Freitag, 6. September 2019

Sierra

























Regie: Alfred E. Green

Versteckt in den Bergen....

"Sierra" ist ein Audie Murphy Western aus dem Jahr 1950. Es war einer der ersten Filme von Audie Murphy, der mit dem kurz zuvor entstandenen "The Kid from Texas" (deutscher Titel: Verfemt von Kurt Neumann) zum beliebten Kinostar wurde. Alfred E. Green war in der Stummfilmzeit auch als Schauspieler tätig. Als Regisseur sind vor allem seine Filme "Disraeli" (1929), für den Hauptdarsteller George Arliss den Oscar gewann und "Dangerous" (1935) bekannt. Auch "Dangerous" wurde oscarprämiert - Bette Davis erhielt für ihre Rolle als Joyce Heath ihren ersten Academy Award.
Dabei war Alfred E. Green bereits 1948 westernerprobt. Mit Joel McCrea drehte er "Flucht nach Nevada". Auch "Sierra" ist gut gelungen. Kein Wunder, wenn ein Könner von Kameramann wie Russell Metty engagiert wurde.
Auch die Besetzungsliste ist sehr attraktiv. Sara Allgood, unvergessen als Beth Morgan in Fords "So grün war mein Tal" hat einen kurzen Auftritt als Mrs. Jonas. James Arness ist ebenfalls dabei. Burl Ives, der Jahre später Oscargewinner wurde, spielt "Lonesome" und darf sogar sein Gesangstalent mit einigen Liedern unter Beweis stellen. Nicht zu vergessen Dean Jagger, der in "Sierra" Audie Murphys Vater spielt.
Im Jahr 1946 sah Audie Murphy die hübsche Wanda Hendrix auf dem Cover des Coronet-Magazins und verabredete sich mit ihr. Die beiden heirateten im Februar 1949 und spielten gemeinsam in Alfred E. Greens "Sierra".
Die Ehe hielt zwar nicht sehr lange, aber dafür stimmt natürlich im Fim die Chemie der Beiden.
Jeff Hassard (Dean Jagger) hat sich schon seit vielen Jahren in den Bergen versteckt. Nur sein Sohn Ring (Audie Murphy) lebt bei dem Einsiedler. Jeff gilt als Verbrecher und man ist sich sicher, dass er für einen Brand verantwortlich ist, bei dem auch Menschen starben. Man glaubt aber, dass er selbst im Feuer umkam. Daher hat sich der Mann in den Bergen eine neue Heimat geschaffen, auch andere Gesetzlose haben sich hier niedergelassen. Weit weg von der Zivilisation und weit weg vom Zugriff der Gesetzeshüter. Die angehende Anwältin Riley Martin (Wanda Hendrix) verirrt sich aber in den Bergen und sie trifft dort oben auf Ring, der gemeinsam mit seinem Dad Wildpferde jagt. Ring ist nicht sehr erfreut, denn nun könnte die junge Frau dahinter kommen, dass der Vater noch lebt und dies würde bedeuten, dass man Jagd auf ihn machen würde. Doch die junge Frau hat sich bereits in Ring verguckt, obwohl sie verlobt ist. Problematisch wird das Ganze als Jeff sich beim Zureiten eines Wildpferdes schwer verletzt und dringend einen Arzt braucht. Daher bleibt Ring nichts anderes übrig als mit Riley in die Stadt zu reiten. Unterwegs wird das Mädchen auch noch von einer Klapperschlange gebissen...



Ein bisschen mehr Logik hätte "Sierra" gut getan, aber der Film macht vieles durch seinen sympathischen Hauptdarsteller wieder wett. Ausserdem wird der Filmfan sehr schnell auch den ganz jungen Tony Curtis entdecken, der eine Nebenrolle als Brent Coulter spielt. In den Credits wird er noch als "Anthony Curtis" aufgeführt. Gleich danach kam es zu einer zweiten Zusammenarbeit zwischen Murphy und Curtis. In "Reiter ohne Gnade" war die Rolle von Curtis schon etwas größer und kurze Zeit später in "Die Diebe von Marshan" gabs auch die erste Hauptrolle.



Bewertung: 6,5 von 10 Punkten. 

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