Donnerstag, 8. Juli 2021

Viva Zapata


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Elia Kazan

Der Revolutionär...

Vier Oscars konnte Elia Kazans Revolutionsfilm "Viva Zapata" bei der Preisverleihung 1952 gewinnen. Eine Trophäe ging an Anthony Quinn, der als Bruder von Emiliano Zapata in der Kategorie "Bester Nebendarsteller" nominiert war. John Steinbeck, der das Drehbuch schrieb, erhielt ebenfalls einen Preis. Ausserdem siegte der Film in den Kategorien "Beste Ausstattung schwarz-weiß" und "Beste Musik".
An der Kasse spielte der Film 1,9 Millionen Dollar ein, was angesichts des hohen Budgets leider nicht als Erfolg gewertet wurde. Der Film etablierte sich aber sehr schnell zum Klassiker.
Kazans fiktionaler Bericht über das Leben des mexikanischen Revolutionärs von seiner bäuerlichen Erziehung bis hin zu seinem Aufstieg zur Macht in den früher 1900er Jahren bis zu seinem Tod. Um den Film so authentisch wie möglich zu gestalten, studierte der Regisseur und sein Produzent Darryl F. Zanuck die zahlreichen Fotos, die während der Revolutionsjahre von Zapata aufgenommen wurden. Zapata führte einen Kampf um die Wiederübernahme von Land, dass den Bauern währen der Diktatur von Porfino Diaz genommen wurde. Visuell war Kazan von der Fotosammlung von Agustin Casasola fasziniert und kopierte dessen Stil. In einem späteren Interview gab er auch an, dass er zu dieser Zeit sehr stark von Roberto Rossellinis Kriegsfilm "Paisa" beeindruckt war.
In einer der ersten Szene ist dieser Emiliano Zapata (Marlon Brando) einer von einer Gruppe Bauern, die sich bei ihrem Präsidenten Portino Diaz (Fay Roope) über die Missstände beschweren, denn man enteignete ihnen das Land, dass sie für ihren Lebensunterhalt brauchen. Der Präsident weist ihre Bedenken zurück und notiert sich den Namen des Sprechers Zapata auf einem Zettel. Es geschieht nichts in der Folgezeit, so dass es durch die Unzufriedenheit der Bauern zu einer offenen Rebellion kommit. Der Führer im Süden wird Zapata, der gemeinsam mit seinem Bruder Eufemio (Anthony Quinn) sich den Rebellen im Norden des Landes, die von Pancho Villa (Alan Reed) geführt werden, anschließt. Der gutmütige Reformator FranciscoMadero (Harold Gordon) soll neuer Präsident werden und tatsächlich wird Diaz gestürzt. Doch es gibt auch unter ihm keine Verbesserung für die Landbevölkerung. Als sich Madero mit dem korrupten General Huerta (Frank Silvera) zusammentut, ist plötzlich auch Zapata in der Schlußlinie...




Ganz nebenbei wird auch noch geheiratet - Zapata heiratet die schöne Josefa, die von Jean Peters gespielt wird. Kazans Biographie zeigt eindrücklich wie der Besitz von Macht Menschen verändern kann. Zunächst wollten die Produzenten Tyrone Power in der Hauptrolle besetzen, entschieden sich dann doch für den damaligen aufstebenden Filmstar Marlon Brando, der für diesen Film zum zweiten Mal als bester Hauptdarsteller ins Oscarrennen ging. Ein Jahr zuvor startete er mit "Endstation Sehnsucht". Auch beim dritten Anlauf mit Julius Caesar musste er sich geschlagen geben. Doch die vierte Nominierung in Folge für "Die Faust im Nacken" brachte den langersehnten Sieg.




Bewertung: 8 von 10 Punkten. 

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