Freitag, 10. Januar 2020

Rivalen am reißenden Strom

Regie: George Sherman

Holzfäller in der Stadt...

Der versierte Westernregisseur George Sherman drehte im Jahr 1948 den farbenprächtigen Holzfällerwestern "Rivalen am reißenden Strom" (Originaltitel: River Lady).
Der Film basiert auf einem Roman von Houston Branch und Frank Waters. Für die Hauptrollen wurden Yvonne de Carlo und Rod Cameron verpflichtet, die kurz zuvor schon erfolgreich in dem Film "Die Herberge zum roten Pferd" überzeugten. Als Bösewicht ist Dan Duryea zu sehen, der in fast jeder Schurkenrolle überzeugen konnte. Mit Duryea hatte Hauptdarstellerin de Carlo auch schon erfolgreich zusammengearbeitet, sie spielten beide in Shermans "Die schwarze Maske". Die Dreharbeiten begannen im April 1947 und kam ein Jahr später in die US-Kinos. Das Budget betrug mehr als 1 Million Dollar - somit war der in Technicolor gedrehte Film im Jahr 1948 einer der teuersten Produktionen von Universal.
Die Geschichte zeigt die Arbeit der Holzfäller, die zwar den ganzen Tag extreme körperliche Arbeit leisten, aber dennoch mit ihrem Leben voll zufrieden sind. Einer dieser Männer ist Dan Carrigan (Rod Cameron). Er ist befreundet mit dem trinkfesten Mike (Lloyd Gough) und freut sich auf das Ende des Auftrags. Denn dann wird er seine Geliebte Sequin (Yvonne de Carlo) wieder sehen und auch die Stadt am Mississippi wieder unsicher machen. Sequin ist eine tüchtige Geschäftsfrau, die auf dem Dampfschiff "River Lady" das Sagen hat, für ihre meistens männlichen Gäste singt und die Männer bei Laune hält. Ihr Kompagnon ist der undrurchsichtige Beauvais (Dan Duryea), der für die Lady die Dreckarbeit macht. Das kleinere Holzunternehmen für das Dan und Mike bislang gearbeitet haben, gehört einem Mr. Morrisson (John McIntire), der höchstwahrscheinlich sein Geschäft an ein ominöses Syndikat verkaufen muss. Morrisson hat auch eine attraktive Tochter, die Stephanie (Helena Carter)  heißt und sich bald unglücklich in Dan verliebt. Der ist natürlich noch seiner Sequin treu, doch diese sorgt im Hintergrund dafür, dass ihr Dan den Posten eines Geschäftsführers bekommt. Der Mann hat natürlich keine Ahnung von den Machenschaften seiner ehrgeizigen Freudin. Erst die unglücklich verliebte Stephanie öffnet Dan die Augen...



Dies sorgt für Verwicklungen und Missverständnisse. Darüberhinaus setzt Sherman auf Szenen mit fallenden Bäumen und für Action ist nicht so viel Platz. Um dem Syndikat am Ende das Handwerk zu legen, kommt die Idee ins Spiel, dass isch die kleinen Holzfäller als Verbund zusammenschließen, um so das Monopol zu verhindern, dessen Sieg am Ende auch die Löhne für die Arbeiter drücken könnte. So ist in "River Lady" auch ein soziales Thema dominant. Die Liebe kommt auch nicht zu kurz - Am Ende muss sich der begehrte kernige Holzfäller für eine der beiden schönen Frauen entscheiden. Aber erst am Ende, damit vergrößert Sherman die Spannung welche der Damen am Schluß Dan abbekommt.



Bewertung: 7 von 10 Punkten. 
 

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