Montag, 2. März 2026

Durst















Regie: Ingmar Bergman

Zugfahrt durch Deutschland nach dem Krieg...

1999 berichtete der schwedische Regisseur ingmar Bergman, dass er in seiner Jugend, nicht zuleztt beeinflusst durch ein rechtes, antikommunistisches Elternhaus, ein Bewunderer von Adolf Hitler und dem Nationalsozialismus gewesen sein.  „Unser Geschichtslehrer verehrte ‚das alte Deutschland‘, unser Gymnastiklehrer besuchte jeden Sommer Offizierstreffen, einige der Pastoren in der Gemeinde waren heimliche Nazis und die engsten Freunde der Familie drückten starke Sympathien für das ‚neue Deutschland‘ aus. Erst als die Tore der Konzentrationslager geöffnet wurden, habe ich zuerst meinen Augen nicht getraut … Als die Wahrheit ans Tageslicht kam, war das ein furchtbarer Schock für mich. Auf brutale und gewalttätige Weise wurde ich plötzlich meiner Unschuld beraubt.“ In seiner Autobiografie schreibt er dazu: „Der Glanz an der Oberfläche hat mich geblendet und ich habe das Dunkle nicht gesehen.“ Seine Schlussfolgerung: „Nie mehr Politik!“ Ein Versuch der Bewältigung fand mit dem 1977 gedrehten Film "Das Schlangenei" statt. Im Jahr 1949 war er noch nicht der international rennomierte Regisseur. Ein gemeinsames Thema seiner frühen Filme waren Paare, die sich gegen den feindlichen Zugriff der Umwelt wehren müssen und deren Liebe zwischen äusseren Widerständen und dem Unvermögen der Liebenden selbst aufgerieben wird. Einen eigenen Stil hatte er damals noch nicht, er lehnte sich aber an den geschätzten schwedischen Stummfilm und an den Poetischen Realismus bzw. den italienischen Neorealismus an.  Rut (Eva Henning) und ihr Mann Bertil (Birger Malmsteen) reisen nach einem Italienurlaub mit dem Zug nach Hause. Einer der Aufenthalte findet in Basel statt, dort übernachten sie in einem Gasthaus. Ihre Ehe ist unglücklich, da Rut unter Stimmungsschwankungen und starkem Alkoholkonsum leidet. Während der Fahrt durch die Trümmer des Nachkriegsdeutschlands erinnert sich Rut an eine frühere Affäre mit dem verheirateten Offizier Raoul (Bengt Eklund). Dessen Frau Astrid (Gaby Stenberg) entdeckt die Liason und stellt Rut zur Rede. Kurz danach wird Rut auch noch schwanger. Raoul zwang sie zur Abtreibung, was zu Komplikationen führte, vor allem zu Ruts Unfruchtbarkeit und dem Ende ihrer Karriere als Tänzerin. Ihre Freundin und Tanzpartnerin Valborg (Mimi Nelson), angewidert von Männern, wandte sich anderen Frauen zu. Auch Bertil wird von einer früheren Affäre mit der Witwe Viola (Birgit Tenrod) gequält. Während Rut und Bertil nach Hause reisen, macht der Film einen krassen Szenenwechsel und zeigt Violas Flucht vor einem sadistischen Psychiater (Hasse Ekman) ihre Begegnung mit Valborg, der sie unverhohlen zu verführen versucht, und ihren späteren Selbstmord. Unterdessen spitzt sich die Spannung zwischen Rut und Bertil zu, und Bertil tötet Rut scheinbar nach einem Streit. Als Bertil erwacht, erkennt er, dass er sich Ruts Tod nur eingebildet hat. Das Paar beschließt, ihrer Ehe eine weitere Chance zu geben...







Die lesbische Verführungsszene war damals ein kleiner Skandal. Bergman vertraute Birgit Tengroth die Rolle der Viola an. Die Autorin half ihm nach eigener Aussage bei der filmischen Umsetzung der lesbischen Episode. Die Innenaufnahmen fanden vom 15. März bis 9. April 1949 statt, die Außenaufnahmen vom 29. Juni bis 5. Juli 1949. In Schweden kam der Film auch in jenem Jahr ins Kino. Deutschland haderte mit dem destruktiven Inhalt, des Tabubruchs gleichgeschlechtlicher Liebe und der deutsche Prüfungsausschuß verbot den Film zunächst. Erst am 14. April 1953 wurde das Verbot aufgehoben. 











Bewertung: 6,5 von 10 Punkten. 
 

Der rote Korsar


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Regie: Robert Siodmak

Vallo, der Piratenkapitän...

Der 1950 entstandene Swashbucklerfilm "Der Rebell" von Jacques Tourneur war nicht nur mit fast 6 Millionen Dollar Umsatz ein Riesenhit im Kino - die beiden Darsteller Burt Lancaster und Nick Cravat konnten noch dazu ihre akrobatischen Fähigkeiten mehrmals unter Beweis stellen. Durch diesen Erfolg kam 2 Jahre später mit dem gleichen Erfolgsgespann Lancaster und Cravat der Piratenfilm "Der rote Korsar" (Originaltitel: The Crimson Pirate) ins Kino, auch dieser Film war mit 2,5 Millionen Dollar Umsatz in den US-Kinos ein Erfolg und es war dem Regisseur Robert Siodmak zu verdanken, dass das dramatische Drehbuch in eine turbulente Abenteuerkomödie umgeschrieben wurde.  Ein Element des Films sind die Stunts von Lancaster und Cravat. Die beiden Jugendfreunde waren in den 1930er-Jahren als Artistenduo „Lang and Cravat“ gemeinsam im Zirkus aufgetreten, in den 1950er-Jahren drehten sie dann gemeinsam mehrere Filme. Wie bereits im zwei Jahre zuvor gedrehten "Der Rebell" war die Rolle von Cravat stumm. Grund dafür war der starke unüberwindbare Brooklyn Akzent, der einfach nicht in diese Historienabenteuer passte. Aus filmhistorischer Sicht ist "Der rote Korsar" bis heute einer der ganz großen Klassiker seines Genres, der selbst für den Megaerfolg "Fluch der Karibik" Inspiration war.   Ende des 18. Jahrhunderts kapert der karibische Piratenkapitän Vallo (Burt Lancaster) mit seiner Mannschaft eine Fregatte der königlichen Marine. An Bord befindet sich Baron Gruda (Leslie Bradley), ein Sondergesandter des Königs, der auf dem Weg zur Insel Cobra ist, um einen Aufstand unter der Führung von El Libre (Frederic Leister) niederzuschlagen. Baron Gruda und Vallo einigen sich: Vallo lässt den Baron und seine Mannschaft frei, behält aber die Fregatte. Im Gegenzug sollen sie El Libre gefangen nehmen und ihn dem Baron gegen eine hohe Belohnung ausliefern. Vallo und seine Mannschaft segeln nach Cobra, wo der Kapitän und sein Leutnant Ojo (Nick Cravat) an Land gehen und sich mit den Rebellen der Insel treffen, angeführt von Pablo Murphy (Noel Purcell) und El Libres Tochter Consuelo (Eva Bartok). Vallo und Ojo erfahren, dass El Libre gefangen genommen und auf der Insel San Pero inhaftiert ist. Nachdem sie nach San Pero gesegelt sind, gibt sich Vallo als Baron aus und befiehlt, die Gefangenen in seine Obhut zu übergeben. Consuelo ist verzweifelt, als sie erfährt, dass Vallo sie, El Libre und einen Professor (James Hayter), der ebenfalls gefangen gehalten wird  an Baron Gruda verkaufen will. Sie fleht ihn an, sie zu begleiten, doch er weigert sich. Vallos erster Offizier, Humble Bellows (Torin Thatcher), belauscht das Gespräch und wendet sich gegen seinen Kapitän, weil dieser sein Wort gebrochen hat. Vallo lässt El Libre und Consuelo gehen, doch die Wachen des Königs erwarten sie bereits. El Libre wird getötet und Consuelo gefangen genommen. Die Piraten meutern gegen Vallo, und Humble Bellows wird zu ihrem neuen Kapitän gewählt. Baron Gruda nimmt die Piraten gefangen und zwingt Consuelo, den Gouverneur von Cobra zu heiraten. Vallo will Consuelo befreien, doch der Professor überzeugt ihn, zuerst die Unterstützung der Inselbewohner zu gewinnen. Um die gut ausgebildeten und bewaffneten Truppen auf Cobra zu besiegen, lässt der Professor die Rebellen eine Vielzahl futuristischer Waffen bauen, darunter Panzer, Gatling-Kanonen, Flammenwerfer, einen Heißluftballon und ein U-Boot. Am Tag der Hochzeit stürzen die Menschen den Gouverneur und seine Wachen. Es entbrennt eine gewaltige Land- und Seeschlacht, die mit der Zerstörung des Piratenschiffs, der Eroberung des Marineschiffs, dem Tod des Barons und der Wiedervereinigung der Liebenden endet. Der Film schließt mit einem leidenschaftlichen Kuss von Vallo und Consuelo auf dem Oberdeck, während die Piraten auf dem erbeuteten Schiff unten feiern...









Siodmak, der in Hollywood vornehmlich Filme der schwarzen Serie wie "The Killers", "Der schwarze Spiegel", "Zeuge gesucht", "Die Wendeltreppe", "Unter Verdacht", "Schrei der Großstadt" und "Gewagtes Alibi" drehte, hatte auch diesem Abenteuerfilm in Technicolor sein Können bewiesen. Gedreht wurde der Film in Ischia, der Bucht von Neapel und in den Teddington Studios. Kritiker verglichen Lancaster lobend mit Douglas Fairbanks Sr.








Bewertung: 8,5 von 10 Punkten.
 

Der Jugendrichter















Regie: Paul Verhoeven

Mädchen auf schiefer Bahn...

Es gibt nicht nur den niederländischen Regisseur, der Paul Verhoeven heißt - auch ein deutscher Regisseur, der von 1901 bis 1975 lebte, trug den gleichen Namen und drehte bereits Filme während des dritten Reichs. Er war Darsteller, Drehbuchautor und Regisseur. Seine bekanntesten Filme entstanden mit "Das kalte Herz" (1950) und "Der Jugendrichter" (1960) in der Nachkriegszeit. Paul Verhoeven war der Vater von Michael Verhoeven, der auch in "Der Jugendrichter" eine effektive Nebenrolle spielte und kurze Zeit später die Schauspielerin Senta Berger kennenlernte und heiratete. Michael Verhoeven trat auch als Regisseur in die Fußstapfen seines Vaters und drehte mit "Die weiße Rose", "Das schreckliche Mädchen" oder "Mutters Courage" international sehr beachtete Filme. Auch Michaels Sohn ist in der Filmbranche tätig und landete mit dem Film "Willkommen bei den Hartmanns" einen echten Kinohit, der 2016 fast 4 Millionen Zuschauer in die deutschen Kinos lockte und damit auch unter den fünf erfolgreichsten Filme des Jahres landete. Somit eine familiäre Kinodynastie. Der 1960 gedrehte "Der Jugendrichter" mit Heinz Rühmann und Karin Baal war bei seinem Kinoeinsatz ebenfalls ein echter Hit. 4,7 Millionen Zuschauer zahlten damals eine Kinokarte und so verrpasste Paul Verhoevens Film nur ganz knapp die Kino-Top 10 des Jahres 1960, in der insgesamt 8 nationale Produktionen (Der brave Soldat Schwejk, Spukschloß im Spessart, Zum weißen Rössl, Ich zähle täglich meine Sorgen, O Sole mio, Faust, Und ewig singen die Wälder und Marina) zu finden sind. Lediglich zwei internationale Filme "Ben Hur" (Rang 1) und "La Dolce Vita" (Platz 6) konnten sich als Publikumslieblinge durchsetzen. Jugendrichter Dr. Ferdinand Bluhme (Heinz Rühmann) ist für sein Einfühlungsvermögen bekannt. Umso mehr überrascht es, dass er bei der jungen Inge Schumann (Karin Baal), die ihrem Freund Kurt (Rainer Brandt) und dessen beide Kumpane Willi (Peter Thom) und Fred (Michael Verhoeven)  bei einer Erpressung zur Seite stand, keine Gnade kennt und ihr volle acht Monate Jugendknast auferlegt. Was zu diesem Zeitpunkt nur er weiß, ist der Umstand, dass er mit dieser vermeintlichen Härte des Urteils einzig im Sinn hat, Inge dem kriminellen Umfeld, in welches sie, für ihn offensichtlich, ihr Freund hineingezogen hat, zu entziehen. Er will ihr auf diese Weise Abstand verschaffen und die Chance, dass sie sich nicht noch weiter in den kriminellen Abgrund ziehen lässt, vergrößern. Doch Inge kann mit dieser eher harten Strafe nicht umgehen und flieht auf das Dach des Gerichtsgebäudes, sie droht Selbstmord zu begehen. Doch Dr. Bluhme kann die brenzlige Situation retten, weil er ihr verspricht, dass er das Urteil rückgängig machen wird. Er bringt sie als Aushilfe in der Pension unter, in der er wohnt. Doch diese Bewährung ist für das Mädchen nicht leicht.  In der Pension angekommen, erweckt die attraktive Inge das Interesse der anderen männlichen Bewohner, was der Pensionsbesitzerrin Frau Winkler (Lola Müthel) gleich auffällt und auch missfällt. Die Handlung erfährt eine Wendung, als Inge sich ein bisschen in ihren Richter verliebt hat. Ihr ehemaliger Freund Kurt bekommt das mit und versucht Inges Gefühle für Richter Bluhme dafür auszunutzen, ihn zu erpressen....








Der Film wurde von Ulrich Film in Berlin produziert und auch international (in Schweden, Finnland, Dänemark, Mexiko und den Vereinigten Staaten) vermarktet. Die Geschichte wirkt aus heutiger Zeit natürlich betulich und auch nostalgisch, aber solche Kolportage Filme waren damals beliebt und waren sehr beliebt in Deutschland. Die Bilder sind allerdings authentisch und die Darstellerleistungen sehr gut. ´








Bewertung: 7 von 10 Punkten.

Weint um die Verdammten

























Regie: Raoul Walsh

Eine Bande von Engeln...

"Band of Angels" (deutscher Filmtitel: Weint um die Verdammten) aus dem Jahr 1957 erzählt eine Geschichte von tragischen Figuren vor und während des Amerikanischen Bürgerkriegs. Es ist ein Film aus der späteren Schaffensphase von Raoul Walsh, der Klassiker wie "Die wilden Zwanziger", "Nachts unterwegs", "Entscheidung in der Sierra", "Verfolgt", "Herr der Silberminen", "Vogelfrei", "Sprung in den Tod" "Des Königs Admiral" und "Die Nackten und die Toten" schuf. Der Film basiert auf der gleichnamigen Novelle von Robert Penn Warren und ist ein düsteres und pessimistisches Melodram. Trotz seines HappyEnds am Schluß. 
Amantha Starr (Yvonne De Carlo) ist die privilegierte Tochter eines Plantagenbesitzers aus Kentucky. Nach dessen Tod kommt jedoch ein schockierendes Geheimnis ans Licht: Amantha ahnt nicht, dass ihre Mutter eine der schwarzen Sklavinnen ihres Vaters war. Nun, da sie rechtmäßig Eigentum ist, wird sie von einem Sklavenhändler nach New Orleans gebracht, um dort verkauft zu werden. Auf der Fahrt mit dem Flussdampfer macht er ihr unmissverständlich klar, dass er sie vergewaltigen will, lässt aber von ihr ab, als sie versucht, sich zu erhängen. Als schöne, kultivierte junge Frau, die als Weiße durchgehen könnte, ist sie viel zu wertvoll, um sie zu verlieren.
Amantha wird zur Versteigerung angeboten. Als sie von einem groben potenziellen Käufer herzlos begutachtet wird, rettet Hamish Bond (Clark Gable) sie vor weiterer Demütigung, indem er den Schurken überbietet und einen exorbitanten Preis für sie zahlt. Amantha erwartet das Schlimmste und ist überrascht, von ihrem neuen Besitzer wie eine Dame und nicht wie eine Sklavin behandelt zu werden. In seiner Stadtvilla trifft sie auf seine wichtigsten Sklaven, seine Haushälterin (und ehemalige Geliebte) Michele (Carolle Drake) und seinen innerlich zerrissenen Vertrauten Rau-Ru (Sidney Poitier). Rau-Ru ist dankbar für Hamishs Güte, Bildung und das ihm entgegengebrachte Vertrauen, hasst ihn aber dennoch, da seine Güte eine viel perfidere Methode ist, ihn in Knechtschaft zu halten, als offene Grausamkeit. Michele versucht, Amantha zur Flucht zu verhelfen, doch Rau-Ru hat sie im Auftrag Hamishs beobachtet und bringt sie zurück zur Villa.
Während eines Sturms geben Amantha und Hamish ihrer Leidenschaft nach. Er bringt seine Bediensteten auf seine Plantage auf dem Land, sorgt aber dafür, dass sie mit dem Flussdampfer nach Cincinnati weiterreisen und dort die Freiheit erlangen kann. Im letzten Moment springt sie vom Schiff und rennt zu ihm. Ihre Affäre geht weiter; als er für eine Weile verreist, versucht ein benachbarter Plantagenbesitzer, Charles de Marigny (Patric Knowles), sie zu vergewaltigen. Als Rau-Ru ihre Schreie hört, eilt er ihr zu Hilfe und schlägt Charles bewusstlos. Da er weiß, dass ihm für den Angriff auf einen Weißen die Hinrichtung droht, bleibt ihm nichts anderes übrig, als zu fliehen. Dabei gibt er Hamish die Schuld, ihm den Stolz und die Würde eingepflanzt zu haben, die ihn dazu brachten, sich Charles entgegenzustellen.
Hamish erklärt Amantha, dass sie nicht heiraten können, nicht wegen ihrer afrikanischen Herkunft, sondern weil er ihrer nicht würdig sei. Er war ein Sklavenhändler, der sich mit einem skrupellosen Anführer verbündet hatte, um Dörfer in Afrika zu zerstören und ihre Bewohner unter grausamen Bedingungen zu versklaven. Er verschweigt ihr, warum er bereut und sich zu einem Plantagenbesitzer entwickelt hat, der seine Sklaven gut behandelt. Abgestoßen kehrt sie nach New Orleans zurück und arbeitet dort als Musiklehrerin, wobei sie sich als Weiße ausgibt.
Der Bürgerkrieg beginnt, und Rau-Ru schließt sich einem schwarzen Regiment der Unionsarmee an, einer Gruppe, die Hamish spöttisch als "Engelsbande“ bezeichnet. Die Unionsarmee erreicht New Orleans und besetzt die Stadt. Unionsleutnant Ethan Sears (Efrem Zimbalist Jr.) rettet Amantha vor einigen seiner eigenen Soldaten, die sie sexuell belästigen. Die Soldaten hielten es für gerechtfertigt, General Butlers Befehl auszuführen, der patriotische Konföderierte mit Prostituierten gleichsetzte. Ethan verliebt sich in sie und umwirbt sie. Ethans Vorgesetzter, Captain Seth Parton (Rex Reason), war früher ein idealistischer abolitionistischer Theologiestudent und Prediger, der Amantha aus ihrer Schulzeit in Cincinnati kannte. Parton kennt nun ihre Situation, führt sie bei einem Tanz von Ethan weg und macht ihr schließlich Avancen. Er droht ihr mit Bloßstellung. Daraufhin bekräftigt sie, dass Hamish der einzige Mann ist, den sie liebt, und flieht aus New Orleans, um zu ihm zurückzukehren.
Unterdessen hat sich Hamish mit einem anderen Plantagenbesitzer zusammengetan, um ihre Baumwollfelder niederzubrennen und sie so vor der Union zu schützen. Der andere Mann wird gefasst und gehängt, und Hamish flieht in sein anderes Haus im Sumpf. Rau-Ru, inzwischen Sergeant der Union, nutzt sein Wissen aus der Zeit der Sklaverei, um Hamish aufzuspüren und zu verhaften. Hamish enthüllt daraufhin, dass er mit dem Sklavenhandel aufgehört hat, weil bei einem grausamen Überfall auf ein Dorf seine Geliebte, eine Afrikanerin, getötet wurde und er gegen seine eigenen Komplizen kämpfte, um ihr Baby zu retten. Aus diesem Baby ist Rau-Ru geworden. Bewegt von dieser Geschichte gibt Rau-Ru ihm heimlich die Schlüssel zu seinen Handschellen, damit er, als ihn zwei weiße Unionssoldaten abführen, diese überwältigen und fliehen kann, während Rau-Ru unverdächtig bleibt. Ein alter Seemannsfreund von Hamish wartet auf seinem Schiff, um ihn zu retten, und Rau-Ru führt Amantha ans Ufer, damit Hamish und Amantha gemeinsam fliehen können....








Bei seinem Erscheinen erhielt der Film leider überwiegend negative Kritiken, zumal viele Kritiker Walshs Film mit Gables überlebensgroßem Epos "Vom Winde verweht" verglichen, der ebenfalls während des Bürgerkriegs spielt. Dabei übersieht die Kritik, dass es eine Geschichte um gebrochene Existenzen, um Verlierer, um Schuld und Sühne und um zerplatzte Lebensträume geht und von Kameramann Lucien Ballard hervorragend bebildert wurde. 









Bewertung: 8 von 10 Punkten.