Donnerstag, 26. März 2026

Es war einmal...Die Schöne und die Bestie















Regie: Jean Cocteau

Das Untier und das schöne Mädchen..

Kinder glauben, was wir ihnen erzählen. Sie vertrauen uns blind. Sie glauben, dass eine Rose, die man aus dem Garten pflückt, eine Familie in Streit stürzen kann. Sie glauben, dass die Hände eines Unmenschen rauchen, wenn er sein Opfer tötet, und dass ihn dies beschämen wird, wenn ein junges Mädchen bei ihm einzieht. Sie glauben tausend andere einfache Dinge.Ich bitte Sie um ein wenig dieses kindlichen Verständnisses und, um uns Glück zu bringen, lassen Sie mich vier wahrhaft magische Worte sprechen, das „Sesam, öffne dich“ der Kindheit: Es war einmal …Mit diesen Zeilen beginnt der französische Märchenfilm "La Belle et la Bete" von Jean Cocteau aus dem Jahr 1946. Cocteau, der sich nie als Filmemacher sah, sondern als Dichter, wurde mit einem riesigen Erfolg an den Kinokassen belohnt. Mehr als 4,2 Millionen Franzosen gingen bei der Premiere des Films ins Kino. Der Stoff wurde danach noch mehrfach verfilmt. Disneys Zeichentrickfilm war mit 451 Millionen Dollar Umsatz ebenfalls extrem erfolgreich. Sie eenthielt auch viele visuelle Anspielungen auf Cocteaus Version, allen voran die Idee der lebenden Möbel. 2017 realsierten die Disney Studios mit Regisseur Bill Condon eine Realverfilmung, die sogar die magische Umsatz-Schallmauer von einer Milliarde Dollar durchbrach. Die beiden hier erwähnten Disney Produktionen sind nicht so surreal gestaltet wie Cocteaus Klassiker. Mit Josette Day als Belle und Jean Marais als Biest ist er eine Adaption der 1757 erschienenen Geschichte „Die Schöne und das Biest“ von Jeanne-Marie Leprince de Beaumont, die ursprünglich in einer Märchensammlung veröffentlicht wurde.Die Handlung von Cocteaus Film dreht sich um Belles Vater, der zum Tode verurteilt wird, weil er eine Rose aus dem Garten des Biestes gepflückt hat. Belle bietet an, anstelle ihres Vaters zum Biest zurückzukehren. Das Biest verliebt sich in sie und macht ihr jeden Abend einen Heiratsantrag, den sie jedoch ablehnt. Schließlich fühlt sich Belle aber immer mehr zum Biest hingezogen, das sie auf die Probe stellt, indem es sie zu ihrer Familie zurückkehren lässt und ihr sagt, dass er vor Kummer sterben wird, wenn sie nicht innerhalb einer Woche zu ihm zurückkehrt."Die Schöne und das Biest " gilt heute als Klassiker des französischen Kinos.Während Belle (Josette Day) zu Hause den Boden schrubbt, wird sie von Avenant (Jean Marais), dem Freund ihres Bruders Ludovic (Michel Auclair) unterbrochen. Er meint, sie verdiene Besseres und schlägt ihr eine Heirat vor. Belle weist Avenant zurück, da sie zu Hause bleiben und sich um ihren Vater (Marcel Andre) kümmern möchte, der seit dem Verlust seiner Schiffe und des damit verbundenen Familienvermögens sehr gelitten hat. Belles Vater kommt nach Hause und verkündet, er sei zu großem Reichtum gekommen, den er am nächsten Tag abholen werde, zusammen mit Geschenken für seine Töchter Belle und ihre zänkischen Schwestern Adelaide (Nane Germon) und Felicie (Mila Pareli). Belles schelmenhafter Bruder Ludovic, der glaubt, bald reich zu sein, unterschreibt einen Vertrag mit einem Geldverleiher, der ihm das Recht einräumt, Ludovics Vater zu verklagen, falls dieser nicht zahlen kann. Belles Schwestern wünschen sich einen Affen und einen Papagei, Belle hingegen nur eine Rose. Doch am nächsten Tag muss Belles Vater bei seiner Ankunft feststellen, dass sein Vermögen zur Begleichung seiner Schulden beschlagnahmt wurde und er wieder völlig mittellos ist. Da er kein Geld für eine Unterkunft hat, ist er gezwungen, nachts durch einen Wald nach Hause zurückzukehren. Er verirrt sich und findet sich schließlich vor einem großen Schloss wieder, dessen Tore und Türen sich wie von Zauberhand öffnen. Beim Betreten des Schlosses führt ihn ein verzauberter Kandelaber zu einem reich gedeckten Tisch, wo er einschläft. Von einem lauten Brüllen geweckt, irrt er über das Schlossgelände. Er erinnert sich, dass Belle sich eine Rose gewünscht hat, pflückt eine vom Baum und lässt so das Biest erscheinen. Das Biest droht, ihn wegen Diebstahls zu töten, schlägt aber vor, dass eine seiner Töchter seinen Platz einnehmen kann. Es bietet ihm sein Pferd Magnificent an, um ihn durch den Wald zu seinem Haus zu führen. Belles Vater erklärt seiner Familie und Avenant die Situation. Belle willigt ein, anstelle ihres Vaters zu reiten und reitet auf Magnificent zum Schloss. Als Belle dem Biest begegnet, fällt sie angesichts seines monströsen Aussehens in Ohnmacht und wird in ihr Zimmer im Schloss getragen. Dort erwacht sie und findet einen Zauberspiegel vor, der ihr alles zeigt. Das Biest lädt Belle zum Abendessen ein und erklärt ihr, dass sie ihm gleichgestellt sei und dass er ihr jeden Tag einen Heiratsantrag machen werde. Belle gewöhnt sich an das Biest und gewinnt es lieb, doch sie weigert sich weiterhin, es zu heiraten. Mithilfe des Zauberspiegels sieht sie, dass ihr Vater todkrank geworden ist. Belle bittet ihn inständig, ihre Familie besuchen zu dürfen, und das Biest erlaubt ihr widerwillig, eine Woche zu verreisen. Er schenkt Belle zwei magische Gegenstände: einen Handschuh, mit dem sie sich überall hinbewegen kann, und einen goldenen Schlüssel, der Dianas Pavillon öffnet, die Quelle des wahren Reichtums des Biestes. Er erklärt Belle, dass er ihr diese kostbaren Dinge gibt, um ihr sein Vertrauen zu zeigen, und dass er vor Kummer sterben wird, sollte sie am Ende der Woche nicht zurückkehren...








Dem Dichter Cocteau gelang ein sehr poetischer und verträumter Film mit viel Magie. Auch die Kulissen sind ausdrucksstark; viele der Außenaufnahmen wurden für seltene Architekturszenen in Raray gedreht, einem der schönsten Schlösser und Parks Frankreichs. Und auch die Kostüme von Christian Bérard und Escoffier sind exquisit, glitzernd und fantasievoll. Präsentiert wird eine magische Fantasiewelt voller Trickaufnahmen und verblüffender Efffekte. Um Jean Marais in das Biest zu verwandelt, benötigten die Maskenbildner jedesmal mehrere Stunden. 










Bewertung: 9 von 10 Punkten. 
 
 

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