Regie: Douglas Sirk
Mutters Heimkehr...
"All meine Sehnsucht" (Originaltitel: All I desire) aus dem Jahr 1953 ist für mich einer der besten Filme des deutschstämmigen Regisseurs Douglas Sirk (früher hieß er Detlev Sierk und drehte vor dem zweiten Weltkrieg "Zu neuen Ufern" und "La Habanera" mit Zarah Leander). In Hollywood drehte er viele erfolgreiche Filme, doch bei der Filmkritik war er zunächst eher als Schnulzen- und Kitschregisseur verschrien. Die Filmemacher der Nouvelle Vague urteilten jedoch ganz anders und heute gehört er zweifelsohne zu den meistgeschätzten Regisseuren der 50er Jahre. Seine Technicolor-Melodramen aus den 1950er-Jahren wie "Die wunderbare Macht", "Was der Himmel erlaubt", "In den Wind geschrieben" oder "Solange es Mneschen gibt" sind heute absolute Klassiker erhielten dabei die größte Aufmerksamkeit. Seine Melodramen aus den 1950er-Jahren erhielten dabei die größte Aufmerksamkeit, Inszenierungen in anderen Genres von ihm sind noch weniger untersucht oder werden als schwächer angesehen. Zwei seiner besten Filme "Duell in den Wolken" und "All meine Sehnsucht" sind leider etwas weniger bekannt, doch es lohnt sich diese beiden Meisterwerke kennenzulernen. Um 1910 kämpft Naomi Murdoch (Barbara Stanwyk), die seit ihrer Abreise um die Jahrhundertwende, um Bühnenschauspielerin zu werden, weder ihren Mann (Richard Carlson) noch ihre Kinder Joyce (Marcia Henderson), Lily (Lori Nelson) und Ted (Billy Gray) in der Kleinstadt Riverdale, Wisconsin, besucht hat, mit Auftritten am unteren Ende der Besetzung einer Wandertruppe. Eines Tages erhält sie einen Brief von ihrer Tochter Lily, die sie zu Lilys Bühnendebüt im Abschlusstheaterstück ihrer High School einlädt. Eine Kollegin aus dem Varieté überredet Naomi, zu ihrer Familie zurückzukehren und sich als die erfolgreiche internationale Bühnenschauspielerin auszugeben, von der sie erzählt hatte. Naomis Ankunft in Riverdale bleibt nicht unbemerkt, und Clem (Guy Wilkerson), der Stadtklatschmaul, beginnt, die Neuigkeit zu verbreiten. Der Erste, dem er es erzählt, ist Dutch Heinemann (Lyle Bettger), der Besitzer des Jagd- und Angelgeschäfts, dessen Affäre mit Naomi einer der Gründe für ihre Abreise war. Als Naomi bei ihrer Familie ankommt, wird sie von Lily enthusiastisch begrüßt. Lilys ältere Tochter Joyce, die den Haushalt geführt hat, ist jedoch verbittert über die lange Abwesenheit ihrer Mutter. Ihr Sohn Ted, der mit Dutch befreundet ist, kann sich nicht an sie erinnern. Henry, Naomis Ehemann und Direktor von Lilys Schule, ist sich unsicher, was er von Naomis Rückkehr halten soll, insbesondere weil jede Kontroverse seine bevorstehende Beförderung zum Schulrat gefährden könnte. Außerdem ist er in einer jungen Beziehung mit Sara Harper (Maureen O´Sullivan) der Theaterlehrerin der High School. Lily spielt vor ausverkauftem Haus, doch die meisten Stadtbewohner sind eher gekommen, um Naomi zu bestaunen, als um das Stück zu sehen. Nach der Aufführung geben die Murdochs eine Party bei sich zu Hause. Naomi wickelt die Schüler um den Finger, und die Gefühle zwischen ihr und Henry flammen wieder auf. Naomi hatte geplant, den späten Zug zu nehmen, verpasst ihn aber, weil Lily heimlich die Zeiger ihrer Uhr zurückstellt. Lily lädt Naomi zu ihrer Abschlussfeier ein, und Henry stimmt ihr zu. Draußen wartet Dutch vergeblich auf Naomi. Am nächsten Morgen unternimmt Naomi einen Ausritt mit Joyce und Russ Underwood (Richard Long), Joyces Verlobtem. Sie halten an einem See, wo Naomi und Dutch sich früher regelmäßig heimlich trafen. Joyce und Russ reiten ohne Naomi weiter. Dutch spricht Naomi an, da er glaubt, sie habe sie absichtlich weggeschickt, um sich mit ihm zu treffen. Überrascht, ihn zu sehen, weist Naomi ihn ab und erklärt ihm, dass sie die Affäre nicht wieder aufnehmen wolle, da dies einen Skandal für ihre Familie bedeuten würde. Er lässt sich nicht beirren und sagt, er erwarte ein Treffen mit Naomi, bevor sie am nächsten Tag abreist....
















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