Samstag, 9. Februar 2013

Die Spur des Falken



Regie: John Huston

Privatdetektiv Sam Spade...

Einer der populärsten Vertreter des Film Noir: In John Hustons "Die Spur des Falken" geht es um einen verschollenen Schatz, eine Falkenstatue aus reinem Gold, gefüllt mit den seltensten Edelsteinen, die den Tempelrittern von Malta gehörte und bis zum heutigen Tag verschollen blieb.
Aber scheinbar taucht dieser wertvolle Kunstschatz im San Francisco des Jahres 1941 wieder auf.
Aber davon ahnt Privatdetektiv Sam Spade (Humphrey Bogart) noch nichts, als eine gewisse Miss Ruth Wonderley (Mary Astor) bei ihm auftaucht. Sie will die Dienste von Spade in Anspruch nehmen, weil sie ihre Schwester sucht, die bei einem gewissen Floys Thursby sein soll.
Als Sams Kollege, der Weiberheld Miles Archer (Jerome Cowan) hereinkommt, ndrängt dieser sich sofort vor den Fall für die schöne Lady zu übernehmen. Allerdings muss er diesen Job mit dem Leben bezahlen. Archers Frau (Gladys George) hingegen, glaubt Sam habe ihren Mann aus dem Weg geräumt hat, weil sie mit diesem gelegentliche Seitensprünge auslebte.
Auch die Bullen (Barton McLane, Ward Bond) meinen, dass Sam im Morfall Archer mehr weiß als er sagt.
Nun kommt es noch dicker, weil bekannt wird, dass auch Thursby ermordet wurde. Er trifft sich mit der Auftragsgeberin Mrs. Wonderley, die jetzt einräumt, dass sie in Wahrheit Brigit O´Shaughnessy heisst. Sam sieht sich jetzt verpflichtet die beiden Morde aufzuklären und er findet auch Gefallen an der Frau, die sich immer wieder in Lügen verstrickt.
In seinem Büro macht er dann Bekanntschaft mit einem gewissen Joel Cairo (Peter Lorre), der ein ziemlich dubioses Auftreten hat und Sam ebenfalls engagieren will. Dieser sucht den Malteser Falken, aber es sind auch noch andere Personen hinter dem Schatz her. Ein gewisser Kasper Gutma (Sidney Greenstreet) würde wahrscheinlich über Leichen gehen, den Vogel in seinen Besitz zu bekommen...

Ein legendärer Film Noir mit dieser großartigen Schlußszene, bei der Humphrey Bogart seine Geliebte ans Messer liefern muss. Das ist natürlich Kino Olymp. John Huston hat mit "Die Spur des Falken" einen der temporeichsten Noirs geschaffen, die jazzige Musik stammt von Adolph Deutsch. Der Film schwelgt sehr schön in seiner klaustrophobischen Stimmung, verstärkt wird diese Wirkung durch die Begrenzung der Schauplätze z.B. das Detektivbüro, Hotelzimmer oder Spades Appartment.
Dabei legte Bogart die Rolle des Detektiv sehr genial an, denn anfangs er den eher unsympathischen, kaltschnäuzigen Typen ab, der seinen Partner fast schon ein bisschen verachtet, sogar ein Verhältnis mit dessen Frau hat, und sich oft mit seinen Handlungen am Rande der Legalität bewegt. Als Spade in dieses undurchsichtige Netz aus Intrigen und Lügen gerät und alsbald sogar verdächtigt wird ein Mörder zu sein, gewinnt der Antiheld dehalb an Sympathie, weil er stets seinen Prinzipien treu bleibt. Mit diesem Film wurde der Schauspieler Bogart zum Star und zur Kinolegende.

Bewertung: 10 von 10 Punkten.

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