Regie: Werner Jacobs
Der unbekannte Erpresser...
1967 kam mit "Mörderclub von Brooklyn" der erste Jerry Cotton in Farbe in die Kinos. Genau wie seine Vorgänger war auch Werner Jacobs Film sehr erfolgreich und es wurden mehr als 1,3 Millionen Zuschauer gezählt, die an einem weiteren Abenteuer des besten FBI-Mannes interessiert waren. George Nader hatte bereits in den 50er Jahren einige Erfolge, er wurde 1955 für seine Rolle in "Die Nacht der Rache" mit einem Golden Globe geehrt. Durch die Jerry Cotton Rolle wurde er in Europa zum Star, er bekam von der Jugendzeitschrift BRAVO jeweils einen Bronzenen und Silbernen Otto als bester Filmschauspieler. Nader war eng mit Rock Hudson befreundet, der 1985 an Aids starb und Nader ein größeres Vermögen hinterlassen haben soll. Er lebt bis zu seinem Tod mit seinem Lebenspartner Mark Miller, mit dem er seit 1951 beffreundet war auf der Hawaii Insel Maui oder auf seinem Anwesen in Palm Springs. Hollywood Insider führen Naders Erfolglosigkeit in den USA unter anderem auf sein früh gemachtes Coming out zurück. Der New Yorker Bankier Dyers (Karl Stepanek) veranstaltet eine Party, zu der er auch die FBI Männer Jerry Cotton (George Nader) und Phil Decker (Heinz Weiss) eingeladen hat - er erzählt den beiden, dass er und seine Freunde Mr. Johnson (Helmuth Rudolph) und Mr. Cormick (Rudi Schmitt) Drohbriefe erhalten haben. Die unbekannten Erpresser fordern von jedem eine Million Dollar - bei Nichtzahlung werden die Kinder der Millionnäre entführt und getötet. Damit sind Jean Dyers (Dagmar Lassander), Bryan Dyers (Helmut Förnbacher), Burnie Johnson (Helmut Kircher) und Edna Cornick (Helga Anders) in großer Gefahr. Tatsächlich erscheinen auf der Feier bewaffnete Gangster und überfallen die Anwesenden. Durch ein Missverständnis wird statt Jean, der Tochter von Dyers, jedoch deren Freundin Sally Chester (Ira Hagen) entführt. Als die Verbrecher ihren Irrtum bemerken, wird das junge Mädchen kaltblütig ermordet. Obwohl Decker und Cotton die besten Männer vom Department vor der Villa Dyers postieren, gelingt es den Gangstern auch Dyers Tochter Jean auf mysteriöse Weise Opfer der skrupellosen Bande. Auch sie wird ermordet....
Eine Entführerbande hat sich darauf spezialisiert, die Kinder von Spitzenmanagern zu entführen. Jerry Cotton hat den Auftrag, die Kinder zu retten und die Gangster festzunehmen. Seine ersten Versuche schlagen fehl: Eines der entführten Kinder kommt ums Leben, und anschließend wird Jerrys Kollege Phil als Geisel genommen. Bevor Jerry Erfolg hat, muss er aufdecken, dass die Kriminellen einen geheimen Komplizen in den eigenen Reihen haben. Auch wenn die schwarz weiß Filme des FBI Mannes einen besonderen Reiz ausmachten, so war es an der Zeit Jerrys Fälle in Farbe zu präsentieren. Die Aufnahmen der New yorker Impressionen sind so geschickt platziert, dass man tatsächlich das Gefühl hat der Film käme aus den USA. Zudem ist die Geschichte von Werner Jacobs sehr spannend inszeniert, auch wenn gewissen Ungereimtheiten durch die rasante Machart verdeckt werden. Werner Jacobs hat in den 50er Jahren bis in die frühern 70er Jahre sehr viele erfolgreiche Kinokassenhits gedreht. In seiner Filmographie sind Erfolge wie "Der Bettelstudent", "Im weißen Rössl", "Mariandl", "Freddy und das Lied der Südsee", "Der Musterknabe", "Heimweh nach St. Pauli", "Hilfe meine Braut klaut", "Heidi", "Onkel Filser", "Die Lümmel von der ersten Bank", "Heintje - Ein Herz geht auf Reisen", "Unser Willi ist der Beste", "Alter Kahn und junge Liebe" und "Das fliegende Klassenzimmer" zu finden.
Bewertung: 7,5 von 10 Punkten.













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