Mittwoch, 8. Februar 2023

Das unsichtbare Netz


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Nunally Johnson

Entführung in den russischen Sektor....

Gelegentlich führte der Drehbuchautor und Filmproduzent Nunally Johnson selbst Regie. Von diesen acht Regiearbeiten sind "Der Mann im grauen Flanell", "Eve mit den drei Gesichtern" und "Das unsichtbare Netz" die bekanntesten. "Das unsichtbare Netz" ist ein Spionagethriller aus den Tagen des Kalten Krieges, der 1954 in Berlin realisiert wurde und in dem mit Marianne Koch und Peter von Eyck auch zwei deutsche Schauspieler zum Cast gehören. Marianne Koch spielt die junge Kathy Gerhard, die mit dem US-Soldat Corporal Johnny Leatherby (Ted Avery) befreundet ist. Johnny begleitet Kathy nach Hause, es ist schon dunkel und er will von dort alleine zu seiner Einheit zurückkehren. Doch er kommt dort nie an. Ein Mann, der aus einer dunklen Gasse kommt, bittet ihn um Feuer und ehe sich der junge Soldat versieht haben ihn schon zwei weitere Männer überwältigt und zerren ihn in ein Auto. Natürlich fällt in der viergeteilten Stadt im Jahr 1953 der Verdacht sofort auf auf die Sowjets, denn man ist sich sicher, dass er von Agenten der Gegenseite hinter den Eisernen Vorhang entführt worde. Zuerst leugnen die Russen die Beteiligung an der Entführung. Johnnys Vater Charles Leatherby (Broderick Crawford) ist ein einflussreicher Industrieller aus Toledo, Ohio, der plötzlich in Berlin auftaucht und dem man beste Beziehungen zur Eisenhower Regierung nachsagt. Der Mann will den Ermittlern mächtig dampf machen, damit sein Sohn so schnell wie möglich aus den Händen seiner Entführer begreit wird. Der Ermittler in diesem verzwickten Fall, bei dem es nicht nur um die Entführung eines Soldaten geht, ist Lt. Col. Steve Van Dyke (Gregory Peck) von der US-Militärpolizei. Der erfährt tatsächlich über seinen Ostberliner Kontakt "Hoffy" Hoffmeir (Anita Björk), dass Johnny tatsächlich von den Russen entführt wurde, dass es ihm gut geht und dass er gegen ein im Westen der Stadt lebendes Ehepaar ausgetauscht werden könnte. Dieses Ehepaar Schindler (Jill Esmond/Anton Farber) soll für die Sowjets enorm wichtig sein, da der Mann wohl ein ausgezeichneter Wissenschaftler im Dritten Reich in Deutschland war und von dessen Wissen die Russen zu gerne profitieren würden. Vater Leatherby drängt natürlich sofort darauf, dass die beiden an die Gegenseite ausgeliefert wird - Hauptsache sein Sohn kommt frei. Er bekommt jedoch bald auch Gewissensbisse und so sehr er dem egozentrischen Colonel Van Dyke zuerst misstraute - er ist bald davon überzeugt, dass nur dessen unkonventionelle Methoden eine Chance bietet, dass die folgenden gefährlichen Operationen gut ausgehen...




Mit 96 Minuten Laufzeit ist Johnsons Spionagefilm recht kurzweilig und er hält von Anfang bis Ende einen guten Spannungsbogen aufrecht. Als Gregory Pecks neue Freundin ist Rita Gam zu sehen, die etwas eifersüchtig reagieren muss, als plötzlich mit der Spionin Hoffy, die alte Flamme des Colonels auftaucht. Der Film spielte in den USA 2,1 Millionen Dollar ein; Jed Harris und Tom Reed erhielten für ihre intelligente und klug durchdachte Story eine Oscarnominierung.





Bewertung: 7,5 von 10 Punkten. 

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