Montag, 2. März 2026

Das Leben der Mrs. Skeffington


























Regie: Vincent Sherman

Fanny Trellis und ihre Verehrer...

"Mr. Skeffington" (deutscher Titel: Das Leben der Mrs. Skeffington" aus dem Jahr 1944 wurde von Vincent Sherman inszeniert, basierend auf dem gleichnamigen Roman von Elizabeth von Arnim aus dem Jahr 1940. Es ist vielleicht der bekannteste Film von Sherman, der auch mit Joan Crawford erfolgreiche Filme wie "Im Solde des Satans" oder "Die Lügnerin" drehte. Sein letzter Kinofilm war "Cervantes - die Abenteuer des Königs" in dem Horst Buchholz die Hauptrolle spielte. 
"Mr. Skeffington" ist ein Deluxe Rührstück, dass den Hauptdarstellern Bette Davis und Claude Rains zu Oscarnominierungen verhalf. Bette Davis steckte zur Zeit des Drehs in einer psychichen Krise, ie ließ es an ihren Costars aus. Das ging sogar soweit, dass irgendjemand am Set die Augenspülung der Diva vergiftete. Das Resultat war ein Schmerzschrei.  Regisseur Vincent Sherman, mit dem Davis einst eine Beziehung hatte, gab gegenüber den ermittelnden Beamten zu: „Wenn man alle am Set fragen würde, wer so etwas getan haben könnte, würden alle die Hand heben!“ Sogar Bette Davis soll gesagt haben: „Nur eine Mutter hätte mich in dieser Phase meines Lebens noch lieben können.“
Immerhin war das Einspielergebnis von fast 4 Millionen Dollar ein Grund zur Freude. Im Jahr 1914 ist die verwöhnte Fanny Trellis (Bette Davis) eine gefeierte Schönheit mit vielen Verehrern. Sie liebt ihren Bruder Trippy (Richarrd Waring) und würde alles für ihn tun. Fanny erfährt, dass Trippy Geld von seinem Arbeitgeber Job Skeffington (Claude Rains) veruntreut hat. Um ihren Bruder vor Strafverfolgung zu bewahren, umwirbt Fanny den verliebten Skeffington und heiratet ihn. Angewidert von dieser Verbindung, auch aufgrund seiner Vorurteile gegenüber Skeffingtons Judentum, verlässt Trippy sein Zuhause, um im Ersten Weltkrieg in der Lafayette-Staffel zu kämpfen. Job liebt Fanny, doch sie hegt nur Zuneigung für ihn und ignoriert ihn weitgehend. Sie wird von ihm schwanger, aber als Trippy in Frankreich stirbt, erklärt sie, sie sei an Job „gebunden“, und die Ehe wird lieblos und nur noch des Kindes wegen fortgeführt. Job und George Trellis (Walter Abel), Fannys Cousin, melden sich ebenfalls freiwillig zum Militärdienst, werden aber in der Nähe ihrer Heimat stationiert. Fanny genießt es, die reiche Society-Lady zu spielen und vier hartnäckige Verehrer, die von ihrer Ehe unbeeindruckt sind, sowie deutlich jüngere Liebhaber um den Finger zu wickeln. Der einsame Job findet Trost bei seinen Sekretärinnen. Als Fanny davon erfährt, lässt sie sich von ihm scheiden und ignoriert dabei geflissentlich ihr eigenes Verhalten. Fanny vernachlässigt ihre junge Tochter (die ebenfalls Fanny heißt und die von Sylvia Arslan und als junge Frau von Marjorie Riordan gespielt wird), die verständlicherweise ihren liebevollen Vater bevorzugt und ihn anfleht, sie mit nach Europa zu nehmen. Obwohl Job um sein Kind fürchtet und vergeblich versucht, ihr die Vorurteile zu erklären, denen sie als Jüdin im Ausland begegnen wird, sagt er schließlich unter Tränen und voller Freude zu. Fanny ist erleichtert, die Last eines Kindes loszuwerden. Sie hat eine Reihe von Affären, lebt gut von der äußerst großzügigen Abfindung, die Job ihr hinterlassen hat – die Hälfte seines Vermögens – und denkt kaum an ihre Tochter, die sie viele Jahre lang nicht sieht. Sie behält ihre Attraktivität im Alter (sehr zum Neid ihrer weiblichen Bekannten), doch als sie an Diphtherie erkrankt, entstellt die Krankheit ihr Aussehen. Verdrängend lädt sie ihre ehemaligen Liebhaber (und deren Ehefrauen) zu einer Party ein. Die Männer sind schockiert (und die Frauen erleichtert) über Fannys Veränderung, was sie zutiefst bestürzt. Ihr jüngster junger Verehrer, Johnny Mitchell (Johnny Mitchell), verliebt sich in ihre Tochter, die wegen des Aufstiegs der Nazis aus Europa zurückgekehrt ist. Sie heiraten nach nur wenigen Monaten und ziehen nach Seattle. Fannys Tochter erklärt, dass sie ihrer Mutter zwar alles Gute wünscht, aber keine wirkliche Liebe für sie empfindet und sie bemitleidet, weil sie den einzigen Mann, der sie wirklich liebt, verstoßen hat. Kurz vor der Abreise ihrer Tochter erleidet Fanny die ultimative Demütigung, als einer ihrer ehemaligen Liebhaber (Jerome Cowan) ihr einen – wie sie zunächst glaubt – aufrichtigen Heiratsantrag macht, diesen aber zurückzieht, als er fälschlicherweise vermutet, dass sie nicht mehr wohlhabend ist. Fanny bleibt allein mit ihrer Zofe Manby zurück...







"Eine Frau ist nur dann schön, wenn sie geliebt wird" - daher kommt am Ende doch noch das langersehente Happyend zustande. In den Rollen der anderen Verehrer von Fanny sind neben Jerome Cowan auch Robert Shayne, John Alexander, Peter Whitney und Bill Kennedy zu sehen. Bemerkenswert vor allem auch durch den maskenbildnerisch überzeugenden Alterungs- und Verfallsprozess der hervorragend spielenden Bette Davis, die allerdings an manchen Stellen dramatisch stark übertreibt. Die Inszenierung ist jedoch sehr packend. 








Bewertung: 8 von 10 Punkten.

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