Sonntag, 19. Februar 2023

Meine Braut ist übersinnlich


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Richard Quine

Tür an Tür mit einer Hexe...

Richard Quines (Mit mir nicht, meine Herrren/Die Welt der suzie Wong/Fremde, wenn wir uns begegnen) Komödie "Bell, Book and Candle" (deutscher Titel: Meine Braut ist übersinnlich) handelt von Hexen in unserer Zeit oder besser gesagt im Jahr 1955 in New York. Drehbuchautor Paul Wayne ließ sich sehr von Rene Clairs Hexenmärchen "Meine Frau, die Hexe" inspirieren, in dem Veronika Lake mit ihren magischen Kräften dem armen Frederic March zusetzt. Bereits in der Stummfilmzeit war das Thema präsent und der Däne Benjamin Christensen schuf bereits 1922 mit seinem Film "Häxan" ein Meisterwerk dieser Filmgattung. Im Laufe der Jahrzehnte kamen weitere Erfolgsfilme dazu. Anjelica Huston war in "Hexen Hexen" eine total böse Oberhexe und in George Millers "Die Hexen von Eastwick" bekommt es Jack Nicholson mit drei äusserst attraktiven Hexen Cher, Michelle Pfeiffer und Susan Sarrandon zu tun.
"Bell, Book and Candle" spielte an der Kasse 2,5 Millionen Dollar ein und wurde sogar für zwei Oscars nominiert. Cary Odell und Louis Diage erhielten diese in der Kategorie "Beste künstlerische Leitung" und. auch das Kostümdesign von Jean Louis erhielt diese Ehrung.
Originell ist Richard Quines Film nicht, aber er sieht optisch sehr gut aus und kann auch mit der Atmosphäre (die Story spielt im winterlichen New York) überzeugen.
Darüberhinaus erfreuten sich die damaligen Kinozuschauer, dass James Stewart und Kim Novak gleich nach Hitchcocks "Vertigo" wieder gemeinsam in einem Film zu sehen waren.
Kim Novak spielt Gillian Holroyd, die Besitzerin eines Ladens für seltene ethnologische Kunst mitten in Greenwich Village. Keiner weiß, dass die attraktive Frau in Wahrheit eine Hexe ist, die über magische Kräfte verfügt. Diese Fähigkeit wird noch verstärkt, wenn sie mit ihrem Kater Pyewacket telepathischen Kontakt aufnimmt. Gillian ist jedoch von ihrem geheimen Leben als Hexe gelangweilt. Sie möchte ganz normale Menschen kennenlernen und warum nicht ihren Nachbarn, den Verleger Shep Henderson (James Stewart), der im ersten Stock wohnt. Es ist Weihnachtsabend und er kehrt von der Arbeit nach Hause. Verwundert stellt er fest, dass Queenie (Elsa Lancaster) die Mieterin vom zweiten Stock in seiner Wohnung steht und in seinen Sachen schnüffelt. Dabei könnte er schwören, dass er die Wohnung abgeschlossen hat. Queenie ist die Tante von Gillian und gehört natürlich auch zur Hexengilde. Durch den seltsamen Besuch von Queenie lernt Shep nun auch Gillian kennen und sie verabreden sich am nächsten Abend in einem angesagten Club, dem "Zodiac". Shep bringt natürlich seine Verlobte Merle Kittridge (Janice Rule) mit zum Treffen. Dort spielt auch Gilians Bruder Nicky (Jack Lemmon) in der Musikband, die auftritt die Bongo Trommel. Es muss nicht verwundern, dass auch Nicky zu den Hexen gehört. Merle und Gillian stellen fest, dass sie sich vom College kennen. Der Abend verläuft für Merle nicht so erwartet wie erwüscht und sie verlässt entnervt von der lauten Musik den Club. Shep begleitet sie natürlich. Er weiß ja nicht, dass er sich bereits im Bann der Hexe befindet, die ihn verzaubert, dass er sich in sie verliebt. Das funktioniert auch tatsächlich. Es ist nur schade, dass sich Hexen nie selbst verlieben können. Oder doch ?




Kim Novak gewann nie den Oscar, aber sie wurde immerhin mit dem Golden Globe ausgezeichnet und erhielt 1999 bei der Berlinale den Ehrenbären für ihr Lebenswerk. Der Film basiert auf dem Bühnestück von John van Druten. Quines Komödie kann gut unterhalten Die Kameraarbeit von James Wong Howe überzeugt und auch das Set Design sowie die Farbgebung des Films steuern viel zum Gelingen des Films bei. In der Rolle der Oberhexe Blanca de Passe ist Hermione Gingold zu sehen, die einige Monate später für ihre Nebenrolle in Vincente Minellys Musical "Gigi" einen Golden Globe gewann.





Bewertung: 7 von 10 Punkten. 

 

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