Regie: Joseph Pevney
Intrigen und Begierde...
Joan Crawford bekam für ihre Rolle als "Mildred Pierce" 1946 den Oscar, ihr Filmpartner Zachary Scott war 10 Jahre jünger als Sie. Auch in der Folge gab es immer wieder Rollen für die 1905 gebürtige Diva mit wesentlich jüngeren Co-Darstellern. Crawford schien abonniert auf die Rolle der attraktiven, enttäuschten, bereits etwas älteren Frau, die jüngere Männer begehrt oder von diesen begehrt wird, wie in "Johnny Guitar" mit Sterling Hayden (11 Jahre jünger) oder Steve Cochran in "Im Solde des Satans" (13 Jahre jünger) Auch in "Haus am Strand" ist sie 50 und ihr attraktiver Partner Jeff Chandler war zum Zeitpunkt der Dreharbeiten 36 Jahre alt. Getoppt wurde dieser Altersunterschied aber bereits 3 Jahre zuvor, da Jack Palance (Co-Star aus "Maskierte Herzen") sogar 16 Jahre jünger war. Eine ältere Frau namens Queenie (Nathalie Schafer) äußert gegenüber ihrem Ehemann Osbert Sorenson (Cecil Kallaway) Bedenken, ob sie die Polizei rufen sollten. Ihr Mann zieht den Stecker des klingelnden Telefons; aus dem Nebenzimmer sind das Schluchzen und die Schreie einer Frau (Judith Evelyn) zu hören. Das Ehepaar betritt den Raum, trifft auf Drummy (Jeff Chandler) und berät darüber, ob die Polizei gerufen werden muss. Drummy trinkt einen Schnaps und stürmt durch die Terrassentüren nach draußen. Das Paar eilt in ein anderes Zimmer, als die verstörte Eloise Crandall aus dem Schlafzimmer tritt. Während sie betrunken durch das Wohnzimmer torkelt, ruft Eloise nach Drummy und leert ihr Glas, wobei sie stammelt: „Es tut mir leid, Drummy!“ Plötzlich stürmt Eloise auf die Terrasse, ruft seinen Namen, schreit auf und stürzt in den Tod – für den Zuschauer unsichtbar. Ihr Körper liegt später ausgestreckt im Sand; das zerbrochene Glas liegt neben ihr. Am nächsten Tag betrachten zwei Polizisten (Charles Drake und und Stuart Randall) die Scherben und bemerken ein Boot, das am hauseigenen Bootssteg liegt. Sie sehen eine blonde Frau, die Kleidungsstücke von dem inzwischen zerbrochenen Holzgeländer entfernt. Es klingelt an der Tür, und die Frau empfängt Mrs. Lynn Markham (Joan Crawford) im Haus. Amy Rawlinson (Jan Sterling) stellt sich als Immobilienmaklerin vor und erklärt, das Haus sei auf Wunsch von Mr. Markham gemietet worden. Amy erwähnt, man habe sie noch nicht so früh erwartet, da die Vormieterin, Mrs. Crandall, erst am Vorabend ausgezogen sei; sie beschreibt Mrs. Crandall als gute Mieterin – eine „ruhige, kleine alte Dame. Sehr nett.“ Amy führt Mrs. Markham durch das Haus und bemerkt, dass Mr. Markham das Haus sehr geschätzt habe und es schade sei, dass Mrs. Markham nicht dort gewohnt habe. Von der Terrasse aus beobachten sie das Boot; Mrs. Markham erkundigt sich: „Gehört das auch mir?“ Amy erklärt, das Boot gehöre einem Nachbarn, Drummond „Drummy“ Hall. Mrs. Markham bittet Amy, ihn aufzufordern, das Boot zu verlegen. Die beiden beobachten, wie die Polizei am Strand den Umriss des Leichnams vermisst. Amy tut dies ab und vermutet, es handele sich um „irgendetwas, das mit der Regierung zu tun hat“. Mrs. Markham bemerkt im Haus Gegenstände, die einem Mann gehören, und bittet Amy, diese Dinge zusammenzusuchen und an Drummy zurückzugeben. Sie bemerkt: „Ich habe eine so üble Fantasie. Ich möchte einfach in Ruhe gelassen werden.“ Während sie Amy hinausbegleitet, erwähnt Mrs. Markham, dass sie das Haus verkaufen wolle. Amy spürt ihr Unbehagen, entschuldigt sich und erklärt, Mrs. Crandall sei keine gute Mieterin gewesen – woraufhin Lynn erwidert, sie habe ihr ohnehin nicht geglaubt. Als Mrs. Markham auf der Terrasse die Sonne genießt, wird sie von Lieutenant Galley von der Hafenpolizei angesprochen; er teilt ihr mit, dass Mrs. Crandall nach einem Sturz von der Terrasse ums Leben gekommen sei. Galley erzählt, er kenne alle Reichen der Gegend, und berichtet allerlei Details über die Verstorbene: Sie habe vor sieben Jahren geheiratet, besitze ein Spielcasino und ihr Mann sei vor einem Jahr gestorben. Mrs. Markham verrät, ihr größter Wunsch sei es immer gewesen, allein zu sein. Der Beamte deutet Gerüchte an, wonach Mrs. Crandall Selbstmord begangen habe, doch er selbst glaubt nicht daran. Am nächsten Morgen wird Mrs. Markham durch das Geräusch eines aufheulenden Bootsmotors geweckt. Sie ruft Drummy zu, er solle leise sein; dieser entgegnet, er verlege das Boot nur, wie es von ihm verlangt worden sei. In der Küche angekommen, ist Markham schockiert, als sie Drummy beim Frühstückszubereiten vorfindet. Mitten in seinen Fragen erkundigt sie sich, wie er überhaupt ins Haus gelangt sei. Er schlägt ihr einen gemeinsamen Ausflug zu einer Insel vor – ein Vorschlag, der bei ihr jedoch auf wenig Gegenliebe stößt. Als sie ihn nach dem Schlüssel fragt, den er bei sich trägt, klingelt es an der Tür. Ein neuer Beamter namens Frankovitch erkundigt sich nach der Kleidung der Verstorbenen. Drummy erklärt, er habe sie bei sich zu Hause nebenan aufbewahrt, und händigt Lynn schließlich den Schlüssel aus. Später am Strand sonnt sich Drummy, während das Ehepaar Sorenson Bloody Marys trinkt und darüber spricht, wie sie mit Mrs. Crandall „ordentlich Geld hätten verdienen wollen“, bevor diese starb. Die beiden drängen Drummy dazu, sich mit dem neuen Mieter anzufreunden; sie schlagen vor, ihn mit jemandem zu verkuppeln, der „so praktisch das Zeitliche segnet wie Eloise“....











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