Regie: King Vidor
Schicksalsberg...
Bewertung: 9 von 10 Punkten.
Regie: King Vidor
Schicksalsberg...
Regie: Anthony Mann
Spaniens Held...
Regie: Kurt Hoffmann
Inkognito im Grand Hotel....
Regie: Rudolf Jugert
Gefährliche Begegnung....
Der deutsche Filmpreis wird seit 1951 vergeben. Erster Preisträger war Josef von Bakys Verfilmung von Erich Kästners "Das doppelte Lottchen". Bei der zweiten Vergabe 1953 konnte sich Rudolf Jugerts Film "Nachts auf den Straßen". Er wurde nicht nur als bester Film des Jahres ausgezeichnet, auch die beiden Drehbuchautoren Helmut Käutner und Fritz Rotter konnten sich als Sieger durchsetzen. Rudolf Jugert bekam den Preis als bester Regisseur des Jahres. Der Film im Noir Stil zählt bis heute zu den herausragenden deutschen Filmen der frühen 50er Jahre - leider wird die Qualität durch den sehr konventionellen Schluß etwas gemindert. Die Hauptdarsteller sind aber Hans Albers und Hildegard Knef und beide liefern eine der besten Vorstellungen ihrer Karriere ab. Und Kameramann Vaclav Vich (bebilderte auch Peter Lorres verkanntes Meisterwerk "Der Verlorene") hat eine klare Vorstellung wie man aus dieser Geschichte optisch einen Vertreter der schwarzen Serie machen kann. Erstmalig im Nachkriegskino wird ein Mann gezeigt, der durch Marihuana extrem stoned ist, zumindest ist mir kein einziger Film (auch kein amerikanischer) dieser Zeit bekannt, der den Konsum von Drogen gezeigt hat. Marius Goring ist der Darsteller des kriminellen Musikers Kurt Willbrand. Mit diesem Tabubruch stellt "Nachts auf den Straßen" auch ein Gegengewicht zu der damaligen deutschen Heilewelt-Kinos her. "Grün ist die Heide" oder "Der Förster vom Silberwald" waren die Tophits in den deutschen Lichtspielhäusern. Er ist "Nachts auf den Straßen unterwegs", der 55jährige Fernfahrer Werner Schlüer (Hans Albers) aus München-Grünwald. Er hat es nach dem Krieg geschafft sich als Fernfahrer selbständig zu machen und auch ganz gut damit zu verdienen. Er ist beinahe schon ein Kind des Wirtschaftswunders und auch privat kann er mit Anna (Lucie Mannheim) auf 25 Jahre Ehe zurückblicken. Die Tochter Lieschen (Karin Andersen) hat gerade Hochzeit mit Hans Brunnhuber (Peter Martin Urteil) gefeiert und verlässt das Haus, weil sie Flitterwochen am Bodensee machen wollen. Nach dem Fest steigt Schlüter in den Lastwagen und will nach Frankfurt für eine Tour. Unterwegs wird er von einem Raser überholt. Kurze Zeit später kommt Schlüter zu einer Unfallstelle, der Raser liegt tot auf der Straße. Sein Wagen hat einen Totalschaden. An der Unfallstelle findet der Fernfahrer ein Bündel Geldscheine, die dem Toten gehört haben. Dieses Geld - insgesamt 20.000 DM - steckt er ein und verschweigt auch der Polizei, die kurze Zeit später am Unfallort eintrifft, von seinem Fund. Er fährt weiter und träumt, dass er nun endlich Geld hat seiner Frau einen Pelz zu kaufen oder die Schulden auf einen Schlag abzubezahlen. Er nimmt in dieser Nacht noch die 24jährige Anhalterin Inge (Hildegard Knef) mit. In Frankfurt trennen sie sich. Doch Inges Freund Kurt (Marius Goring) hätte da Verwendung für einen Fernfahrer, der bei einem Schmuggel von Pelzen mitmachen soll. Daher setzt er seine Freundin auf den Mann an und tatsächlich kommt es nach vorsichtigem Flirt zu einer heimlichen Liebesbeziehung zwischen Werner und Inge...
Regie: Robert Aldrich
Der letzte Krieger der Apachen...
Robert Aldrich hatte seinen Durchbruch mit zwei hochkarätigen Western im Verleih der United Artists: Der erste war "Apache" (deutsch: Massai - der große Apache) und der zweite hieß "Vera Cruz" - beide enstanden im Jahr 1954 und beide wurden Riesenerfolge. "Apache" kam auf ein tolles Einspielergebnis von 6 Millionen Dollar und "Vera Cruz" war mit 11 Millionen Dollar sogar ein Top Ten Hit des Jahres. Legendär ist auch die Geschichte mit den zwei verschiedenen Versionen für den Schluß, die der damals noch unerfahrene Regisseur drehen musste. Es muss wohl zwei oder drei Tage nach Drehschluß gewesen sein, dass die United Artists und Produzent Harold Hecht darauf drangen, dass Aldrich noch diesen anderen Schluß drehen sollte. Einen mit einem HappyEnd für den verfolgten Indianer. Der andere war viel düsterer, denn da wird Massai als er auf die Hütte zugeht völlig sinnlos in den Rücken geschossen. Tatsächlich wirkt auch für mich der Schluß in "Massai" extrem aufgesetzt, denn in den vorherigen 85 Minuten führt eigentlich kein Weg an der Unausweichlichkeit von Massais Tod vorbei - er bleibt unbeugsam und die Jagd der Weißen auf den Rebellen entsprach den historischen Tatsachen und so steht dieses HappyEnd auch für die Rechtfertigung der amerikanischen Indianerpolitik. Ok, das Publikum war vielleicht froh, dass das indianische Paar mit ihrem Baby doch noch glücklich werden konnte. Aber realistisch war dies nicht. Die Geschichte fängt an mit der Kapitulation von Geronimo (Monte Blue). Die Aufwiegler sollen aber nach Florida deportiert werden und werden so ihre Heimat in Arizona nie wieder sehen. Massai (Burt Lancaster) hat aber vor den Kampf weiterzuführen und auch die jungen Krieger der Apachen auf seine Seite zu ziehen. Im San Carlos Apache Indianerreservat wird nun der labile Santos (Paul Guifoyle) zum Häuptling ernannt, dessen Tochter Nalinle (Jean Peters) liebt Massai, wird aber vom Apachen Hondo (Charles Bronson als er noch Buchinsky hieß) umworben, der Armeescout ist. Tatsächlich kann Massai fliehen und auf seiner Flucht in Richtung Heimat wird er mit den Errungenschaften der Zivilisation konfrontiert. Eine Stadt mit viel Lärm, Verkehr, vielen Geschäften und er erregt dort Hohn und Spott. Er trifft auch auf Dawson (Morris Ankrum), einen Cherokee-Indianer, der inzwischen zum Farmer wurde und in einem Haus wohnt. Zum Abschied schenkt dieser Massai einen Beutel voll Korn. Obwohl Massai ein Krieger sein möchte und kein Bauer, nimmt er das Geschenk mit. Als er wieder zu seinem Stamm kommt, wird er von Santos verraten. Und wieder kann er entfliehen...r erregt dort Hohn und Spott. Er trifft auch auf Dawson (Morris Ankrum), einen Cherokee-Indianer, der inzwischen zum Farmer wurde und in einem Haus wohnt. Zum Abschied schenkt dieser Massai einen Beutel voll Korn. Obwohl Massai ein Krieger sein möchte und kein Bauer, nimmt er das Geschenk mit. Als er wieder zu seinem Stamm kommt, wird er von Santos verraten. Und wieder kann er entfliehen...
Abgesehen von diesem nicht stimmigen Alternativschluß, der dem Regisseur aufgedrängt wurde ist "Massai" dennoch ein sehr guter Western. Sogar der erste in Hollywood, der ein Paar präsentiert, dass rein indianisch ist. In den vorherigen indianerfreundlicheren Hollywoodfilmen kam es immer wieder zu einer Liebe zwischen Weißem Mann und Indianerin (Der gebrochene Pfeil), oder zwischen Indianer und einer weißen Frau (Fluch des Blutes). Herausragend ist auf alle Fälle die Kameraarbeit von Ernest Laszlo (Das Narrenschiff, El Perdito, Die Phantastische Reise, Airport) , der sehr oft mit Robert Aldrich zusammengearbeitet hat. Hervorragend auch die Sequenz vom regen Treiben in St. Louis am Abend.
Bewertung: 7,5 von 10 Punkten.