Mittwoch, 9. Juli 2014

Dracula (1931)





















Regie: Tod Browning

Der amerikanische Nosferatu...

Bram Stokers Horror-Roman "Dracula" erschien 1897 und wurde sehr schnell zum Welterfolg. Es war die Geschichte eines über 400 Jahre alten transylvanischen Vampirs, der auf die historische Gestalt des Vlad Tepes (Vlad, der Pfähler) zurückgeht, der von 1431 bis 1476 lebte. Graf Dracula lebt in Transilvanien und hat aber vor nach London, in die verwahrloste und leerstehende Carfax Abtei zu ziehen. Die ersten Szenen des 1931 entstandenen Universal Welterfolgs "Dracula" von Regisseur Tod Browning zeigt eine Kutsche, in der sich mehrere Reisende über Vampire unterhalten. Doch der englische Makler Renfield (Dwight Frye) glaubt nicht an diese Märchen der einfachen Leute. Am Gasthof angekommen soll die Reise weitergehen - denn um Mitternacht ist er dort oben am Borgo Pass mit einem Grafen Dracula verabredet. Der Wirt, die Kutscher und alle anderen Leute, die diese selbstmörderische Absicht mit anhören versuchen den Mann zur Übernachtung im Gasthaus zu überreden. Er könne doch morgen früh weiterreisen, denn es ist Walpurgisnacht und in der Dunkelheit steigen der Untote Graf Dracula (Bela Lugosi) und seine Frauen aus ihren Särgen und sind gezwungen sich vom Blut der Menschen zu nähren, damit sie überleben können. Diese ersten Szenen des Films sind auch mit die besten, sie erinnern an die expressionistischen deutschen Filme. Der Kameramann Karl Freund war sehr einflussreich, was die morbide Optik des Films angeht. Diese Szene, in dem die Frauen aus ihren Gräbern steigen und es vor Ratten und Gürteltieren wimmelt ist wahnsinnig gut gemacht und der Macher wurde sicherlich von Murnaus "Nosferatu" inspiriert, der ähnliche Bilder des Verfalls und Untergangs zeigte. Heute mag man sich vielleicht über die Qualität von Bela Lugosis Dracula Performance streiten - ich finde sie gut, trotz der etwas übertriebenen und theatralisch stilisierten Ausrichtung. Aber er hat Charisma und die Geschichte ist - obwohl schon so bekannt - immer noch gruselig und fasznierend. 


Auch die Nebenrollen sind gut besetzt. Edward von Sloan spielt den deutschen Professor Van Helsing und Dwight Fryes Darbietung als Renfield bleibt auch unvergessen. Das Ende kommt etwas abrupt - da hat sich Coppola viel mehr Zeit gelassen. Hier im Klassiker von 1931 wird er leicht besiegt, schnell gepfählt und man hört nur ein letztes Stöhnen aus dem Off. "Dracula" gehört zu den großen Produktionen des Studiochefs Carl Laemmle jr., es folgten "Frankenstein", "Die Mumie", "Die schwarze Katze", "Der Unsichtbare" und "Frankensteins Braut"


Bewertung: 8 von 10 Punkten.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen