Samstag, 14. November 2020

Das Ungeheuer von London City


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie:  Edwin Zbonek

Jack the Ripper kehrt heim...

In den 60er Jahren blühte der deutsche Genrefilm. Horst Wendlandt sicherte sich die Verfilmungsrechte der Karl May Western Stoffe und die Rechte an den Edgar Wallace Büchern. Sein Konkurrent und ehemaliger Boss Artur Brauner hatte das Nachsehen. Bei den Rechten an den Werken von Bryan Edgar Wallace (dem Sohn von Edgar Wallace) und den Karl May Orient-Büchern bekam aber Brauner den Zuschlag und auch mit diesen Verfilmungen ließ sich damals gutes Geld an der Kinokasse machen.
Wobei die sechste Bryan Edgar Wallace Verfilmung "Das Ungeheuer von London City" schon deutliche Abnutzungserscheinungen beim Publikum aufwies. Er spielte weniger als seine Vorgänger ein, trotz der attraktiven Besetzungsliste mit Hansjörg Felmy, Marianne Koch und Dietmar Schönherr.
In London läuft das Theaterstück "Jack the Ripper" sehr erfolgreich vor vollen Häusern, aber diese Aufführung auf der Bühne des Edgar-Allan-Poe Theaters im Londoner Stadtteil Whitechapel ist bei der Bevölkerung sehr umstritten. Zu brutal und das Theaterstück könnte potentielle Mörder wieder auf schreckliche Ideen bringen. Doch der Jack the Ripper Darsteller Richard Sand (Hansjörg Felmy) sieht sich in der Rolle seines Lebens. Dann passieren tatsächlich wieder neue Morde nach Jack The Ripper Art. Inspektor Dorne (Hans Nielsen) muss ermitteln und Polizeiarzt Dr. Morel Greely (Dietmar Schönherr) muss einige Leichen untersuchen. Morel ist mit dem Schauspieler befreundet und beide Männer sind in Ann Morley (Marianne Koch), Nichte des einflussreichen Parlamentsmitglieds Sir George Edwards (Fritz Tillmann) verliebt. Immer mehr fühlt sich Ann zu Richard hingezogen, was vielleicht den Bruch der beiden Freunde herbeiführen könnte. Aber der Onkel ist strikt gegen die Beziehung mit dem Schauspieler und lässt auch in dessen Vergangenheit nach Verfehlungen suchen. Tatsächlich hatte Richard mal ein Drogenproblem. Das hält die beiden Liebenden aber nicht davon ab von der gemeinsamen Hochzeit zu träumen. Doch es geschehen weitere Morde, Richard gerät immer mehr ins Visier von Scotland Yard und das Barmädchen Betty Ball (Chariklia Baxevanov) könnte mehr wissen...


Tatsächlich ist "Ungeheuer von London City" nicht ganz so stark wie seine Vorgänger, obwohl die Grundidee recht interessant ist. Aber trotz der Morde will sich die Spannung nur sehr langsam einstellen. Regisseur Edwin Zbonek war mit dem Vorgänger "Der Henker von London" eine starke Verfilmung gelungen, die zu den besten Werken dieser Reihe gezählt werden muss.
 



 Bewertung: 6 von 10 Punkten.

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