Freitag, 7. Februar 2020

Der Fall Cicero



















Regie: Joseph L. Mankiewicz

Fünf Finger...

Für "Ein Brief an drei Frauen" und "Alles über Eva" bekam Joseph L. Mankiewicz in den Jahren 1950 und 1951 jeweils einen Academy Award als bester Regisseur und beherrschte damit 2 Jahre lang die Oscar-Zeremonie. Einer der Nachfolgefilme war "Der Fall Cicero", der 1951 entstand und dem Regisseur mit deutschen Vorfahren eine weitere Nominierung in der Regie-Kategorie einbrachte. Auch das Drehbuch von Michael Wilson wurde nominiert.
Sein Script basiert auf dem Buch "Operation Cicero" von Ludwig Carl Moyzisch aus dem Jahr 1950. Moyzisch war Nazi-Handelsattache an der Deutschen Botschaft in Ankara in den Jahren 1943 und 1944. Im Film spielt James Mason diesen Spion Ulysses Diello - seine Figur basiert auf Elyesa Bazna, der zu einem der berühmtesten Spione des Zweiten Weltkriegs wurde und in diesen Jahren heimlich für die Nazis arbeitete, während er als Kammerdiener beim britischen Botschafter in der Türkei, Sir Hughe Montgomery Knatchbull-Hugessen, angestellt war und dessen vollstes Vertrauen genoß. Er benutzte den Codenamen "Cicero" - Mankiewiczs Film heißt im Original "Five Fingers". Bazna fotografierte streng geheime Dokumente und übergab die Filme über den Vermittler Moyzisch an Franz von Papen, den damaligen deutschen Botschafter in Ankara. Für diese brisanten Informationen verlange er viel Geld von den Deutschen und diese bekamen dann auch wichtige Geheimnisse über die Konferenz in Teheran, über die britische Nahostpolitik un natürlich auch über die geplante Invasion in der Normandie.
Im Zweiten Weltkrieg ist die Türkei ein neutraler Staat. Sowohl die Deutschen als auch die Allierten sind dabei die türkische Regierung zu beinflussen und auf ihre Sete zu ziehen. Frank von Papen (John Wengraf) und sein englischer Amtskollege Sir Frederic (Walter Hampden) führen eine Unterhaltung mit der verarmten französischen Gräfin Anna Staviska (Danielle Darieux), deren verstorbener Mann sehr deutschfreudlich war. Da sie kein Geld hat, bietet die Frau von Papen ihre Spionagedienste an. Doch der lehnt ab. Aber in der gleichen Nacht bekommt Militär Attache Moyzisch (Oskar Karlweiss) Besuch von einem fremden Mann, der für 20.000 Pfund den Deutschen geheime britische Dokumente anbietet. Moyzisch wendet sich an von Papen und dieser entscheidet dann auch den Spion für seine Dienste zu bezahlen. Der Unbekannte ist Diello (James Mason), der sehr geblildete Kammerdiener des britischen Botschafters. Mit der Gräfin besteht auch eine Verbindung, denn er war vor Jahren bei deren Mann als Diener angestellt. Obwohl die Nazis sehr misstrauisch sind, was die Dokumente anbelangt, stimmt der Wahrheitsgehalt. So werden die Dienste des Spions weiterhin in Anspruch genommen. Diello gesteht eines Tages der Gräfin seine gefährliche Tätigkeit und gleichzeitig gibt er auch seine Liebe zu ihr zu erkennen. Das Geld wird bei der Gräfin deponiert.
Inzwischen wird auch gegen die unbekannten Spion ermittelt und Gegenspionage Spezialist Colin Travers (Michael Rennie) ist Diello auf den Fersen. Auch bei den Nazis zieht der Spionagefall immer höhere Kreise. Hauptmann von Richter (Herbert Berghof) glaubt, dass sogar dieser Cicero ein Doppelagent ist...



Der Film braucht ein bisschen Zeit um richtig in Fahrt zu kommen. Aber dann wird es hochspannend und es ist eine Freude den Geheimdiensten bei ihren Ermittlungen zuzuschauen. Über allem steht eine gewisse Zeit der hochintelligente Spion, der von James Mason brillant dargestellt wird. Er lässt sich zwar irgendwann von der Frau seines Herzens böse austricksen, aber am Ende kann er trotz Aufdeckung auch mal lachen. Mehr wird nicht verraten, aber dieser Lacher ist eine der amüsantesten Szenen in diesem atmosphärisch dichten Spionagefilm, bei dem auch die Französin Danielle Darieux eine hervorragende Leistung abliefert. Auch einige Emmigranten wurden für den Film als Darsteller engagiert.



Bewertung: 8,5 von 10 Punkten.

1, 2, 3

Regie: Billy Wilder

Coca-Cola für Berlin und die Welt...

In der Phase zwischen 1957 und 1963 gelangen Billy Wilder echte Kassenhits und in dieser Phase wurde er auch für "Das Appartment" seinen dritten Oscar für die beste Regieleistung. Der Nachfolgefilm "1,2,3" war der einzige Film dieser Phase, der nicht erfolgreich war. Er spielte zwar 4 Millionen Dollar ein, was aber im Vergleich zu "Some like it hot" (40 Mio) oder "Irma la Douce" (26 Mio) äusserst enttäuschend war und auch die Kritik nahm Wilders Screwball Comedy aus den Zeiten des Kalten Krieges zwiespältig auf. Erst im Laufe der Jahre entwickelte sich "1,2,3" zu einem Kultfilm und heute wird er auch zu Billy Wilders besten Comedyfilmen gezählt.
Die Geschichte spielt im Jahr 1960 im in Berlin, das in Sektoren aufgeteilt ist. Im Westen freut man sich über die goldenen Jahre des Wirtschaftswunders, doch hinter dem eisernen Vorhang wird der Kommunismus groß geschrieben. In West Berlin hat Coca-Cola bereits seinen riesigen Siegeszug angetreten und ein C.R McNamara (James Cagney) ist dort Direktor der expandierenden Coca-Cola Fililale. Natürlich lebt McNamara für seinen Job, seine Frau Phillis (Arlene Francis) hat aber den beruflichen Ehrgeiz ihres Mannes. Zu oft sind sie und ihre beiden Kids schon umgezogen und sie würde liebend gerne wieder in den Staaten wohnen. McNamara ist aber gerne in Berlin, immerhin hat er mit seiner Sekretärin Ingeborg (Lilo Pulver) ein Techtelmechtel. Bei seinem Oberboss Wendell P. Hazeltine (Howard St. John) ist er extrem loyal und obrigkeitshörig. Genau wie seine deutschen Mitarbeiter (u.a. Hans Lothar, Karl Lieven) sich ihm gegenüber verhalten. Man erkennt auch bei fast allen Angestellten die Auswirkungen, die jahrelange Diktatur ausgemacht haben: Strammstehen und alles aufstehen, wenn der Boss am Morgen ins Büro kommt. Eigentlich eine Erfolgsgeschichte für den Direktor, doch als Hazeltine ihn darum bittet das etwas aufmüpfige Töchterchen eine Weile in Berlin zu beherbergen, kommt das Chaos auf Knall und Fall. Denn die hübsche Scarlett Hazeltine (Pamela Tiffin) hat nicht nur einen eigenen Kopf, sondern sie amüsiert sich sehr gerne mit möglichst vielen Männern. Dies bringt McNamara in Dauerstress, gerade zu der Zeit als er mit drei linientreuen Kommissaren (Ralf Wolter, Peter Capell, Leon Askin) aus dem Ostsektor mit Coca-Cola ins Geschäft kommen wollte. Und zu allem Unglück hat sich das Mädel auch noch in den jungen Otto Ludwig Piffl (Horst Buchholz) verguckt. Einem extrem linientreuen Jungkommunisten aus dem Osten der Stadt. Als beide heimlich heiraten und nach Moskau übersiedeln wollen ist McNamara nicht mehr weit von einem Nervenzusammenbruch entfernt. Und zudem kündet Scarletts Daddy sein Kommen nach Berlin an. McNamara wird natürlich alles dafür tun diese Ehe für ungültig erklären zu lassen, denn sein Job, nein seine ganze Existenz steht auf dem Spiel...





Billy Wilder macht sich genüßlich über die gehorsamen Deutschen, über die überheblichen Amis und über die Kommunisten lustig. Mit teils sehr schwarzem und galligem Humor. So wird Horst Buchholz in einer Szene von seinen Genossen mit dem Schlager "Itsy Bitsy Teenie Weenie Honolulu Strand Bikini" in Dauerschleife zu einem Geständnis genötigt, dass er ein US-Spion sei. Auch der Säbeltanz aus dem Ballet Gayaneh von Aram Chatschaturjan kommt im Film zum Einsatz, auch eine kuckucksuhr, die statt eines Vogels einen Uncle Sam enthält. Der Film strotzt nur so von witzigen Einfällen. Lilo Pulvers Tanz auf dem Tisch in Marilyn Monroe Aufmachung ist legendär und Wilder hat eine Menge anderer Filmklassiker gewürdigt, indem er an sie erinnert. So sind die drei kommunistischen Kommissare am Anfang des Films eine deutliche Reminiszenz an Lubitschs Comedy "Ninotschka" aus dem Jahr 1939. Auch auf die legendäre Grapefruit Szene aus "Public Enemy" wird Bezug genommen. Nach "1,2,3" zog sich Cagney für lange Zeit aus dem Filmgeschäft zurück. In einem Interview gab er irgendwann einmal - eher spassig - an, dass sein Rückzug auf die erheblichen Differenzen mit Co-Star Buchholz zurückzuführen war. Tatsächlich mochten sich die beiden überhaupt nicht.




Bewertung: 9 von 10 Punkten. 

Im Zeichen des Löwen


























Regie: Eric Rohmer

Aus dem Leben eines Bohemian...

Bereits im Jahr 1959 drehte Eric Rohmer seinen ersten Spielfilm. "Im Zeichen des Löwen" hieß dieses Debüt, das erst drei Jahre später einen Verleih fand und in die Kinos kam. Da die Nouvelle Vague bereits ihren Höhepunkt hinter sich hatte, floppte der Film an der Kasse. Inspiriert wurde Rohmer durch den wichtigen Drehbuchautor Paul Gegauff. Dieser Erstling ist nicht unbedingt typisch für den späteren Rohmer. Wobei bereits "im Zeichen des Löwen" die Handlung eher banal ist, aber der Filmemacher versteht es mit einer charmanten Atmosphäre die Geschichte zu veredeln. Der tragische Held der Geschichte heißt Pierre Wesselrin (Jess Hahn). Ein Mann, der im Zeichen des Löwen geboren ist und auch an die Sterne glaubt. Und er ist sich sicher, dass sein Sternzeichen im besonderen Maße mit Glück gesegnet ist. So ist es für den erfolglosen Komponisten und Bohemian sofort klar als er die Todesnachricht seiner vermögenden Tante erhält. Nur er kann der Erbe des Nachlasses sein und so gibt er gleich ein großes Fest. Unter den Gästen befindet sich auch der Journalist Jean-Francois (Van Doude), der sich mit seinem Freund richtig freut. Unmittelbar nach der schillernden Party, die ca. 50.000 Franc kostete, muss der Journalist zu einer Reportage ins Ausland. Als er nach einigen Wochen wieder nach Paris zurückkehrt, erfährt er, dass nicht Pierre, sondern sein Vetter geerbt hat. Der Journalist macht sich auf die Suche nach Pierre, doch jedesmal kommt er zu spät. Pierre selbst war Gast in einigen Hotels, konnte aber nie die Rechnung zahlen und seine Wohnung hatte er ja aufgrund des erwartenen Geldregens aufgegeben. Vermutlich wird er nun einer der vielen Obdachlosen in der französischen Hauptstadt sein und sich versuchen durchzuschlagen. Und das Überleben klappt besser zu zweit, so schließt sich Pierre für eine Weile dem Clochard Toto (Jean Le Paulin) an, der mit einer gewissen Kreativität Almosen bekommt...



Das Ende ist kurios und es scheint ein Glücksmoment zu sein, doch vielleicht bewahrheiten sich die Weisheiten "Reichtum verdirbt" oder "Reichtum alleine macht nicht glücklich". Denn der Regisseur lässt Pierre am Ende dann doch erben, weil der Vetter ums Leben kam. Sein Freund sucht ihn zuerst vergeblich, dann per Zufall wird er doch fündig. Oder ist das Zeichen des Löwens doch dazu bestimmt Glück zu haben ? Jedenfalls verlässt Pierre die Straße, die einige Zeit seine Heimat war. Der Clochard bleibt zurück. Für ihn ist im nun folgenden Leben in Saus und Braus kein Platz mehr. Im Grunde ist "Das Zeichen des Löwen" ein kleines Psychogramm von den Stationen eines Niedergangs. Und dies alles im sommerlichen Paris Ende der 50er Jahre. Die Stadt scheint zu dieser Zeit von seinen Bewohnern entvölkert, stattdessen hat der Tourist das Ruder fest in der Hand.




Bewertung: 7,5 von 10 Punkten.

Hafenstadt

























Regie: Ingmar Bergman

Berit und Gösta...

"Hafenstadt" aus dem Jahr 1948 gehört zu Ingmar Bergmans Frühwerken und auch wenn der schwedische Regisseur den drei Jahre später entstandenen "Einen Sommer lang" als ersten Film mit eigenem Stil und eigener Handschrift bezeichnete, ist in den Problemliebesfilm schon ganz viel vom späteren Bergman zu entdecken. Auf alle Fälle ist es ein Frauenfilm, der sich gegen die Moral und Sitten dieser Zeit auflehnt. Bergman zeigt eine junge Frau, die von ihrem gesamten Umfeld im Stich gelassen wird und die Hilfen, die der Staat anbietet, alles andere als hilfreich sein können.
"Hafenstadt" orientiert sich optisch an den Expressionismus der 20er Jahre, an den poetischen Realismus, an den Neorealismus und sogar an den Film Noir. Es ist ein düsterer Film, der Einblick gibt in die Begebenheit kurz nach dem Krieg.
Der Matrose Gösta (Bengt Eklund) kommt nach einigen Jahren auf See wieder zurück an seinen Heimathafen Göteborg. Schockierend sieht er mit an wie eine junge Frau (Nine-Christine Jönsson) ins Hafenbecken springt, um sich zu ertränken. Zum Glück wird das Mädchen gerettet. Anlaufstelle in Göteborg ist sein alter Freund Skäningen (Harry Ahlin), der ihn bei sich wohnen lässt und ihm eine Arbeit im Hafen verschafft. Abends machen die Männer dann gerne einen drauf in der Stadt. In einem Tanzlokal lernt der Matrose das Mädchen Berit kennen - es ist die junge Frau, die sich suizidieren wollte. Gösta überredet Berit mit ihm das Lokal zu verlassen. Dort am Eingang trifft Berit auf Gertrud (Mimi Nelson), die sie von früher kennt und die einen nachdenklichen, fast schon pessimistischen Eindruck macht. Berit nimmt Gösta mit in die Wohnung ihrer Mutter (Berta Hall), die nicht sonderlich erfreut über den Herrenbesuch ist. Gösta und Berit verbringen die Nacht miteinander. Von ihrem früheren Leben erzählt die junge Frau ihrem neuen Freund noch nichts. Sie war im Erziehungsheim und die Sozialarbeiterin Frau Vilander (Brigitta Valberg) hat über Berits Lebenswandel mitzubestimmen. Durch einige Freundschaften in der Vergangenheit mit Jungs gehört Berit für die Gesellschaft im Jahr 1948 zu den ganz schwierigen Mädchen, die als besonders flatterhaft gelten und von denen man glaubt, dass sie in der Gosse enden....




In Rückblenden wird Berits Kindheit beleuchtet. Der Vater leidet an einer schweren Nervenkrankheit und mit der Mutter gabs schon immer diverse Konflikte. Darüberhinaus macht "Hafenstadt" eine ungewollte Schwangerschaft zum Thema und die illegale Abtreibung bei einer Engelmacherin, die von Sif Ruud dargestellt wird. Dieser Eingriff geht für die Schwangere tödlich aus und plötzlich steht Berit alleine da. Der Mann, auf den sie hofft, ist zuerst einmal feige zu ihr zu halten. Somit hat Bergman in einen Film von 1948 schon sehr viel Zündstoff eingepackt und Themen gewählt, die zu dieser Zeit recht selten waren. Der Regisseur nimmt auf wunderbare unsichtbare Weise eindeutig Stellung für die junge Frau, die sich trotz ihrem Selbstbewusstsein und spontanen Wesen zuerst einmal gegen eine bornierte Gesellschaft durchsetzen muss.




Bewertung: 7,5 von 10 Punkten. 

Rache für Jesse James

























Regie: Fritz Lang

Was nach dem Mord an Jesse James geschah..

Henry Kings Verfilmung von "Jesse James" aus dem Jahr 1939 war ein riesiger Publikumserfolg und einer der kassenträchtigsten Filme seines Jahrgangs. Kein Wunder, dass die Twentieth Century Fox eine Fortsetzung nachschob. Und hier kommt der deutsche Hollywood Regisseur Fritz Lang ins Spiel, der mit "Rache für Jesse James" seinen ersten Western machte. Mit "Überfall der Ogallalla" sollte noch ein weiterer guter Genrevertreter nachfolgen.
Die Geschichte spielt nach dem Mord an Jesse James, der von den beiden Brüdern Charlie (Charles Tannen) und Robert Ford (John Carradine) hinterrücks erschossen wurde. Jesses Bruder Frank (Henry Fonda) hat sich unter einem anderen Namen als Farmer niedergelassen. Mit ihm bewirtschaften seine Freunde Clem (Jackie Cooper) und Pinky (Ernest Whitman) den Hof. Er trauert um seinen Bruder, hat aber das Gefühl, dass die beiden Mörder keine Belohnung für den feigen Mord erhalten, sondern ist überzeugt, dass sie am Galgen baumeln werden. Doch das Gericht kommt zum Schluß die beiden Übeltäter freizusprechen. Ein großen Anteil an diesem Urteil hat der Eisenbahnchef McCoy (Donald Meek), der sich nichts sehnlichster herbeiwünscht als die Festnahme von Frank James. Als Frank vom Freispruch erfährt, schwört er Rache zu üben. Der junge Clem will Frank unbedingt begleiten. Doch dazu brauchen die beiden Rächer Geld - ein Raub von Geldern, die der Eisenbahngesellschaft gehören wird durchgeführt. Dabei kommt der Vorsteher einer Bahnstation ums Leben. Es war zwar nicht die Kugel von Frank und seinen Freunden, der tödliche Schuß wurde von den Bürgern, die sich draußen befanden, ausgelöst. Aber fortan wird Frank auch als Mörder gesucht. Unterwegs lernt er die hübsche Zeitungsreporterin Eleanor Stone (Gene Tierney) kennen, die für das Blatt ihres Vaters (Lloyd Corrigan) schreibt. Ihr erster großer Exklusivbericht handelt von Frank James. Und von seinem tragischen Tod...Frank und Clem haben selbst das Gerücht gestreut. Dadurch fühlen sich die Ford Brüder in Sicherheit und spielen ungeniert mit bei einem Theaterstück, dass die Ermordung von Jesse James auf der Bühne nachspielt. Natürlich völlig falsch. In dieser Inszenierung werden die Fords zu unerschrockenen Helden hochstilisiert und die James Brüder werden als Widerlinge dargestellt, die sogar wehrlose Frauen erschießen. Während der Aufführung erkennt Robert Ford aber seinen Verfolger und nun ist die Jagd eröffnet. Dabei stirbt Charlie Ford. Robert kann entkommen und Frank erfährt von der Reporterin, dass man in seiner Heimat den unschuldigen Pinky zum Tod verurteilt hat. Angeblich wegen Mittäterschaft. Nun muss sich Frank entscheiden: Den Bruder rächen oder aber den Freund vor dem Galgen zu bewahren...



Für Fritz Lang war es nicht nur der erste Western, sondern auch der erste Farbfilm. Dabei gelingt ihm ein sehr unterhaltsamer Western mit vielen guten Szenen. So zum Beispiel die Begegnung im örtlichen Theater, wo diie Geschichte der Ermordung von Jesse als verlogene Schmierenkomödie zur Aufführung kommt oder wenn der erste Ford in einen reißenden Sturzbach stürzt und dabei zu Tode kommt. Gene Tierney absolvierte mit diesem Film ihr Debüt und gemeinsam mit Jackie Cooper steht sie für den jugendlichen Touch des Films. Für einige Lacher sorgt Henry Hull als Major Rufus Todd, der Frank am Ende vor Gericht vertritt.




Bewertung: 7,5 von 10 Punkten.