Sonntag, 16. April 2023

Die tätowierte Rose


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie. Daniel Mann

Serafina Delle Rose...

Viele Werke des amerikanischen Schriftstellers Tennessee Williams wurden fürs Kino verfilmt. Elia kazan inszenierte "Endstation Sehnsucht" mit Marlon Brando und Vivien Leigh. Auch der düstere Roman "Plötzlich im letzten Sommer" konnte sich mit der besetzung Liz Taylor, Monty Clift und Katharine Hepburn erfolgreich im Kino behaupten. Liz Taylor spielte auch gemeinsam mit Paul Newman und Burl Ives in "Die Katze auf dem heißen Blechdach". "Süßer Vogel Jugend" gab Geraldine Page die Gelegenheit ihr großes Schauspieltalent zu beweisen. Richard Burton und Ava Gardner spielten in der Verfilmung "Die Nacht des Leguan" aus dem Jahr 1961. Kritiker definieren seinen Stil oft als "Southern Gothic". Eines seiner erfolgreichsten Stücke war "Die tatöwierte Rose", das er für seinen lebensgefährten Frank Merlo schrieb und den Tony Award gewinnen konnte.
Lange ließ die Verfilmung nicht auf sich warten. Tatsächlich hat Williams das Stück für die Schauspielerin Anna Magnani geschrieben. Es war geplant, dass sie bereits in der Broadway Version die Hauptrolle spielen sollte. Doch 1951 lehnte sie noch ab. Als die Verfilmung näher rückte, sagte die italienische Schauspiellegende jedoch zu. Regie führte Daniel Mann (Kehr zurück, kleine Sheba, Und morgen werd ich weinen, Telefon Butterfield 8, Das kleine Teehaus, Willard) und ihm gelang mit 4, 2 Millionen Dollar ein guter Kassenerfolg. Auch bei der Oscarvergabe im Jahr hatte sein Film ein gewichtiges Wort mitzureden. Als beste Darstellerin triumphierte natürlich Anna Magnani. Kameramann James Wong Howe wurde geehrt und auch die Art Direction konnte sich als Sieger durchsetzen. Darüberhinaus wurde Marisa Pavan als beste Nebendarstellerin nominiert, Edith Head erhielt für die Kostüme eine ihrer zahlreichen Nominierungen. Produzent Hal B. Wallis hätte den Preis als bester Film gerne entgegen genommen, doch am Ende unterlag der Film in dieser Kategorie Delbert Manns "Marty". Weitere Nominierungen gingen an Schnitt, Kostüme und Score.
Serafina Delle Rose (Anna Magnani) ist eine sizilianischen Näherin, die in einer kleinen Gemeinde in  der Nähe von New Orleans lebt. Im italienischen Viertel wissen alle wie sehr Serafina ihren Ehemann Rosario vergöttert. Sie ist mit dem zweiten Kind schwanger und ihr Mann ist LKW Fahrer. Serafina weiß nicht, dass Rosario gelegentlich illegale Fracht transportiert und von der Polizei bereits beschattet wird. An einem schicksalhaften Tag bittet eine gewisse Estelle (Virginia Grey) Serafina aus einem teuren Seidenstoff ein Hemd für ihren Liebhaber anzufertigen. Serafina ahnt ja nicht, dass dieser Liebhaber Rosario ist. Estelle hat sich kurz vorher eine Rose auf die Brust tätowieren lassen, die gleiche die auch Rosario hat.
In dieser Nacht wird Rosario zur Flucht vor der Polizei gezwungen, sein Lastwagen kommt ins Schleudern und verliert bei dem Unfall das Leben. Für Serafina bricht eine Welt zusammen, sie erleidet auch eine Fehlgeburt. Drei Jahre später hat Serafina den Tod ihres Mannes noch immer nicht überwunden und sie lässt ihr Äusseres verkommen. Ihrer Tochter Rosa (Marisa Pavan) ist es inzwischen mehr als peinlich. Immer wieder wird leise über Rosarios damalige Untreue geredet, Serafina glaubt diesen Lügen kein Wort. Rosa lernt kurz vor ihrer Abschlußfeier den jungen Matrosen Jack Hunter (Ben Cooper) kennen und auch Serafina macht eine neue Bekanntschaft: Ebenfalls ein Lastwagenfahrer aus Sizilien, der reichlich naive Alvaro (Burt Lancaster)  lässt sich nach dem Kennenlernen die gleiche Rose auf die Brust wie einst Rosario tätowieren...





Zum Einen punktet der Film mit einer Glanzleistung von Anna Magnani. Ihre Darstellung ist leidenschaftlich, gelegentlich beinahe explosiv und mit einer traditionell religiösen Empfindung behaftet. Bei dem von mir hoch geschätzten Burt Lancaster bin ich aber skeptisch. Ich glaube er ist für diese Rolle eine Fehlbesetzung. Diese Figur passt m.E. nicht so gut. In einer Nebenrolle ist Jo van Fleet zu sehen.




Bewertung: 7,5 von 10 Punkten. 

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