahl gehabt, als Bill zu verlassen, und wie Tom in seinem Buch schrieb: "Die Frau hatte immer ihre Zuneigung zu dem Jungen bewahrt....






Somit wurde das meisten an Brisanz weggelassen und daher ist es nicht verwunderlich, dass Minellis Film in Vergessenheit geraten ist. Deborah Kerr bekam immerhin eine Nominierung bei den British Film Awards und auch ihre männlichen Costars Leif Erikson und John Kerr spielen ihre Rolle sehr überzeugend. Aus heutiger Sicht kann man jedoch einige Szenen oder Dialoge so werten, als wäre Homosexualität etwas ganz Grauenhaftes. 







Bewertung: 8 von 10 Punkten. 

Vom Teufel geritten


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Robert Parrish

Der junge wilde Bruder...

Als Editor erhielt Robert Parrish im Jahr 1948 den Oscar für seinen Filmschnitt in dem Film Noir "Jagd nach Millionen". Parrishs Hollywoodkarriere war äusserst vielseitig. In der Stummfilm-Ära war er als Schauspieler in Murnaus "Sunrise" zu sehen. Ab den 30er Jahren war er in Klassikern wie "Im Westen nichts Neues" oder "Lichter der Großstadt" zu sehen. 1935 war für den Schnitt des Films "Der Verräter" verantwortlich. Es folgten hervorragende Arbeiten für die Filme von John Ford (Früchte des Zorns), George Cukor (Ein Doppelleben) oder Max Ophüls (Gefangen). Seine erste Regiearbeit entstand Anfang der 50er Jahre, wobei seine Erfolge in diesem Metier nicht mit seinen Leistungen als Edition mithalten konnten. Trotzdem gelangen ihm gute Klassiker wie "Flammen über Fernost" oder "Heiße Grenze".
Auch bei dem 1958 gedrehten Cinemascope Western "Vom Teufel geritten" führte er Regie.
Der pensionierte Revolverheld und ehemalige konföderierte Soldat Steve Sinclair (Robert Taylor) lebt als Rancher in einer kleinen westlichen Gemeinde. Er arbeitet mit dem Hauptgrundbesitzer Dennis Deneen (Donald Crisp) zusammen, von dem er die Ranch gemietet hat, um die Stabilität der Gemeinde zu wahren. Sein ruhiges Leben wird durch das Auftauchen seines emotional instabilen jüngeren Bruders Tony (John Cassavetes) und Tonys schöner Freundin Joan (Julie London) gestört. Tony hat auch eine neue, wunderschöne handgefertigte Sechserpistole mit abgefeiltem Abzug mitgebracht. Er geht auf den Hof, um mit seinem anderen wertvollen Besitz seine Schnellziehfähigkeiten unter Beweis zu stellen. Ein alter Rivale von Steve, der Schütze Larry Venables (Charles McGraw), erscheint ebenfalls vor Ort und sucht nach Steve. Der waffenverrückte Tony fordert Venables auf, auf ihn zurückzugreifen. Als ein widerstrebender, aber kriegerischer Venables abgelenkt wird, tötet Tony ihn. Sein Erfolg steigt ihm zu Kopf und er betrinkt sich und ignoriert auch seine neue Freundin Joan. Steve ist wütend über die Schießerei und erzählt seinem jüngeren Bruder, dass Venable einer der schnelleren Revolverhelden war, die er je kannte, und dass er Glück hatte. Ein neues Problem entsteht mit der Ankunft von Clay Ellison (Royal Dano), einem Bauern, der plant, einen Streifen Land einzuzäunen, den er von seinem verstorbenen Vater geerbt hat. Das Land wird derzeit von Rindern beweidet und ist Teil des offenen Weidelandes. Ellison plant, auf dem Land Weizen anzubauen und Stacheldraht zu errichten, um das Vieh vom Grundstück fernzuhalten. Tony versucht, Ellison zu vertreiben, aber Steve greift ein. Ellison legt Berufung bei Deneen ein, der sich bereit erklärt, Ellisons gesetzliche Rechte auf das Land zu verteidigen. Tony ermordet jedoch Ellison, als dieser versucht, in der Stadt Proviant zu kaufen. Deneen bricht seine Verbindung zu den Sinclairs ab. Steve will die Ranch verlassen, aber Tony versucht, die Ranch zu übernehmen. Steve vertreibt ihn, aber Tony stellt Deneen zur Rede und versucht, ihn zu töten. Beide werden bei der Schießerei verletzt. Deneens Männer stimmen zu, Steve Tony finden zu lassen, wenn er seine Waffen anzieht, die er seit Jahren nicht mehr getragen hat. Tony ist in die Berge geflohen. Als Steve ihn findet, erschießt Tony sich selbst. Steve erzählt der verwundeten Deneen, dass sein Bruder tot ist. Deneen überredet ihn, auf der Ranch zu bleiben. Das letzte Bild zeigt Steve gemeinsam mit Joan, beide reiten in der Prärie...





Trotz einer sehr guten Optik ist der Film bei einer Laufzeit von 74 Minuten ungemein kurz, eigentlich zu kurz. Es wäre gut gewesen, dass man vielleicht noch ein bisschen mehr Tiefgang in die Geschichte eingepflegt hätte. Vor allem die Vergangenheit des ehemaligen Revolverhelden Steve hätte da genügend Möglichkeiten geboten. Die Schauspieler sind gut gewählt. John Cassavettes, der kurz zuvor durch Martin Ritts "Ein Mann besiegt die Angst" bekannt wurde, lieferte erneut eine sehr gute Vorstellung als Hitzkopf. 
 






Bewertung: 7 von 10 Punkten.