Sonntag, 19. März 2023

Picknick


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Joshua Logan

Schicksalshafte Begegnung...

Joshua Logan war in den 50er Jahren ein sehr erfolgreicher Hollywood-Regisseur. Für sein 1955 inszeniertes Melodram "Picknick" erhielt er gleich eine Oscarnominierung und gewann immerhin den Golden Globe. Seine Nachfolgefilme "Bus Stop", "Sayonara", "South Pacific" und "Fanny" fanden ebenfalls ein großes Publikum. Aus heutiger Sicht ist die Handlung und auch die Denkweise dieser amerikanischen Kleinstadtbürger aus den 50ern zwar veraltet, sie bietet aber dennoch viel Wissenswertes über die damalige Lebensart und Lebensformen sowie Normen. Alles spielt sich während eines Labor Days im Jahr 1955 ab.
An genau diesem Tag hält im Ort ein Güterzug an - aus einem der Güterwaggons steigt der Rumtreiber und Landstreicher Hal Carter (Wiliam Holden). Er hat diesen Halt nicht zufällig gewählt, denn er stammt aus dieser Kleinstadt in Kansas. Er hat sich entschieden seinen ehemaligen Collegefreund Alan Benson (Cliff Robertson). Er hat Alan seit den Collegetagen nicht mehr gesehen. Danach wurde Hal ein hoffnungsvoller Footballstar, entschied sich aber dafür lieber die Welt kennenzulernen.
Die Einwohner sind alle damit beschäftigt sich für das Picknick vorzubereiten, dass am Nachmittag und Abend stattfinden soll. Er bietet im Ort seine Arbeit an und die alte Mrs. Potts (Verna Velton) ist von dem muskulösen Mann so sehr entzückt, dass sie ihm auch ein reichhaltiges Frühstück anbietet. Bei ihr in der Nachbarschaft wohnt Mrs. Owens (Betty Fields) mit ihren beiden sehr unterschiedlichen Töchtern - die ältere Madge (Kim Novak) wird von allen als das schönste Mädchen im Ort bezeichnet, die jüngere Millie (Susan Straßberg) ist eher der intellektuelle und egozentrische Teil der Familie. Madge ist die Freundin von Alan. Doch die Beziehung stockt etwas, weil Alan mehr will als Madge. Auch die "jungfräuliche" Lehrerin Rosemary (Rosalind Russell) wohnt dort und wartet schon Monate lang sehnsüchtig auf den Heiratsantrag ihres nicht mehr ganz jungen Verehrers Howard Bevans (Arthur O´Connell). Der Tag fängt für Hal ganz gut an denn Alan zeigt ihm den weitläufigen Betrieb seines Vaters, einen Getreidesilo. Alan verspricht seinem Jugendfreund einen Job und lädt ihn zum Picknick am Tag der Arbeit ein. An diesem Fest wird die spontane Zuneigung zwischen Lokalschönheit Madge und dem Herumtreiber bemerkt. Die kommende Nacht wird zur Schicksalsnacht...







Am Ende fährt der Zug mit Hal nach Tulsa. Und der Zuschauer fragt sich, ob sich Madge ihren Gefühlen nachgibt oder ob sie im Ort bleibt und eine Ehe mit dem reichen Alan eingeht. Der Film wurde für sechs Oscars nominiert und gewann die Trophäe in den Kategorien "Bestes Szenenbild" und "bester Schnitt". In den Kategorien bester Film, beste Regie, bester Nebendarsteller Arthur O´Connell und beste Filmmusik wurde kein Sieg erzielt.
 







Bewertung: 8 von 10 Punkten. 

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