Freitag, 22. Dezember 2023

Kampf um Rom


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Robert Siodmak

Intrigenspiel um die Macht....

Artur Brauner war der Produzent des zweiteiligen Monumentalfilms "Kampf um Rom" nach Felix Dahns 1876 erschienenen historischen gleichnamigen Roman. Regisseur war Robert Siodmak, der vor allem in den 40er Jahren in Hollywood zahlreiche Klassiker des Film Noir wie "The Killers", "Unter Verdacht", "Phantom Lady", "Wendeltreppe", "Der schwarze Spiegel", "Schrei der Großstadt" und "Gewagtes Alibi" schuf. Mitte der 50er Jahre kehrte er nach Deutschland zurück und feierte ein Comeback mit den Filmen "Die Ratten" und "Nachts, wenn der Teufel kam". Im nachfolgenden Jahrzehnt war er der Regisseur der Karl May Verfilmungen "Der Schut", "Der Schatz der Azteken" und "Die Pyramide des Sonnengottes". "Kampf um Rom" wurde sein letzter Film und war für den Produzenten eine kommerzielle Enttäuschung. "Kampf um Rom 1" kam in Deutschland lediglich auf 770.000 Zuschauer. Der zwei Monate später startende Teil 2 erreichte 669.000 Kinogänger.
Für einen derart ambitionierten Monumentalfilm ein schwaches Ergebnis. Und auch die Kritik urteilte nicht besonders gut über dieses "old style" Spektakel. Dennoch ist "Kampf um Rom" deutlich besser als sein Ruf.
Im 6. Jahrhundert n. Chr. wurde das Römische Reich durch germanische Invasionen zerschlagen. Italien wird von den Ostgoten als unabhängiges Königreich regiert, während der überlebende östliche Überrest der römischen Zivilisation schnell eine neue Identität als Byzantinisches Reich annimmt. Die Aristokratie Roms, angeführt vom listigen und arroganten Cethegus Caesarius (Laurence Harvey), träumt davon, die Goten zu stürzen und den angestammten Ruhm ihrer Stadt zurückzugewinnen. Als der ostgotische König Theoderich der Große stirbt, nutzt Cethegus den Streit um die Nachfolge aus, der zwischen Amalaswintha (Honor Blackman) und Mataswintha (Harriet Anderson), den wilden Töchtern des Königs, ausbricht. Nachdem er Amalaswinthas Paranoia ausgenutzt hat, um seine eigene Macht aufzubauen, schließt Cethegus einen geheimen Pakt mit Narses (Michael Dunn), dem größten, jedoch körperlich kleinwüchsigen General von Byzanz. Die beiden werden ihre Armeen bündeln, um Italien zurückzuerobern, und gleichzeitig versuchen, sich gegenseitig zu untergraben. Wer lebendig und siegreich daraus hervorgeht, wird sowohl Armeen als auch die Macht über eine wiederhergestellte römische Welt beanspruchen. Unterdessen wird Cethegus‘ Hass auf die Ostgoten durch die Romanze seiner Tochter Julia (Ingrid Brett) mit Totila (Robert Hoffman), einem angesehenen jungen gotischen Krieger, ausgeglichen. Der darauffolgende Krieg führt zu Unruhen in allen drei konkurrierenden Regierungen und verwüstet Italien selbst. Mit dem Untergang des ostgotischen Staates sterben auch Roms Hoffnungen auf eine Wiederbelebung der Vergangenheit...





In weiteren sehr wichtigen Rollen sind Orson Welles als Justinian, Silvia Koscina als dessen Frau Theodora und Lang Jeffries als Belisar zu sehen. Siodmak setzt dramaturgisch gekonnt auf eine ausgeglichene Mischung aus Actionsequenzen und den hinterlistigen Intrigen vieler der Figuren in dieser Geschichte. Dabei liefert vor allem Michael Dunn (Oscarnominierung als bester Nebendarsteller für "Das Narrenschiff) eine eindrucksvolle Performance ab. Auch Laurence Harvey als manipulativer Stratege im "Kampf um Rom". Insgesamt dauert "Kampf um Rom" ca. 186 Minuten - also eine Laufzeit, die man nicht hätte in zwei Filme aufteilen müssen. 1976 kam eine gekürzte Fassung des Streifens als Wiederaufführung in die Kinos. Diese war identisch mit der US-Fassung, die auf 93 Minuten hinuntergekürzt und verstümmelt wurde.





Bewertung: 7,5 von 10 Punkten. 

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