Donnerstag, 13. Dezember 2012

Die Teuflischen



Regie: Henri-Georges Clouzot

Der Mord in der Badewanne...

Ein fieser Thriller braucht nur ein paar gute Zutaten: Eine Flasche echten schottischen Whisky, ein schnell wirksames Schlafmittel beispielsweise. So die damalige Kinowerbung zu "Die Teuflischen" - dem 1955 entstandenen  Referenzthriller von Henri Georges Clouzot nach dem Roman "Celle qui n'était plus" von Pierre Boileau und Thomas Narcejac.
Der Horror spielt sich in einem zweitklassigen Internat in einer Vorstadtgegend von Paris ab. Rektor der Schule ist der tyrannische Michel Delassalle (Paul Meurisse), der seine herzkranke Frau Christina (Vera Clouzot) schlecht behandelt, sie mit der Lehrerin Nicole Hormer (Simone Signoret) betrog, diese aber ebenso abserviert hat wie seine Frau.
Die beiden Frauen sind zu Freundinnen geworden, die sich gegenseitig ihr Leid klagen. Schon seit längeren reden sie heimlich darüber, den Tyrannen um die Ecke zu bringen. Vor allem Nicole ist treibende Kraft des perfiden Plans. Christine, der eigentlich das Internat gehört, schwankt immer wieder. Aber andererseits kann sie die Kränkungen ihres Mannes nicht länger ertragen. Eine Scheidung kommt für die strenggläubige Katholikin nicht in Betracht, meucheln geht da schon eher noch.
Nach erneuten Demütigungen ist es endlich soweit, der Plan soll realisiert werden. Die beiden fahren übers Wochenende Hals über Kopf nach Niort. Dort hat Nicole eine Wohnung, ausserdem ist hat die obere Etage vermietet.
Christine muss Michel am Telefon sagen, wo sie sich aufhält und dass sie die Scheidung einreicht. Dies soll den Mann dazu bringen nach Niort zu kommen. Während Nicole oben bei den Untermietern einen Besuch abstattet, soll der ahnungslose Mann von Christine besagten schottischen Whisky angeboten bekommen. Im Schlaf wollen die beiden Frauen den Mann in der Badewanne ertränken. Doch dies ist erst der Anfang dieses nervenaufreibenden Suspence-Thrillers, der sich durch einige seiner Szenen auch als echter Horrorschocker empfiehlt....

Vielen ist der Film natürlich bekannt, aber am Ende des Films ermahnt der Abspann, dass man doch Stillschweigen bewahren soll und die Wendungen und Auflösung auf keinen Fall verraten darf.
Stimmt - beim ersten Mal wirkt der grandiose Film natürlich am heftigsten. Aber auch beim wiederholten Sehen fällt die Genialität dieses Films immer noch auf.
Die Badewannenszenen hat es schon in sich, sie wird aber noch getoppt von der Swimmingpoolszene.

"Die Teuflischen" ist einer meiner absoluten Lieblingsfilme und gehört neben "Lohn der Angst" und "Der Rabe" zu Clouzots größten Meisterwerken des französischen Films.
Bewertung: 10 von 10 Punkten

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