Sonntag, 9. Juni 2019

Der Graf von Monte Christo

























Regie: Claude Autant-Lara

Die Rache des Edmond Dantes...

"Der Graf von Monte Christo" ist ein Abenteuerroman von Alexandre Dumas, der erstmalig im Jahr 1844 in der Zeitschrift "Le Journal des debats" erschien und zu einem großen Erfolg wurde. Bis heute gilt er als einer der international berühmtesten Werke der französischen Literatur und es gab zahlreiche Verfilmungen des Stoffes.
Die Geschichte selbst spielt in der Zeit nach der französischen Revolution in den Jahren 1814 bis 1838. Napoleons Stern ging unter und die Restauration unter den Königen Ludwig XYIII und Karl X folgte danach. Dann kam die Julirevolution im Jahr 1830, durch die der Bürgerkönig Louis-Philippe I. den Thron bestieg.
Aber die Geschichte beginnt viele Jahre vorher. Im Jahr 1814 ist Edmond Dantes (Louis Jordan) der zweite Offizier des Handelschiffes "Pharao". Er hat eine lange Reise hinter sich als das Schiff wieder am Hafen seiner Heimatstadt Marseille anlegt. Dort wartet seine hübsche Verlobte Mercedes (Yvonne Furneaux) auf ihn. Er will sie heiraten und hat vor für seine Braut auch die geliebte Seefahrt aufzugeben. Doch soweit kommt es gar nicht mehr Denn drei Männer, die ihm feindlich gesinnt sind, haben eine Intrige eingefädelt, durch die er auf einer Familiefeier verhaftet wird.
Diese Männer sind der Seeoffizier Caderousse (Pierre Mondi), der aus Neid handelt, weil er glaubt, dass Dantes der nächste Kapitän auf der Pharao werden könnte. Diesen Posten hätte er sehr gerne. Auch Dantons guter Freund, der Offizier Fernand de Montcerf (Jean Claude Michel) ist an der Verschwörung beteiligt. Denn er liebt Mercedes und wenn er den Nebenbuhler ausschalten könnte, dann wäre für ihn der Weg zu seiner Geliebten frei. Der dritte, der mit dem zweiten im Bunde gemeinsame Sache macht, ist der höhere Staatsbeamte Henri de Villefort (Bernard Dheran), der Grund hat deshalb hinter Gitter zu bringen, weil dieser ein Geheimnis von ihm kennt. Die Verschwörung gelingt tatsächlich und Edmond Dantes wird ohne Prozess auf die Inselfestung Chateau d´If gebracht und dort eingesperrt. Aus Tagen werden Wochen, aus Monaten werden Jahre. 17 Jahre sitzt Dantes dort fest, dann gelingt ihm die Flucht durch den Tod des Mitgefangenen Abbe Faria (Henri Guisol), der ihm von einem Schatz erzählte der auf der Insel Monte Christo vergraben ist. Sein einziger Gedanke ist Rache und den Schatz finden, der ihn reich macht. In dieser Position lässt sich seine Racheplan auch viel besser verwirklichen. Doch sein Vater ist bereits verstorben und seine Mercedes ist die Frau von Fernand geworden. Sie haben sogar einen fast schon erwachsenen Sohn (Yves Renier)...




Die Verfilmung von 1961 wurde von Regisseur Claude Autant-Lara gedreht und war ein immenser Publikumserfolg. Er spielte 33,6 Millionen Dollar ein. Damit gelang ihm eine der erfolgreichsten Verfilmungen des Stoffes. Weitere bekannte Adaptionen sind in den Jahren 1943 (mit Pierre Richard Willm, Regie: Robert Vernay), 1954 (mit Jean Marais, Regie: Robert Vernay),  1975 (mit Richard Chamberlain, Regie: David Greene) und 2002 (Gerard Depardieu, Regie: Josee Dayan) entstanden. Die lange Laufzeit von 180 Minuten hat der Regisseur sehr kurzweilig inszeniert, es kommt nie Langeweile auf. Eine der besten Szenen ist der geplante Meuchelmord, den Caderousse und seine Frau (Marie Mergey) vorhaben. Doch das Opfer hat den Plan längst durchschaut. "Der Graf von Monte Christo" ist neben "Gigi" einer der populärsten Filme von Louis Jordan, der im Jahr 2015 im Alter von 94 Jahren starb.





Bewertung: 7,5 von 10 Punkten. 

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