Montag, 3. April 2023

Brigadoon


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Vincente Minelli

Das verschwundene Dorf...

Der US-Filmregisseur Vincente Minelli (1903 bis 1986) war der Vater der Schauspielerin Liza Minelli und DER Spezialist für große Musicalfilme wie "Meet me in St. Louis", "Ein Amerikaner in Paris", "Brigadoon" oder "Gigi". Weitere Filmerfolge hatte er mit "Vater der Braut", "Ein Geschenk des Himmels", "Stadt der Illusionen" oder "Verdammt sind sie alle". Für "Gigi" bekam er den Regie-Oscar.
"Brigadoon" ist ein märchenhaftes Dorf in Schottland, dass nur alle 100 Jahre erwacht. Die Geschichte basiert auf de von Friedrich Gerstäcker im Jahr 1860 veröffentliche Novelle "Germelshausen", die das Gespann Frederick Loewe Musik) und Alan Jay Lerner (Texte, Lyrics) für den Broadway nach Schottland verlegten. 1954 entschloss sich Hollywood für eine Verfilmung. Gene Kelly, der spätestens mit "Ein Amerikaner in Paris" und "Singin in the Rain" zum Weltstar wurde, bekam die Hauptrolle als amerikanischer Schottland Besucher Tommy Albright.
Gemeinsam mit seinem besten Freund, dem Zyniker Jeff Douglas (Van Johnson) sind sie unterwegs in den Wäldern von Schottland und wollen Rebhühner jagen.
Doch stattdessen verirren sich die beiden im Wald und stoßen auf Brigadoon, ein auf wundersame Weise gesegnetes Dorf, dass sich auf keiner Landkarte befindet. Brigadoon ist seit 200 Jahren verschwunden, doch auf wundersame Weise erhebt sich dieser magische Ort für einen Tag aus dem Nebel. Gesegnet ist dieser Ort deshalb, weil ein Gottesmann für diese Magie gebetet und sein Leben geopfert hat. Denn vor 200 Jahren wollten Hexen den Ort verwünschen. Die Bitte wurde von Gott erhört und jetzt kann das Dorf von der Außenwelt nicht mehr verändert oder zerstört werden. Die Menschen wachen alle 100 Jahre auf und meinen es wäre der nächste Morgen, dabei ist für die Aussenwelt die Zeit nicht stehen geblieben. Nur ein Dorfbewohner selbst, der die Grenzen dieses märchenhaften Ortes verlässt, kann die Magie zerstören.
Als die beiden Touristen das Dorf erreichen, sind alle Menschen dort in heller Aufregung, denn am Abend will man die Hochzeit von Jean Campbell (Virginia Bosler) und Charlie Dalrymple (Jimmy Thompson) feiern. Tommy und Jeff haben keine Ahnung warum ihnen das Dorf so seltsam vorkommt. Aufklärung bringt der alte Mr. Lundie (Barry Jones), Dorfschulmeister von Brigadoon. Er erzählt Ihnen von den Ereignissen vor 200 Jahren, Tommy und Jeff halten es zuerst für reinsten Blödsinn. Doch immer mehr bestätigt sich die märchenhafte Geschichte. Darüberhinaus verliebt sich Tommy unsterblich in Jeans ältere Schwester Fiona (Chyd Charisse). Aber kann es überhaupt ein Happy End zwischen zwei verschiedenen Welten geben...





Diese Frage wird im sehr altmodischen Musicalstil geklärt. Minellis Film ist aber im positiven Sinne altmodisch und war es sicherlich schon bei seinem Erscheinen im Jahr 1954. Mit einem extrem hohen Budget von 3 Millionen Dollar mussten die Produzenten, trotz passablem Einspielergebnis, ein dickes Minus am Ende hinnehmen. Joseph Ruttenberg, der Kameramann erhielt einen Golden Globe, aber keine Oscar Nominierung. Nominiert wurden aber die Leistungen in den Kategorien "Kostüme", Szenenbild" und "Ton". Geboten wird eine sehr stimmungsvolle Studiokulisse, viel Tanz, viel Revue, viel Gesang und eine Prise Märchenhafte Magie.





Bewertung: 7,5 von 10 Punkten. 
 

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