Sonntag, 2. März 2025

Küß mich Kätchen

 



Regie: George Sidney

Zähmung auf der Bühne...

Der Hollywood Regisseur George Sidney wurde nicht nur durch seine Abenteuerfilme "Die drei Musketiere" oder "Scaramouche" bekannt, sondern auch durch viele Musicalfilme, die er im Laufe seiner Karriere inszenierte. Zu seiner Filmographie gehören auch "Badende Venus", "Urlaub in Hollywood", "Pal Joey", "Mississippi Melodie" und "Küß mich, Kätchen" - ein Musical mit der zündenden Musik von Cole Porter und mit dem Duo Kathryn Grayson und Howard Keel, die auch schon in "Mississippi Melodie" die Hauptdarsteller waren. Zu seiner aktiven Zeit gehörte er zu den finanziell erfolgreichsten Regisseure der Welt, erreichte aber nie den hohen Kritikerzuspruch wie etwas Stanley Donen, Vincente Minelli oder George Cukor, die im gleichen Genre Musikfilm tätig waren.  Die Geschichte spielt während der Aufführung zum Shakespearestück "Der Widerspenstigen Zähmung", das der Schriftsteller vermutlich im Sommer 1592 schrieb und in der italienischen Stadt Padua spielt. Der reiche Kaufmann Baptista möchte seine beiden Töchter Bianca und Katharina verheiraten. Und die liebliche Bianca hat sogar drei Vereher, die sie ehelichen wollen. Aber der Vater will zuerst seine störrische ältere Tochter Katherina vermählen. Aber die ist bekannt als "Kratzbürste". Aufgrund der gewissen frauenfeindlichen Handlung gilt das Stück schon lange als "Problem Play" und wird heute vor allem unter dem Aspekt der frühneuzeitlichen Geschlechterpolitik angesehen.  Die Theatergeschichte des Stückes ist dessen ungeachtet bis in die heutige Zeit eine Erfolgsgeschichte geblieben und auch die Verfilmung fand sein Publikum. Die Geschichte von Shakespeare ist eingebettet in die Story der ehemals verheirateten Musicalstars Fred Graham und Lilli Vanessi, die auf der Bühne wieder gemeinsam agieren, weil ihnen das Stück mit der Musik von Cole Porter so sehr gefiel. Natürlich ist Lilli Vanessi genau wie die von ihr gespielte Katharina sehr widerspenstig und es ist an Fred Graham sie wieder in die spur zu bringen. Natürlich mit gewagten Mitteln wie Schläge auf den Po und das während der Vorstellung, weil es a) Inhalt des Stücks ist und b) weil auch Fred seine Lilli zähmen will. Die beiden Hauptdarsteller stehen schon von Anfang an auf Kriegsfuß. Ihre Beziehung mündet schließlich mitten in der Vorstellung in einem regelrechten emotionalen Krieg, der den Erfolg der Produktion bedroht. Das Einzige, was die Show zusammenhält, sind die Drohungen zweier Gangster (Keenan Wynn und James Whitmore), die gekommen sind, um eine Spielschuld einzutreiben. Fred Graham (Howard Keel) und Lilli Vanessi (Kathryn Grayson), ein geschiedenes Paar, treffen sich in Freds New Yorker Wohnung, um Cole Porters (Ron Randell) Partitur für Kiss Me Kate zu hören, seine Musical-Version von Der Widerspenstigen Zähmung, bei der Fred Regie führen wird. Lois Lane (Ann Miller) kommt zum Vorsprechen für die Rolle der Bianca. Lilli lehnt die Hauptrolle der "Katherine“ ab, neben Fred in der männlichen Hauptrolle Petruchio, da sie weggeht, um einen reichen Rancher (Willard Parker) aus Texas zu heiraten. Sie ändert ihre Meinung, als Cole und Fred sie manipulieren, indem sie Lois stattdessen die Hauptrolle anbieten. Lois‘ Freund Bill Calhoun (Tommy Rall) spielt in der Show Lucentio. Er führt ein Glücksspiel-Leben, was dazu führt, dass er einem lokalen Gangster 2.000 Dollar schuldet, aber er unterschreibt den Schuldschein in Freds Namen. Lois beklagt seinen Bad-Boy-Lebensstil. Nach einer hitzigen Auseinandersetzung während der Proben treffen sich Fred und Lilli in ihrer Garderobe und schwelgen in Erinnerungen an glücklichere Zeiten und singen den Klassiker „Wunderbar“. Fred schickt Lois später Blumen und eine Karte, aber sein Butler gibt sie fälschlicherweise Lilli. Lilli ist von dieser romantischen Geste überwältigt und liest die Karte nicht. Das Stück beginnt damit, dass Fred, Lilli, Lois und Bill eine Eröffnungsnummer aufführen. In dem Stück möchte Bianca, die jüngere Tochter von Baptista, heiraten, aber ihr Vater erlaubt es nicht, bis seine ältere Tochter Katherine verheiratet ist. Bianca hat drei Verehrer – Gremio (Bobby Van), Hortensio (wird von dem späteren Regisseur Bob Fosse gespielt, der "Cabaret" und "All that Jazz" zu Meisterwerken machte) und Lucentio (Tommy Rall) – und jeder von ihnen versucht, sie für sich zu gewinnen. Sie ist bereit, jeden zu heiraten.Petruchio kommt auf der Suche nach einer Frau an und als er von Katherine hört, beschließt er, ihr den Hof zu machen. Katherine hasst die Vorstellung zu heiraten. Als Petruchio Katherine ein Ständchen bringt liest Lilli endlich die Karte aus den Blumen. Sie sieht, dass sie an Lois adressiert ist, und greift Fred/Petruchio auf der Bühne an, wobei sie verbale Beschimpfungen improvisiert. Als der Vorhang fällt, verprügelt Fred Lilli/Kate. Hinter der Bühne ruft Lilli ihren Verlobten Tex an, damit er sie sofort abholt. Lippy und Slug, ein Schlägerpaar, kommen, um Geld von Fred einzutreiben. Fred bittet sie, Lilli davon abzuhalten, die Show zu verlassen, damit sie erfolgreich genug ist, damit Fred die Schulden begleichen kann. Es wird immer turbulenter...










Aber am Ende kommen die Geschiedenen wieder zusammen. Der Film selbst ist sehr dynamisch und die Melodien wirken sehr temperamantvoll. Es ist eine Freude den Akteuren beim Tanzen zuzuschauen. Der Film wurde von George Sidney wunderschön nostalgisch, aber keineswegs altbacken. Die Geschichte im realen Leben deckt sich mit der Geschichte auf der Bühne und dies wird sehr geschickt miteinander verbunden. Obwohl der Film über 3 Millionen Dollar einspielte, wurde der Gewinn aber von den hohen Produktionskosten aufgefressen. 








Bewertung: 8 von 10 Punkten. 

Goldgräber Molly



Regie: Charles Walters

Unsinkbar... 

Das 1964 entstandene Filmmusical "Goldgräber Molly" (Originaltitel: The unsinkable Molly Brown) spielte in den USA 11 Millionen Dollar ein und brachte seiner Hauptdarstellerin Debbie Reynolds ihre einzige Oscarnominierung als beste Schauspielerin ein. Debbie Reynolds starb auf tragische Weise am 28. Dezember 2016 an einem Schlaganfall - einen Tag zuvor verstarb ihre Tochter Carrie Fisher überraschend im Alter von 60 Jahren.  Bekannt wurde Debbie Reynolds durch "Singin in the Rain" oder "Tammy" - sie war auch eine erfolgreiche Sängerin, die gute Chartserfolge vorweisen konnte. In "Goldgräber Molly" von Regisseur Charles Walters spielt sie die reiche Margaret Brown, die 1912 den Untergang der RMS Titanic überlebte und zeit ihres Lebens eine bekannte Frauenrechtsaktivistin war. Der Film wurde in Panavision gedreht und sieht daher optisch gut aus. Das Drehbuch stammt von Helen Deutsch, basierend auf dem Buch von Richard Morris. In Späteren Titanic Filmen wurde die reiche Margaret Brown von Tucker McGuire (Die letzte Nacht der Titanic), von Cloris Leachman (SOS Titanic), von Marilu Henenr (Titanic) und von Kathy Bates (James Camerons Titanic) dargestellt.  Die erste Szene des Films zeigt ein kleines Kind, dass sich selbst aus den Fluten eines reißenden Flusses retten kann - es ist unsere "Unisnkable Molly". Molly Tobin (Debbie Reynolds), die so als Kleinkind aus dem Colorado River gerettet und von Seamus Tobin (Ed Begley) aufgezogen wurde, ist entschlossen, einen reichen Mann zum Heiraten zu finden. Sie reist nach Leadville, Colorado, und wird von Christmas Morgan als Saloonsängerin engagiert. Nachdem der Bergmann Johnny Brown (Harve Presnell) seine Hütte in der Einöde renoviert hat, heiraten die beiden, und er verkauft seinen Anteil an einer Silbermine für 300.000 Dollar. Die Browns und Seamus ziehen in eine Villa in Denver, und Molly macht sich daran, ihren sozialen Status zu verbessern, indem sie versucht, sich bei der Elite der Stadt einzuschmeicheln, die sie und ihre neureiche Art alle brüskiert. Sie und Johnny gehen nach Europa, wo sie von der königlichen Familie willkommen geheißen werden, und das Paar kehrt mit seinen neuen Freunden nach Denver zurück. Mollys Plan, sie den Leuten vorzustellen, die sie zuvor abgelehnt hatten, wird von Johnnys raubeinigen Freunden durchkreuzt, deren unerwartete und ausgelassene Ankunft die von Molly veranstaltete Galaparty ruiniert. Molly beschließt, nach Europa zurückzukehren und Johnny zurückzulassen. Sie erliegt dem Charme von Prinz Louis de Lanière (Vassili Lanbrinos), entscheidet sich aber schließlich doch, lieber bei Johnny in Leadville zu leben. Zum ersten Mal in ihrem Leben wird ihr klar, dass man die Gefühle und Prioritäten anderer berücksichtigen muss. Als sie an Bord der RMS Titanic die Heimreise antritt, wird sie zur Heldin, als das Schiff sinkt, und hilft bei der Rettung vieler ihrer Mitreisenden. Als ihre Tat internationale Schlagzeilen macht, wird Molly von Johnny und den Menschen in Denver zu Hause willkommen geheißen...








Ebenfalls dabei Martita Hunt als Großherzogin und Hermione Baddeley als Mrs. Buttercup Grogan. Der Film brachte Harve Presnell einen Golden Globe ein und die Produktion kam auf insgesamt sechs Oscarnomierungen. Neben Debbie Reynolds hielt die Academy auch Franklin Milton für den besten Ton, Morton Haack für die Filmmusik, Daniel L. Fapp für die beste Kameraarbeit für Oscarpreiswürdig. Auch in den Kategorien "Bestes Szenenbild" und "Beste Filmmusik" wurden nominiert. Molly ist in der Tat eine farbenfrohe Figur, und die Leinwand, die so breit ist, wie sie nur sein kann, ist voller lebhafter Farben, die die Tatsache hervorheben, dass es sich hier lediglich um eine befriedigende Musikkomödie und nicht um ein inspiriertes Thema handelt. Trotz all ihrer Oberflächlichkeit ist Molly eine fröhliche und unterhaltsame Bereicherung der lokalen Filmszene. Im Grunde ist es eine ziemlich oberflächliche Geschichte, da die Titelfigur, wenn man es genau betrachtet, hinter ihrer großzügigen, glanzvollen Fassade von einem sehr oberflächlichen, egoistischen Problem besessen ist..Debbie Reynolds ist so überschwänglich energiegeladen wie immer und macht den ungestümen Aufstieg in die Gesellschaft sowohl lustig als auch berührend, aber der Film selbst bleibt zwischen Satire und Sentimentalität hin- und hergerissen.Die Kulissen sind natürlich ein Genuss in bester Tradition der MGM-Musicals, und Walters leistet eine wunderbar anmutige Regiearbeit.







Bewertung: 7,5 von 10 Punkten. 

 

Meine Lieder meine Träume


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Robert Wise 

Die Trapp Familie...

Wenn man die inflationsbereinigte Liste erfolgreichsten Filme aller Zeiten zu Rate zieht, dann ist "Vom Winde verweht" immer noch der erfolgreichste Kinofilm aller Zeiten. Auf Platz 2 kommt der 1915 entstandene "Die Geburt einer Nation" von David Wark Griffith noch vor "Star Wars" von George Lucas. Platz 4 erreicht das oscarprämierte Filmmusical "The Sound of Music" von Robert Wise - ein Film, der im Jahr 1965 mit 72 Millionen Dollar Umsatz sogar David Leans Epos "Doctor Zhivago" auf Platz 2 verwies, der sich ebenfalls in den Top 15 der erfolgreichsten Kinohits aller Zeiten befindet. Bis heute hat "Sound of Music" ein Kasseneinspielergebnis von 286 Millionen Dollar vorzweisen, aber die deutschen Zuschauer haben interessanterweise an diesem hohen Umsatz nicht sehr viel beigetragen. Denn sieht man sich die Liste der erfolgreichsten Kinofilme der Jahre 1965 und 1966 (der Film startete am Ende des Jahres 1965) an, dann waren die Zuschauerzahlen minimal. Man kann sogar von einem Flop im deutschprachigen Raum sprechen..  Die Geschichte von „"The Sound of Music“ basiert auf Maria von Trapps Memoiren „"The Story of the Trapp Family Singers“, die 1949 veröffentlicht wurden, um die Gesangsgruppe ihrer Familie nach dem Tod ihres Mannes Georg im Jahr 1947 bekannt zu machen. Hollywood-Produzenten zeigten Interesse daran, nur den Titel zu kaufen, aber Maria lehnte ab, da sie wollte, dass ihre ganze Geschichte erzählt wird. 1956 kaufte der deutsche Produzent Wolfgang Liebeneiner die Filmrechte für 9.000 Dollar (das entspricht heute etwas mehr als 100.000 Dollar), beauftragte George Hurdalek und Herbert Reinecker, das Drehbuch zu schreiben, und Franz Grothe mit der Überwachung des Soundtracks, der aus traditionellen österreichischen Volksliedern bestand. „Die Trapp-Familie“ kam am 9. Oktober 1956 in Westdeutschland in die Kinos und wurde ein großer Erfolg. Zwei Jahre später führte Liebeneiner Regie bei einer Fortsetzung, "Die Trapp-Familie in Amerika“, und die beiden Filme wurden in den Nachkriegsjahren zu den erfolgreichsten Filmen in Westdeutschland. Ihre Popularität verbreitete sich in ganz Europa und Südamerika. 1956 erwarb Paramount Pictures die US-amerikanischen Filmrechte mit der Absicht, eine englischsprachige Version mit Audrey Hepburn als Maria zu produzieren. Die Produzenten Richard Halliday und Leland Heyward sicherten sich die Rechte und engagierten die Dramatiker Howard Lindsay und Russel Crouse gewonnen hatten.Sie baten Richard Rodgers und Oscar Hammerstein II, ein Lied für das Musical zu komponieren, aber die Komponisten waren der Meinung, dass die beiden Stile – traditionelle österreichische Volkslieder und ihre Komposition – nicht zusammenpassen würden. Sie boten an, eine komplett neue Partitur für die gesamte Produktion zu schreiben. Das Bühnenmusical „The Sound of Music“ wurde am 16. November 1959 im Lunt-Fontanne Theatre in New York City uraufgeführt und lief 1.443 Mal am Broadway. Es gewann sechs Tony Awards, darunter den für das beste Musical. Im Juni 1960 erwarb Twentieth Century Fox die Verfilmungsrechte für 1,25 Millionen US-Dollar.1938, am Ende des Regimes des österreichischen Bundes, ist Maria (Julie Andrews) eine freigeistige junge Österreicherin, die im Kloster Nonnberg studiert, um Nonne zu werden. Ihr jugendlicher Enthusiasmus und ihre mangelnde Disziplin geben jedoch Anlass zur Sorge. Die Mutter Äbtissin (Peggy lee) schickt Maria in die Villa des pensionierten Marineoffiziers Kapitän Georg von Trapp (Christopher Plummer), um dort die neue Gouvernante seiner sieben Kinder zu werden: Liesl (Charmian Carr), Friedrich (Nicholas Hammond), Louisa (Heather Menzies), Kurt (Duane Chase), Brigitta (Angela Cartwrigh), Marta (Debbie Turner) und Gretl (Kym Karath). Der Kapitän hat seine Kinder nach dem Tod seiner Frau mit strenger militärischer Disziplin erzogen; sie haben mehrere Gouvernanten mit Streichen verjagt. Obwohl sich die Kinder zunächst schlecht benehmen, reagiert Maria mit Freundlichkeit und Geduld, und bald fassen die Kinder Vertrauen und Respekt zu ihr. Während der Kapitän in Wien ist, näht Maria Spielkleidung für die Kinder aus Vorhängen, die gewechselt werden müssen. Sie führt sie durch Salzburg und die Berge und bringt ihnen dabei das Singen bei. Als der Kapitän mit Baronin Elsa Schraeder (Eleanor Parker) einer wohlhabenden Persönlichkeit der Gesellschaft, und ihrem gemeinsamen Freund Max Detweiler (Richard Haydn) in die Villa zurückkehrt, werden sie von Maria und den Kindern begrüßt, die von einer Bootsfahrt auf dem See zurückkommen, die abrupt endet, als ihr Boot kentert. Der Kapitän ist unzufrieden mit der Kleidung und den Aktivitäten seiner Kinder und Marias leidenschaftlichem Appell, er solle näher an seine Kinder herantreten, und versucht, Maria zu entlassen. Er hört jedoch Gesang aus dem Haus und ist erstaunt, als seine Kinder für die Baronin singen. Voller Emotionen gesellt sich der Kapitän zu seinen Kindern und singt zum ersten Mal seit Jahren. Der Kapitän entschuldigt sich bei Maria und bittet sie zu bleiben. Max ist vom Gesang der Kinder beeindruckt und schlägt vor, sie bei den bevorstehenden Salzburger Festspielen anzumelden, aber der Kapitän missbilligt es, seine Kinder in der Öffentlichkeit singen zu lassen. Während einer großen Party in der Villa, bei der Gäste in Abendgarderobe im Ballsaal Walzer tanzen, schauen Maria und die Kinder von der Gartenterrasse aus zu. Als der Kapitän bemerkt, dass Maria Kurt den traditionellen Ländler-Volkstanz beibringt, greift er ein und begleitet Maria bei einer anmutigen Darbietung, die in einer engen Umarmung gipfelt. Maria ist über ihre Gefühle verwirrt, errötet und löst sich von ihm. Später verbirgt die Baronin, die die Anziehung des Kapitäns zu Maria bemerkt hat, ihre Eifersucht, indem sie Maria indirekt davon überzeugt, dass sie in die Abtei zurückkehren muss. Die Mutter Äbtissin erfährt, dass Maria sich zurückgezogen hat, um ihre wachsenden romantischen Gefühle für den Kapitän zu vermeiden, und ermutigt sie daher, in die Villa zurückzukehren, um nach ihrem Lebenszweck zu suchen. Als Maria in die Villa zurückkehrt, erfährt sie von der Verlobung des Kapitäns mit der Baronin und stimmt zu, zu bleiben, bis sie eine Ersatzgouvernante gefunden haben. Die Baronin erfährt jedoch, dass sich die Gefühle des Kapitäns für Maria nicht geändert haben, und löst die Verlobung friedlich auf und kehrt nach Wien zurück, während sie den Kapitän ermutigt, seine Gefühle für Maria zu gestehen, die ihn heiratet. Während das Paar auf Hochzeitsreise ist, meldet Max die Kinder gegen den Willen ihres Vaters bei den Salzburger Festspielen an. Als das Paar erfährt, dass Österreich vom Dritten Reich annektiert wurde, kehrt es nach Hause zurück. Dort erhält der Kapitän ein Telegramm mit der Anweisung, sich beim deutschen Marinestützpunkt Bremerhaven zu melden und einen Auftrag bei der Kriegsmarine anzunehmen. Der Kapitän ist ein entschiedener Gegner der Nazis und ihrer Ideologie und fordert seine Familie auf, Österreich unverzüglich zu verlassen. In dieser Nacht versucht die Familie von Trapp, in die Schweiz zu fliehen, wird jedoch von einer Gruppe Braunhemden unter der Führung von Gauleiter Hans Zeller (Ben Zeller) aufgehalten, die vor der Villa wartet...







Insgesamt etwas rührselig, aber etwas fürs Herz und ein bisschen düsterer Zeitgeist kommt noch hinzu. Bei der Oscarverleihung wurde der Film fünfmal ausgezeichnet: Er erhielt den Oscar als bester Film, beste Regie, bester Schnitt, bester Ton und beste Filmmusik. Ausserdem gab es Nominierungen in den Kategorien bestes Szenenbild, beste Kamera , bestes Szenenbild - sowie die Darstellerinnen Julie Andrews und Peggy Lee. 









Bewertung: 7,5 von 10 Punkten.  

Hans Christian Andersen und die Tänzerin



Regie: Charles Vidor

Schuster und Märchenerzähler...

Der 1952 in Hollywood enstandene Musical Film "Hans Christian Andersen" (deutscher Titel: Hans Christian Andersen und die Tänzerin) ist ein Film fürs Herz und war im Kinojahr 1952 nach "Die größte Show der Welt", This is Cinerama" und "Schnee am Kilimandscharo" der vierterfolgreichste Film des Jahres. Er schaffte einen Umsatz von ca. 6 Millionen Dollar.  Regie führte Charles Vidor (Es tanzt die Göttin, Gilda, Nur wenige sind auserwählt, Tyrannische Liebe, Der Schwan), das Drehbuch stammt von Moss hart und Ben Hecht und basiert auf einer Geschichte von Myles Conolly. Obwohl der film von von Hans Christian Anders handelt, dem dänischen Autor vieler weltberühmter Märchen aus dem 19. Jahrhundert, beschreibt die fiktive Geschichte die Liebe des Dichters zu einer Primaballerina, was aber keinen realen Bezug zum Leben des Dichters hat.  In der Einleitung wird die Handlung als "nicht die Geschichte seines Lebens, sondern ein Märchen über diesen großen Märchenerfinder“ beschrieben Andersen, gespielt von Danny Kaye, wird als Schuster aus einer Kleinstadt mit einem kindlichen Herzen und einer lebhaften Fantasie dargestellt. Ein großer Teil der Geschichte wird durch Lieder (Musik und Texte von Frank Loesser) und Ballett erzählt und umfasst viele der berühmtesten Geschichten des echten Andersen, wie "Das hässliche Entlein", "Däumelinchen", "Des Kaisers neue Kleider" und "Die kleine Meerjungfrau". Der Film war zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung auch international ein Hit.  In den 1830er Jahren verbringt der Schuster Hans Christian Andersen (Danny Kaye) in der dänischen Kleinstadt Odense seine Tage damit, den Dorfkindern Märchen zu erzählen. Eines Tages fleht der strenge Schulmeister (John Brown) den Bürgermeister (John Qualen) und die Ratsherren an, dem Schuster das Vorliebe abzugewöhnen, die Schüler mit seinen Geschichten abzulenken. Hans kehrt schließlich in seine Werkstatt zurück, wo ihn sein jugendlicher Assistent, der Waisenjunge Peter (Joseph Walsh), anfleht, mit dem Ärger aufzuhören. Als die Kinder am nächsten Tag nicht zur Schule kommen, schlussfolgert der Schulmeister, dass Hans seine Schüler wieder ablenkt. Als der Schulmeister dann verlangt, dass der Bürgermeister und die Ratsherren zwischen ihm und dem Schuster wählen, beschließen sie, dass Hans Odense verlassen muss. Peter versucht seinen Freund zu retten, indem er vorschlägt, nach Kopenhagen zu reisen. Nach einer Seereise erreichen Hans und Peter den Hafen der Stadt und finden ihren Weg zum Großen Platz von Kopenhagen - hier ertönt der bekannte Song "Wonderful Copenhagen". Als Hans sich der Menge vorstellt, während er auf einer Statue des Königs steht, wird er von der Polizei verhaftet, weil er das Bild ihres Anführers diffamiert hat. Peter, der sich vor der Polizei am Hintereingang des Königlichen Theaters versteckt hat, hört, wie der Choreograf Niels (Farley Granger) von einem Produzenten der Truppe verlangt, einen Schuster zu rufen, und bittet ihn, seinen Freund aus dem Gefängnis zu befreien. Hans sieht vor dem Fenster seiner Gefängniszelle ein einsames junges Mädchen und bietet an, sie seinem Gefährten vorzustellen. Indem er auf seinem Daumen malt, erschafft Hans eine Puppe, die er Däumelinchen nennt und die das Mädchen zum Lächeln bringt. Bald wird Hans von der Theatertruppe aus dem Gefängnis freigekauft und ins Theater gebracht, wo er von der Schönheit und dem Talent einer Generalprobe des Königlichen Dänischen Balletts verzaubert ist. Als Niels die Vorstellung der ersten Ballerina Doro (Zizi Jeanmaire) lächerlich macht, beschwert sie sich, dass ihre Schuhe angepasst werden müssten. Doro gibt Hans die Schuhe, der sich sofort in die Ballerina verliebt. Peter erfährt, dass Niels und Doro trotz ihrer Streitigkeiten im Theater ein glückliches Ehepaar sind. Hans widersetzt sich der Idee und schreibt Doro einen Liebesbrief in Form einer Fabel namens "Die kleine Meerjungfrau", in der er ihr mitteilt, dass sie den falschen Mann gewählt hat. In dieser Nacht liest Peter heimlich den Brief, doch ein Windstoß reißt ihn aus seinen Händen und trägt ihn ins Theater, wo ihn ein Türsteher Doro übergibt. Am nächsten Tag bricht die gesamte Balletttruppe zu ihrer jährlichen Tournee auf und lässt Hans verlassen zurück, doch bald findet er Trost darin, eine neue Gruppe von Kindern mit seinen Geschichten zu unterhalten. Eines Tages bleibt Lars (Peter Votrian), ein trauriger Junge mit rasiertem Kopf, zurück, nachdem die anderen Kinder ihn geärgert haben. Hans erzählt ihm die Geschichte eines hässlichen Entleins, das von seinen Altersgenossen geächtet wird, bis es zu einem hübschen Schwan wird. Wenn er nicht bei den Kindern ist, zählt Hans die Tage, indem er ein Paar bunte Satinschuhe nach dem anderen für seine abwesende Ballerina näht. Eines Tages erhält Hans eine Einladung von der Zeitungsredaktion der Gazette, in der Lars‘ Vater, der Verleger, Hans dafür dankt, dass er seinem Sohn geholfen hat, seine Schwierigkeiten zu überwinden, und anbietet, "Das hässliche Entlein“ in der Zeitung zu veröffentlichen. Überglücklich über die Nachricht bittet Hans darum, seinen Namen von „"Hans, der Schuster“ in "Hans Christian Andersen“ zu ändern, und rennt die Straße hinunter und singt voller Stolz seinen vollen Namen. Als die Balletttruppe am Abend zurückkehrt, erzählt Doro Hans, dass sie ein Ballett basierend auf seiner Geschichte "Die kleine Meerjungfrau“ geschaffen haben, was Hans als Zeichen ihrer Liebe zu ihm ansieht. Am nächsten Abend warnt Peter Hans, dass Doro ihn demütigen wird. Enttäuscht von der Haltung seines Freundes schlägt Hans vor, dass sie sich trennen sollten, und geht zur Premiere des neuen Balletts. Als Hans versucht, Doros Pantoffeln hinter die Bühne zu bringen, sperrt Niels den hartnäckigen Schriftsteller in einen Schrank, damit er die Darsteller nicht stört. Während Hans der Musik lauscht und von seiner Geschichte träumt, beginnt die Aufführung auf der Bühne. Am Morgen nach dem Ballett lässt Doro Hans kommen und erfährt, dass er in sie verliebt ist und ihre Beziehung zu Niels missverstanden hat. Niels unterbricht ihr Gespräch und beschämt Hans, indem er ihm Geld für "Die kleine Meerjungfrau“ anbietet. Hans lehnt Niels‘ Angebot ab und behauptet, sein Werk sei ein Zufallstreffer gewesen. Doro nimmt die Pantoffeln an, die Hans für sie gemacht hat, und lässt ihn gehen. Auf dem Weg nach Odense trifft Hans Peter und erneuert die Freundschaft mit ihm. Als er die Stadt erreicht, wird Hans wie eine Berühmtheit begrüßt und unterhält nicht nur die Kinder, sondern auch die Bürger, darunter den Schulmeister, mit seinen mittlerweile berühmten Moralgeschichten....







Die damals berühmte Ballerina Zizi Jeanmaire gab in diesem Film ihr geglücktes Filmdebüt. Der Film wurde in 6 Kategorien für den Oscar nominiert: Beste Kamera Harry Stradling, beste Filmbauten, beste Kostüme, beste Musik, bester Song und bester Ton. Für Danny Kaye gab es auch eine Golden Globe Nominierung. Tatsächlich ist der Film wunderschön und sorgfältig gemacht, die Emotionen kommen nicht zu kurz. Die Geschichte ist nicht nur poetisch, auch ein bisschen traurig, da sie von einer unerfüllten Liebe handelt. Aber immerhin bleibt das Band wahrer Freundschaft zwischen Hans und Peter bestehen. Ein großen Raum nehmen auch die überragenden Ballettsequenzen ein, die in der Tat von Ausnahmekünstlern bestritten hat. Samuel Goldwyn, der Produzent, hat die kreativsten Talente in diesem sehr schönen Film versammelt.  








Bewertung: 8 von 10 Punkten.